Beiträge von Edelweiß21

    Ich habe es jetzt schon öfters gesehen, daß eine solche Fahne einfach zwischen zwei Plexiglasscheiben gelegt wurde und die Scheiben dann an den Rändern verschraubt wurden. Das sah ganz gut aus und man konnte es dann problemlos an die Wand hängen.

    Staub und Motten kommen so auch nicht mehr an die Fahne dran.


    Ein schöner Bilderrahmen hat zwar die gleichen Vorteile, dürfte aber um einiges teurer werden ... ;-)


    Ich bin mir aber nicht so sicher, ob ich Plexiglas direkt auf den alten Stoff packen würde. Echtglas wäre besser, aber auch wieder um einiges schwerer und empfindlicher...

    Kommt ganz drauf an. Diese hier wohl bei 20€ pro Stück. Wenn schöne Werbemotive von Militärmüzuen drauf sind auch mal zwischen 150 und 200€.


    Sehe ich auch so. Diese Schachteln dürften so in dem Bereich liegen. Wenn Du einen Freak findest der speziell diesen Schneider sammelt (gibts auch) sicher mehr.

    Gruß

    Ok! Heute was gelernt. von den knapp 28k Verleihungen wusste ich, dass sogar 62.500 produziert wurden (was ich, wie es ja üblich war im Allgemeinen, schon vermutete) ist "Wahnsinn" - das sind über 120% mehr, als wirklich zur Verleihung vorgesehen waren; dann müssen die "Sammler, Nachkäufer, Andenken-Träger usw..." wirklich enorm gewesen sein. Dann ist die Frage, wurden bei den 62k produzierten immer die Spange mit ausgegeben; ich würde das verneinen, da es natürlich mit Extra-Kosten betucht wurde...


    Spannend, wenn du da noch was findest, was ich dann mit deiner Genehmigung auch archivieren würde.

    LG


    Da der Bestand von der offiziellen oldenburgischen Ordenskanzlei beschafft worden ist, dürften die Stücke nicht(!) an "Sammler, Nachkäufer, Andenken-Träger, usw." gegangen sein, sondern werden wirklich verliehen/vergeben worden sein. Das ist zumindest meine Vermutung aufgrund der Tatsachen. Die 28.000 Verleihungen sind ja der Stand der erfolgten Verleihungen Ende 1916.

    Gruß

    Danke für den tollen Beitrag - ja, ich habe selbst auch einige in der Sammlung, wobei ich mich eben auf Kriegsband MIT Spange beschränke. Einerseits das spannende an unserem Hobby, dass wir "immer noch was Neues finden", andererseits schade, dass eben vieles vernichtet wurde bis `46...


    LG


    Ja da hast Du allerdings recht. Leider hat man in Oldenburg in den 20ern viele ordenskundliche Aktenbestände vernichtet. Und das nicht nach einer mir nicht ersichtlichen Logik. So wurden z. B. die Bestände zum Friedrich-August-Kreuz und zur Kriegserinnerungsmedaille für den Krieg 1848/49 auf höchste Weisung vernichtet... Warum auch immer? Die Verleihungslisten für andere Ehrenzeichen und Orden hat man dagegen weiterhin eingelagert.

    Gruß

    Dazu noch eine Anmerkung zu den Verleihungszahlen, Friedhelm Beyreiß (man hab ihn seelig) gibt in seinem Buch "Die tragbaren Orden und Ehrenzeichen des Großherzogtums Oldenburg" auf S. 116 eine Verleihungszahl Ende 1916 (!) von 27.515 an (Quelle in seinem Buch: "Protokoll vom 80. (oldenburgischen) Ordenskapitel am 17.1.1917 HAEu IXa-Conv.III).

    Weiter schreibt er, ebenfalls auf S. 116, dass Ende 1918 62800 Friedrich-August-Kreuze an die oldenburgische Ordenskanzlei geliefert worden sind (Quelle in seinem Buch: "Rechnungsbericht der (oldenburgischen) Ordenskasse HAEu XIV-C")!

    Sehr interessant dazu ist auch noch, dass die oldenburgische Ordenskanzlei spätestens 1920 auf Verleihungsanträge oldenburgischer Landeskinder im Genehmigungsfall schrieb, dass die Anlegung des Friedrich-August-Kreuzes zwar gestattet wird, allerdings dass der Bestand komplett ausgegeben worden ist und kein Kreuz mit übersandt werden kann. Ich besitze einige dieser schreiben und muss mal gucken, ob ich ein Foto davon habe. Man muss also davon ausgehen, dass alle 62800 Kreuze ausgegeben worden sind!

    Abschließend muss ich sagen, dass Friedhelms Buch natürlich nicht perfekt war und einige Fehler enthielt, auch gerade bei den Verleihungszahlen! Leider war sein Leben zu kurz als das er noch seinen geplanten Nachtrag veröffentlichen konnte. Bei einigen Verleihungszahlen lag er nach heutigen Erkenntnissen ziemlich daneben. Hier würde ich die Zahl aber durchaus als sehr wahrscheinlich bewerten.

    Gruß

    Das wird unmöglich, leider!

    Man muss beim Friedrich-August-Kreuz auch bedenken, dass "Kämpferband" nicht gleich "Kämpferband" ist. Es gab beim Friedrich-August-Kreuz auch kein klassisches "Nichtkämpferband" sondern eines für Heimatverdienste. Sobald Jemand außerhalb der Heimat stand hat er normalerweise das am "Kämpferband" bekommen, aber auch eben nicht immer. Ich habe zahllose Beispiele in der Sammlung:

    - Offizier und Artillerie-Depot Vorstand in Kassel = Kämpferband
    - Offizier und Artillerie-Depot Mitglied in Kassel 1 Jahr später = Band für Heimatverdienste
    - Marinerat in Berlin = Band für Heimatverdienste
    - Militärbeamter in Berlin = Kämpferband
    - Leiter eines Lazarettes in Oldenburg und Beamter = Kämpferband
    - ...

    Da gibt es wirklich allemöglichen Varianten. Das wird ein riesen durcheinander geben haben, diese waren theoretisch berechtigt die "Vor dem Feinde" Spange zu tragen, bzw. war es sicherlich nicht möglich bei einem Nachkauf das zu überprüfen ob es rechtmäßig ist. Die Verleihungslisten sind soweit ich weiß leider verschollen bzw. vernichtet worden. Von der Verleihungszahl muss man alleine schon mal die Kreuze mit dem Band für Heimatverdienste abziehen. An den Schnallen dieser "unkriegerischen Krieger" (auch allgemein Beamte, Krankenträger, Lazarettpersonal, Ärzte, usw.) findet man die Vor dem Feinde Spange sehr selten. Aber auch da wird sich der ein oder andere mal ein Stück besorgt haben, davon bin ich überzeugt.

    Der Stiftungstext des Friedrich August Kreuzes bzw. der Bandspange "Vor dem Feinde" besagt allerdings, dass diese für "Verdienste in der Kampffront" vergeben wird. Also kann man spekulieren, ob eine Tragung eines "unkriegerischen Kriegers" nach der Stiftung ok gewesen wäre. Allerdings, wie wollte man das im Nachkauf prüfen, wenn die Person das Friedrich-August-Kreuz am "Kämpferbande" erhalten hat?

    Man findet genug Schnallen und auch Fotos aus der Zeit wo eindeutige Kämpfer die "Vor dem Feinde" standen, diese Spange eben nicht tragen. Ich habe Reichswehr Soldaten, Zivilisten, Wehrmachtssoldaten, Offiziere und viele andere als Foto-Beleg die diese nicht tragen. Klar gab es auch die Leute, die alles mitgenommen haben was sie irgendwie auf ihre Schnalle packen konnten. Es gab aber sicherlich auch nicht wenige Personen, die sich die Spange nicht nachgekauft haben weil Ihnen der Orden so wie er war verliehen worden ist und damit war es für die Personen gut. Dazu kommt natürlich auch noch der Monetäre Aspekt.

    Mit Zahlen wird an dieser Stelle keiner dienen können. Eine ungefähre Schätzung würden nur die Verleihungslisten zulassen und diese sind, meines Wissens nach nicht mehr existent.

    Gruß

    Moin Andreas,

    wir hatten ja auch schon drüber geschrieben. Ich denke, Samson hat hier den richtigen Riecher. Manchmal steht die Erhaltung der Stücke nun mal über der Unberührtheit. Ich denke das kann man in diesem Falle so machen.

    Gruß

    Nein Denis, da muss ich dir widersprechen. Es ist auch bei diesem Gegenstand schon wichtig, aus was für einem Material er besteht.


    Wäre das Stück aus echtem Silber, so wäre der alleinige Materialwert schon bedeutend. Hinzu kommt selbstverständlich noch der gegenständliche Wert. Dieser würde , wenn das Stück aus Silber ist, noch oben drauf kommen.


    Gruß Dragoner08

    Moin Gunnar,

    meine Erfahrung ist da etwas gegensätzlich. Aber klar, der Silberwert wäre bei einem solchen Stück nicht zu verachten. Vielleicht sehe ich das auch zu sehr aus der Perspektive eines sehr versierten Regimentssammlers.

    Gruß

    Die Frage ob das Stück "nur" versilbert ist, ist sicherlich nachgelagert zu betrachten. Den Preis dürfte dieses Stück über die Regimentszuschreibung erzielen bzw. ist das Stück definitiv sehr interessant! Ob Silber oder nicht.

    Wundert mich allerdings, dass dieses Geschenk, welches sicher im "Silberschrank" des Regiments gestanden haben wird von solchen hohen Herrschaften nur versilbert ist. Aber die Ausführung ist schon sehr interessant und war damals sicher nicht billig.

    Gruß

    Schönes Teil.


    Wiki: Am 15. August 1893 wurde Kuno von Moltke zum „persönlichen Dienst beim Kaiser berufen“, zum Flügeladjutanten........


    Und wenn man dann auf Wiki weiterliest, findet man auch heraus was dieses Stück ist. 1899 ist Kuno Graf von Moltke nämlich Kommandeur des Leibkürassier Regiments geworden.

    Dieser Stiefel ist also ein Offiziersgeschenk, vermutlich von Offizieren an das Regiment. Die anderen Namen dürften auch alle Kommandeure des Regiments gewesen sein mit dem Jahr der Übernahme des Kommandos.

    Gruß
    Edelweiß21