Beiträge von Gonzoadler

    Hey, erstmal vielen Dank für den ersten Halbsatz :) Und nein, ich bin nicht beleidigt. Man sieht aber immer wieder in Preis-Themen, daß die Meinungen schon sehr auseinander gehen. Sicherlich sind auch immer mal welche bei, die ihre Ankaufs-Preise und damit die Marge in Gefahr sehen, aber in erster Linie haben die Leute als Sammler teilweise sehr unterschiedliche Vorstellungen von (Ankauf)Preisen.

    Bösartig war der Vergleich nicht gemeint, ich habe extra so ein Extrem gewählt um zu veranschaulichen, daß nicht irgendwelche Ankaufs-Preise die Grundlage für die Wertbestimmung sein können. Hier geht es vergleichsweise um eine geringe Summe, wobei selbst die für sehr viele Menschen auch viel Geld darstellt, das sollte man nicht zu gering schätzen. Dazu der emotionale, weil familiäre Wert, den man aber materiell nicht rechnen kann und darf. Ich persönlich finde es ja gut, wenn etwas bewahrt wird, leider habe ich in der eigenen Verwandtschaft selber auch schon ganz anderes erlebt. Und natürlich rechnet man nnerhalb der Familie auch anders, solange sich alle einig sind und keiner hinter jedem einzelnen Cent her jagt. Da der Themenstarter aber von Erbstreitereien gesprochen hat, scheint das mit dem Familiären ja nun nicht zu klappen, daher muß man da sachlich nüchtern mit Zahlen bei. Immerhin soll ja offensichtlich eine zufriedenstellende Lösung für alle her mit dem Ziel, daß der Nachlaß so wie er ist bei m Kollegen 1919 verbleibt.

    Was ist daran denn jetzt Quatsch gewesen, gerne auch per PN.

    Quatsch war, hier jetzt Verkäufe unter Sammlern anzunehmen. Und tatsächlich rennen die meisten ohne Ahnung doch tatsächlich eher zum Antikhändler oder Auktionshaus mit sowas. Dass da mehr als 350€ am Ende rumkommen, ist zumindest fraglich. Quatsch ist halt auch der Vergleich mit dem SL. Denn die Differenz würde tatsächlich für einen Ruhestand auf den Malediven reichen. Natürlich ist mir klar, dass der Vergleich nicht völlig ernst gemeint war.

    Ich will hier jetzt auch gar nicht weiter streiten. Ich schrieb ja selbst schon, dass er im Zweifel noch 100€ drauflegen soll, damit Ruhe im Karton ist. Erbstreitigkeiten wegen 100€ sind angesichts eines verstorbenen Familienmitglieds traurig genug...

    Das mag sein, unter Papiersammlern dürfte die Zahl etwas höher liegen. Aber stell Dir vor, es geht nicht um nen kleinen Infanterie-Nachlaß aus der Familie sondern um einen Mercedes 300 SL, der normalerweise für ne Million gehandelt wird, aber auch gerne mal teurer weg geht.
    Das zahlen weniger als einer von 100. Erstens sind nicht genügend solvente Interessenten da, zweitens muß die Karre dem potentiellen Käufer auch gefallen usw.
    Jetzt fragt man rum, ein Nachbar, die noch was auf dem Sparbuch hat und investieren will, bietet 100.000. Im Netz bietet einer 250.000 und ein entfernter Onkel aus der Sippe wollte als Kind schon immer so einen haben und sagt jo, ich nehme den und zahle alle anderen aus. Welchen Wert legst Du nun als Basis fest? 100.000, 250.000, den Mittelwert daraus oder doch eher die Million, für den der Wagen bei Auktionen oder namhaften Oldtimer-Händlern usw. verkauft wird? Natürlich kann man innerhalb der Familie etwas kulant sein aber seien wir ehrlich, zu verschenken hat keiner was, auch wenn der Onkel ein netter Mann ist.

    Wie ich und ein anderer Kollege hier auf eine etwas größere Summe als die 350 kommen, kann man weiter oben lesen. Und das war noch konservativ gerechnet.
    Aber egal, einige glauben hier tatsächlich, daß man mit Freundschaftspreisen unter Sammlern rechnen sollte. Komischerweise würde mir keiner dieser Leute so einen Nachlaß für die m.M.n. zu geringe Summe von 250 oder 350 überlassen. Und es ist offensichtlich ein Fehler, öffentlich über Zahlen und Preise zu sprechen, das werde ich mir für die Zukunft merken.

    Meist schätze ich deine Beiträge durchaus, aber da ist diesmal doch viel Quatsch mit Soße dabei. Damit meine ich jetzt nicht deine Preiseinschätzung, die mag begründet sein. Aber dein krasser Vergleich mit dem SL ist schon fast bösartig. Ich meine, hier geht es ungefähr um lächerliche 100€ Differenz, und das bei einem Verkauf unter Verwandten, damit der Nachlass in der Familie erhalten bleibt! Ich glaube nicht, dass der Themenstarter den jetzt weiterverkauft und mit dem "fetten" Profit erstmal auf die Malediven fliegt und sich dort zur Ruhe setzt.

    Und ja, ich würde meinem Onkel oder anderen Verwandten sowas billiger verkaufen, wenn es bei ihnen in guten Händen ist. Bei anderen Sammlern würde ich das auch nicht unbedingt tun, aber das war auch kein Verkauf unter Sammlern, sondern in der Familie. Davon abgesehen hat er die Sachen nun auch nicht gerade geschenkt bekommen, der Rabatt liegt gerademal, je nach Werteinschätzung, bei etwa 10 bis 30%. Nur mal so als Hinweis: in dem Rahmen liegen auch die üblichen Gebühren von Auktionshäusern.


    Und nein, über Preise zu reden ist kein Fehler. Ein Fehler ist es, gleich beleidigt zu sein, wenn andere Mitglieder die Preiseinschätzung nicht teilen, sei es jetzt wegen des tatsächlichen Wertes oder wegen der vorliegenden Umstände.

    Das er nicht unbedingt Erbe sein muss, ist mir schon klar, deshalb schrieb ich auch "wenn". Er schreibt ja nun auch, dass er keinen Anteil hat.


    1919

    Ärgere dich nicht und zahle im Zweifel halt noch 100€ mehr, wenn die bucklige Verwandtschaft es so nötig hat. Ist doch die Nerven gar nicht Wert, sich für die paar Kröten noch zu streiten. Ich finde die 350€ unter Verwandten aber eigentlich ebenfalls mehr als ausreichend und habe kein Verständnis für diese Pfennigzählerei der Erben.

    Ja, das ist wirklich tragisch. Irgendwo in der Gegend an einer Waldkreuzung ist noch so eine Stelle, allerdings mit zwei oder drei Gräbern. So genau weiß ich das nicht mehr.

    Anstatt mit solchen Eisenkreuzen sind die allerdings mit Betonstahlhelmen auf Pfählen ausgestattet. Wenn ich da mal wieder vorbeikomme, mache ich ein paar Bilder. Ich meine, die sind auch sehr jung gegen Kriegsende gefallen.


    Gruß

    Schön! Auf der Klinge scheint aber auch etwas Flugrost zu sein. Diesen und das alte Fett würde ich entfernen, da beides die Klinge mit der Zeit schädigen kann. Allerdings ist dabei Vorsicht geboten, denn die Devisenschwärze scheint noch gut erhalten zu sein und das sollte auch so bleiben.


    Gruß

    Die Bilder sind von der Auflösung her echt bescheiden. Ich bin kein Experte für SS-Dolche, deshalb halte ich mich mit einem Urteil lieber zurück. Sofort stutzig macht mich aber die Scheide, die zustandsmäßig gar nicht zum Dolch passt.

    Das Teil sollte man sich lieber ganz genau ansehen.

    Ich frage mich, warum ihr so überzeugt von Skandinavien seid. Ich will das ja nicht komplett ausschließen, allerdings sind die Messingmonturen, die Art der Feuervergoldung, die Lederscheide und auch der Elfenbeingriff ganz typisch für englische Marinedolche und übrigens auch englische Blankwaffen im Allgemeinen aus der Zeit um 1800.

    Hier mal ein schnell zusammengestelltes Sammelsurium englischer Marinedolche aus dieser Zeit aus dem Netz:


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    Das ist kein militärischer Dolch im eigentlichen Sinne, sondern ein handgefertigtes Einzelstück. Ob er dem Fallschirmjäger möglicherweise als eine Art Ehrengeschenk überreicht wurde, ist natürlich nicht auszuschließen.


    Gruß