Beiträge von Fridspeed

    Rein äußerlich in einem schönen Zustand.

    Sind auch die WaA - Stempel vorhanden? Ein bis zwei sollten im und am dem Topf sein und einer unten drunter zwischen den Füssen im Holz. Ich sehe im Topf einen großen Stempel, den ich so nicht kenne. Was steht in diesem Stempel?

    Ich muss mich hier Tom anschließen:

    Es ist nur eine Vermutung von Knirim, was er auch schreibt. Siehe Link!

    Bisher ist an dieser Theorie nichts bewiesen!


    Außerdem sollen Uhren mit Sekundenstopp nach Russland gegangen sein. Eine Art der einfachen Stoppvorrichtung.

    Die oben gezeigten Uhren haben eine solche Vorrichtung zum anhalten der Zeit nicht!

    Es handelt sich um ein Taschenuhrwerk, dass von Minerva bei FHF mit Shock-Resist (Lochstein in Spirale, Deckstein lose) Stoßsicherung bestellt wurde. Genau so wäre es auch in einer Dienstuhr fürs Heer drin.


    Dennoch dürfte die Uhr von einer anderen Organisation dienstlich ausgegeben worden sein. Es wäre nichts neues, dass auch andere Organisationen sich bei der Bestellung von Dienstuhren, an der Heeres - Ausführung orientieren. Zu den bereits genannten Organisationen wie Reichsbahn und Reichsbank fällt mir auch noch die Organisation Todt ein. Letztere hatten Dienstuhren.

    Diese Taschenuhren werden noch häufig angeboten. Sie werden meistens als Dienstuhr des Heeres angepriesen. Dies ist für mich nicht belegt! Warum sollten gerade diese Taschenuhren entgegen der Dienstvorschrift gefertigt und gekennzeichnet sein?

    Nach meiner Meinung wird es sich aufgrund der Deckelnummerierung um eine dienstlich ausgegebene Uhr handeln. Man muss nun nur noch heraus finden, von welcher Organisation diese Uhren ausgegeben wurden. Ich denke da an Reichsbahn, Reichsbank oder eine ähnliche Organisation.

    Hier eine typische Eintragung im Soldbuch:

    Wenn eine Uhr ausgegeben wurde, dann nur wenn es dienstlich erforderlich war und auch nur für den Zeitraum wo es dienstlich erforderlich war. Dann würde die Uhr so ausgegeben, dass man sie sofort benutzen konnte. Hätte man die Kette mit ausgegeben, hätte man dies sicherlich im Soldbuch als „Taschenuhr mit Kette“ vermerkt. Schließlich wollte man dann auch beides zurück haben. Solche Einträge habe ich in den mir vorliegenden Auszügen von Soldbucheintragungen mit Taschenuhren noch nie gesehen. Natürlich ist es möglich, dass jemand beim Heimaturlaub seine private Kette genommen hat oder eine gekauft hat. Anderseits, wie hat der Soldat die Taschenuhr ohne private Kette getragen. Dass, bleibt offen bis man Fotos oder Schnüre findet. Einfache Schlechtschnüre oder Lederriemen, wird man sicherlich nicht ins Soldbuch mit eingetragen haben.

    Könnten die Spuren am Bügel nicht auch Bearbeitungsspuren sein?


    Gruß Tom

    Nein! Der Bügel ist schwer mitgenommenen worden. Ursprünglich hatte er keine Spuren und war verchromt. Vom Chrom nicht einmal ansatzweise noch eine Spur. Solche Nutzungsspuren sind schon extrem. Paßt aber zur Uhr, die augenscheinlich lange Zeit intensiv genutzt wurde.

    Wie Sven es bereits geschrieben hat; wenn man gerade keine Möglichkeiten zum ausprobieren hat oder gerade solch eine Waffe mit Magazin vor sich, wird es sehr schwer mit der Zuordnung.

    Rein vom Bild könnte es für eine Pistole von Unique sein. Z.B. R51 oder andere.

    Nachtrag: auf die Frage kam ich durch meine, an deren Bügel eindeutige Spuren einer Kette sind.

    Davon darf man getrost ausgehen. Die Uhr zeigt aber mit dem Bügel derart starke Nutzungsspuren, so dass man davon ausgehen darf, das man diese Uhr sehr intensiv genutzt und getragen hat. Dies kann in der Kriegszeit allein nicht passiert sein! ;)

    Die Dienstuhren fanden immer noch eine starke Verwendung in der Nachkriegszeit.

    Mal ein Gedanke der mir kam bzgl. Eintragung im Soldbuch. Sicher, dass es keine gibt, oder wurde es einfach nicht beachtet? Vielleicht hat ja jemand einen geschlossenen Nachlas von einem Soldaten der auch eine Taschenuhr hat die auch eingetragen wurde, und könnte da mal nachsehen.

    Ich habe bei den Uhreneintragungen im SB noch nie etwas von einer Kette gelesen. Gehe aber davon aus, dass man diese erwähnt hätte.

    Gratulation zum Neuzugang, besonders mit Tasche.

    Ob die Tasche zu dieser Uhr ursprünglich gehörte kann man bezweifeln. Spielt aber keine Rolle, da die Taschen seltener zu bekommen sind als die Uhr selber. Schwarz eingefärbt habe ich auch noch nicht gesehen. War die Tasche immer schwarz oder wurde hier einmal nachgefärbt?


    Gruß

    Fridspeed

    Diese Frage kann bis heute nicht abschließend geklärt werden.

    Es gibt bis heute keinen Nachweis darüber, woran man die Dienst - Taschenuhr getragen hat. Es gibt Hinweise, dass man die Uhr nicht an einer Kette sondern an einem Flechtstück aus oliv und grau eingefärbter Kordel oder Lederriemen getragen hat.

    Eine Kette hätte man vermutlich auch mit ins Soldbuch eingetragen, wäre vom Material zu aufwendig gewesen und im Frontbereich auch nicht angeraten. (Geräuschentwicklung und Spiegelmöglichkeit)

    Ein gesicherter Nachweis hierzu steht noch aus! Flechtstücke habe ich bereits an Stoppuhren gesehen.

    Wie gesagt.... die Behörden picken sich die Leute die es betrifft dann schon raus. Um ohne Anlass seitenweise irgendwelche Listen durchzufieseln fehlt mittlerweile in dem Ämtern einfach auch die Zeit.

    Genauso ist es!



    Dass in einem Verein nach dem Schießen in einer Art Schieß -Kladde geführt wird und Name, Ergebnisse und Disziplin eingetragen wird, ist normale Praxis. Dies macht jeder Verein auf seine Art und wird nicht vorgeschrieben. Es kann natürlich für den Verein in vielerlei Hinsicht nützlich sein. Der Nutzen hat nicht unbedingt etwas mit dem Nachweis an die Behörde zu tun. Es kann auch für interne Berechnungen von Kosten, Entwicklung eines Schützen in einer Disziplin usw. herangezogen werden.


    Diese Aufzeichnungen werden in unserem Verein auch gemacht. Auch im Bereich der freien Waffen, z. B. Disziplinen mit Luftdruckwaffen. Das interessiert die Behörden nicht!


    Im Falle einer Überprüfung durch die Behörde wurde der Schütze aufgefordert eine Bescheinigung beizubringen. Die von Schützen eingereichten Schießbücher mit Daten und Unterschriften wurden ohne schriftliche Bestätigung des Vereins nicht akzeptiert.