Beiträge von Fridspeed

    Ich besitze einen K98k, der von Portugal zurück kam. Es handelt sich um die Wehrmachtsvariante von 1937. Das Gewehr ist ausschließlich an der zusätzlichen Nummer auf dem Kolben links zu als Rückkehrer zu identifizieren. Kein schwarzer Schutzlack!

    Gruß

    Fridspeed


    Das ist aber nichts militärisches oder?

    Es handelt sich um eine Scheibenpistole oder auch Salonpistole genannt. Man hat damit in Räumen auf Scheiben geschossen. Eine frühe Art der Sportpistole und rein zivil. Solche Waffen konnte damals jeder kaufen und wurden auch in Katalogen angeboten.

    Kaliber .22LfB wird zu stark und zu modern sein. Es wird eher 6 oder 9 mm Flobert sein. Messe einmal die Mündung aus.

    Zumindest wird per Stempel die Menge des Pulvers auf 0,2 Gramm Nitro - Granulat - Pulver begrenzt.

    Zum Hersteller und den genauen Fertigungszeitraum kann ich nicht festlegen. Ich schätze die Herstellungszeit auf ca. 1910.

    Beschusszeichen = Krone U = Untersuchung (Beschau) im Kaiserreich

    B = Einmaliger Büchsenbeschuss


    Wie du richtig recherchiert hast; es handelt sich um eine schöne alte Scheibenpistole.


    Leider kann man die vorhandene Beschriftung nicht erkennen. Kannst du Stempel und Beschriftungen noch zeigen? Welches Kaliber hat die Pistole?


    Vermutlich 6 mm.

    Die "fette Henne" ist der Beschussstempel des Militärs. Es passt also! Beim Code 42 von 1938 wird die "fette Henne" z.B. dann durch den "Geier mit HK" ersetzt. Der militärische Beschuss sieht dem Bundesbeschuss nur ähnlich. Den Unterschied sieht man bei den Krallen des Adlers vom Bundesbeschuss.

    Diese Uhr dürfte nicht bei der Marine gewesen sein, sonst wäre außen auf dem Deckel eine Registriernummer.


    Werk- und Gehäusenummer müssen nicht überein stimmen, da unterschiedliche Hersteller. Die eingeritzten Zeichen sind Uhrmacherzeichen anläßlich Reparatur oder Service.


    Diese Uhr hätte gut eine Uhr der KM sein können. Vielleicht wurde sie anders eingesetzt? Z.B. bei der Handelsmarine?



    Gruß


    Fridspeed

    Es wird vermutlich doch eine Uhr für dienstliche Zwecke gewesen sein. Es paßt alles bis auf die Nummer auf dem Gehäuse. Da keine Weicheisenabdeckung über dem Werk ist, war die Uhr auch nicht in Bereichen mit Funkverkehr oder elektrischen Anlagen eingesetzt. Eine Uhr für den zivilen Markt hätte zum Fertigungszeitraum keine Stoßsicherung gehabt. Die gab es nur auf Bestellung, was einzeln nicht möglich war. Nur beim Militär wurde eine Nummer zum Eintrag ins Soldbuch angebracht. Die Uhr kann bei anderen Organisationen im Dienst gewesen sein. Theoretisch bei Bahn, Banken oder Post.


    Gruß

    Fridspeed

    Vielen Dank für die Bilder. Die Stoßsicherung ist vorhanden. Soweit so gut.

    Nun fehlt die Registriernummer noch! Im Deckel ist ein Uhrmacherzeichen und sagt nur aus, dass die Uhr 1952 beim Uhrmacher war. Die Nummer muss außen stehen! Man hat nicht für eine Eintragung oder Prüfungs der Ausgabe erst die Uhr aufgeschraubt.


    Suche einmal an der nachfolgend gezeigten Stelle. Hier sollte die Nummer dünn mit oder auch ohne D.H. stehen.



    DH Grana Dienst Taschenuhr

    Bild 3

    Der vordere Teil dürfte nicht original sein.

    Die Verstärkung vorne war nur stärkeres Gewebe und je nach Ausführung mit einer Einfassung der vorderen Nähte aus Leder oder Kunstleder. Die einfachen Teile wurden bei der US Armee auch nicht etwa repariert. Man hatte genug Ersatz bei und die defekten Teile blieben einfach dort liegen wo sie kaputt gingen oder getauscht wurden.

    Vielleicht hat sich jemand solch ein Teil repariert und seine Angel darin transportiert?:D

    Spaß beiseite: Ich finde in der Literatur und im Netz keine Gewehrtasche die original so ausgesehen hat.

    Suche selber einmal im Netz und gebe den Suchbegriff Englisch ein.

    Rein äußerlich sieht diese Taschenuhr wie eine Dienstuhr aus. Ob es tatsächlich eine Dienstuhr der Reichswehr war, stellt man an 2 Fakten fest:

    1.) Die Uhr wurde bei Ausgabe ins Soldbuch mit der Registriernummer eingetragen

    2.) Das Werk mußte laut Dienstvorschrift mit einer Stoßsicherung ausgerüstet sein


    Ich habe gerade eine solche Uhr auf dem Tisch, die ich nach Reparatur wiederbeleben konnte.


    Zu 1.) Die Registriernummer wurde auf dem Rand des Gehäuses genau unter der kleinen Sekunde, also auf 6 Uhr eingeschlagen. Die Nummer ist oft nur sehr dünn und man muß genau hinsehen. Hier kann ich dies aufgrund des Fotos und den starken Gebrauchsspuren nicht erkennen.

    Zu 2.)Hier mußt du schon das Werk zeigen.

    Der Deckel wird nach links abgedreht. Das machst du am besten und ohne Spuren mit einem Ball oder Sauger. Siehe hierzu im Allgemeinen Teil des Uhrenforums:

    Uhrendeckel öffnen


    Unter dem Drehdeckel könnte sich noch eine Werkabdeckung befinden. Diese steckt nur auf dem Werk auf. Mit einem Gegenstand im Loch der Abdeckung oder mit einem Sauger (so einen, den man mit etwas Feuchtigkeit z.B. an einer Fliese befestigen kann) abheben. Gehäuse wieder schließen = umgekehrter Vorgang.



    Gruß


    Fridspeed


    Ich bin kein Metall-Experte und kann es mir aus den gemachten Erfahrungen über Jahrzehnte vorstellen.

    Gehe einfach einmal davon aus, daß der Schlitten gar nicht geschliffen und bearbeitet werden mußte! Stell dir vor, jemand konnte einen Posten entsprechender Schlitten ohne Beschriftung erwerben und zur Waffe bauen.

    Ob es wirklich so war, weiß ich natürlich nicht.

    Aus dem Sammelbereich der Uhren hat es so etwas öfter gegeben, daß liegengebliebene Teile verkauft wurden und sehr geschäftstüchtige Leute damit z.B. Dienstuhren der Marine zusammen gebaut haben, die niemals die Marine gesehen haben. Ähnlich könnte hier da Szenario aussehen.

    Entgegen immer wieder neuen Gerüchten hat es zu Kriegszeiten eine P 38 mit kurzem Lauf nicht gegeben.

    Der kurze Lauf stammt aus Nachkriegsproduktion. Wozu und wieviel?