Beiträge von Einzelfigur

    Leider findet sich auch zu der RBNr 0/0354/0010 kein genauer Hersteller in meiner Datenbank. Anhand der Kreiskennzahl lässt sich sagen, dass es sich um eine Firma aus dem Landkreis Stadtroda handelt.


    Gruß,

    Marco

    Leider bringt uns das nicht weiter. Die Hoffnung war ja, dort ein früheres Herstellungsjahr als 44 zu finden, was eine Nachkriegs Resteverwertung deutlich unwahrscheinlicher gemacht hätte.

    So kann munter weiter spekuliert werden.

    könnte doch sein, das er in französischer Gefangenschaft war und die Franzosen in ihrer Besatzungszone halt ein paar Sparhenkelmänner für Bergbau und Gefangene bauen gelassen haben.



    Gruss christian

    Ich bin mir nicht mehr sicher ob ich das hier im Forum schonmal irgendwo geschrieben habe. Aber wenn man sich die Biografie der Brüder Lachmann anschaut macht die Theorie der Fertigung für Französische Kriegsgefangene als auch für die Saarindustrie durchaus Sinn.


    Guy Kurt Lachmann übernahm von seinem Vater die Leitung der Firma Menesa im Jahr 1931. 1935 emigrierte er zusammen mit seinem Bruder Hans Lachmann nach Frankreich. Dort gerieten beide als angehörige der Französischen Armee in deutsche Kriegsgefangenschaft, konnten jedoch ihre jüdischen Wurzeln verbergen und schlossen sich wieder freigelassen der Resistance an.


    Bevor Guy Kurt Lachmann nach dem Krieg Präsident der Landespolizei Saarlandes wurde, war er Lagerkommandant eines französischen Kriegsgefangenlagers. Hans Lachmann hingegen übernahm die Leitung der Firma Menesa.


    Wenn da irgendetwas benötigt wurde, waren die richtigen Personen an den richtigen Stellen.


    Gruß,

    Marco

    Das ist jetzt ein Stück was meine Theorien wieder ein klein wenig ins schwanken bringt. Wie gesagt, ein interessantes spekulatives Thema.

    Diese Gravur belegt meiner Meinung nach die Verwendung des Kochgeschirrs durch einen deutschen Kriegsteilnehmer.

    Es stellt sich natürlich die Frage wann sie aufgebracht wurde.

    Denkbar wäre, dass dies bereits zu Kriegszeiten geschehen ist und somit meine Theorie widerlegt wäre.

    Allerdings wäre es ebenso plausibel dass dies in der Gefangenschaft geschehen ist, oder sogar noch später, als der Veteran beim nachgehen einer regulären Arbeit sich nochmal seiner Kriegserlebnisse erinnert.

    Das Kochgeschirr ist nicht zufällig gestempelt? Eine frühere Herstellermarkierung als die mir bekannten, würde die Vermutung der Kriegsproduktion deutlich kräftigen.


    Gruß,

    Marco

    Hallo zusammen,


    zur Diskussion warum wieder Aluminium verwendet wurde möchte ich nochmal auf meinen Thread "Das Kochgeschirr 31 und 42, Varianten aus den Jahren 43 und 44" verweisen. Dort habe ich einige Hintergründe beschrieben und bin zu dem Fazit gekommen, dass es ein bewusster Schritt war die Aluminiumversion wieder herzustellen.


    Zu den vereinfachten Kochgeschirren stehen mir leider nicht so viele Informationen zur Verfügung um meine Meinung belegen zu können.

    Trotzdem möchte ich meine Gedanken und Erfahrungen mit euch teilen.


    Ich besitze diese Kochgeschirre in verschieden Varianten.

    Mit und ohne Herstellerstempelung.

    Mit und ohne Einsatz.

    Mit seitlichen Halterungen aus Blech und aus "Aluminiumguss?".


    VKG_01.jpg


    Neben ungestempelten Stücken sind mir die Stempelungen MN44, MN45 und kvu44 bekannt. Ich meine mich zu erinnern auch mal ein OHW gestempeltes Stück gesehen zu haben, mag aber sein dass ich mich da täusche. Belegfotos finde ich dazu keine mehr.


    VKG_02.jpg    VKG_03.jpg


    Bei der Firma MN handelt es um die in Neunkirchen ansässige Firma Metallindustrie Neunkirchen, einem Ort mitten in einer der wichtigsten Bergbau und Stahlindustrie Regionen Deutschlands, dem Saarland. kvu oder auch Rudolf Fissler war ansässig in Idar Oberstein, einer nahe gelegenen Stadt im angrenzenden Rheinland Pfalz.

    In dieser Region


    Ein Bild aus dem Kulturdenkmal "Völklinger Hütte" zeigt Arbeiter in der Nachkriegszeit beim Essen mit eben solchen Kochgeschirren.


    VKG_04.jpg


    Wenn man sich überlegt dass in diesem Betrieb, zu seiner Hochzeit in den 60er Jahren 17000 Menschen arbeitete und während des Krieges in nur diesem einen Betrieb über 12000 Zwangsarbeiter eingesetzt waren kann man sich den Bedarf an solchen Henkelmännern für Arbeiter der Stahlindustrie und des Bergbaus, gerade in der Nachkriegszeit gut vorstellen.


    Ich gehe davon aus, dass nach dem Krieg in den Firmen welche für die Wehrmacht produziert hatten, in vereinfachter Form weiter produziert wurde um den Bedarf einer wieder wachsenden Industrie zu erfüllen. Dabei wurden Restbestände verwertet so lange sie noch vorhanden waren. Das erklärt die gestempelten seitlichen Halterungen.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass mit der Produktion bereits zu Kriegszeiten begonnen wurde, da dafür das Material Aluminium zu wertvoll war.

    Das OKW hatte genügend Probleme damit einwandfreie Kochgeschirre für die Wehrmacht produzieren zu lassen. Die Belegschaft von Betrieben die zum größten Teil aus Zwangsarbeitern bestand dürfte da eine deutlich geringere Priorität gehabt gaben.


    Auch eine Verwendung bei der Wehrmacht kann ich mir nicht vorstellen. Solch ein Kochgeschirr ist meiner Meinung nach wegen des fehlenden Griffes nicht für den Feldgebrauch geeignet und die fehlende Lackierung widerspricht allen militärischen Vorgaben der Wehrmacht.

    Das mögen anfechtbare Argumente sein, aber meiner Meinung nach immer noch besser als die ewige gleiche Leier von der "letzten Fertigung" die meist ohne irgend ein stichhaltiges Argument, daher kommt.


    Zum Ende noch ein kleiner Erfahrungsbericht von mir als spätaufstehender Flohmarktgänger.

    Jeder der im Saarland oder der Pfalz zum Flohmarkt geht wird bestätigen können, dass es diese Kochgeschirre immer wieder zu finden gibt.

    Entweder interessiert sich niemand dafür oder es gibt sie sogar in rauen Mengen, dass selbst wenn ich irgendwann eintrudele noch welche zum Schnäppchenpreis zu haben sind. Während alles andere an Militaria bereits längst den Besitzer gewechselt hat.


    Trotz alldem finde ich diese Kochgeschirre ein sehr interessantes Thema, vielleicht auch gerade wegen den Spekulationen. ;)


    Gruß,

    Marco

    Schöner Fund.

    Bei der ersten handelt es sich um ein früheres Stück, erkennbar an den Aluknöpfen, den doppelten Ösen und dem Netzmuster im Tarndruck. In dem Zustand natürlich nichts besonders tolles. Schau aber mal nach den Stempelungen. Würde der Stempel eines Instandsetzungsbetriebs die Reparatur offiziell machen, wäre sie durchaus interessant.

    Die anderen beiden sind typische Spätkrieg Stücke, hergestellt zwischen 1943 - 45.

    Bei der einen könnte man die Farbgebung der dunklen Seite mit den giftgrünen Elementen als klitzekleine Besonderheit durchgehen lassen.

    Aber alles in allem ist auch das Massenware.

    Die Zustände der beiden ist ok, ohne größere Beschädigungen aber doch weit von top entfernt.

    Wenn vorhanden mach doch mal Bilder von den Herstellerstempeln. Das würde sie in jedem Fall aufwerten.


    Gruß,

    Marco

    Das Stück nennt Sich Tornister 34 und ja, es ist ein Ausrüstungsstück der Wehrmacht.

    Außer den von dir erwähnten Haken an den Schulterriemen scheint auch der kurze Lederriemen zum einhängen ins Koppel zu fehlen, der typisch für dieses Modell ist.

    50€ sind da schon hoch gegriffen. Ist halt Massenware und wenn auch in noch ganz ordentlichem Zustand leider mit Fehlteilen.


    Gruß,

    Marco

    Der genaue Hersteller hinter der RBNr ist mir auch nicht bekannt. Durch die Kreiskennzahl 1166 kann man es aber schon mal auf einen Betrieb aus dem Landkreis Neudek im Sudetenland eingrenzen.


    Gruß,

    Marco

    Könnte es sein das eine RF Nr einem Betrieb mit mehreren Standorten zugewiesen wurde ?

    Nein, damit hat es nichts zu tun. Jeder Standort eines Betriebs bekam zwar eine eigene Nummer, aber das hat nichts mit einem Unterschied zwischen RF- und RBNr zu tun.


    Preiseinschätzungen sind immer schwierig zu machen. Ich bin mir sicher es wird irgendwo ein Angebot geben wo solch ein Paar 400-500€ kostet.
    Andere meinen die sind mit 125-175 gut bezahlt.


    Fakt ist du hast ein paar Handschuhe in sehr gutem Zustand, bei denen lediglich die Schnur scheinbar durchtrennt wurde. Kann es aber auf den Bildern nicht genau sehen.
    Das grüne Tarnmuster ist ein ziemlich seltenes, die Kombination mit regulärem Sumpftarn macht die Handsche sicher für den einen oder anderen Sammler nochmal interessanter.


    Realistisch gesehen halte ich einen Preis von 500 extrem überzogen, für 175€ würde ich sie sofort als Schnäppchen mitnehmen.


    Gruß,

    Marco

    Ein weit verbreitetes Stück im Westen.

    Während von meinen Großvater ein abgewandeltes SG84/98 zum „Bettsäächer“ stechen genutzt wurde, hatte meine Großmutter solch ein zierliches US Messer.


    Gruß,

    Marco

    Schau mal ob du bei der Beriemung der Feldflasche auf der Innenseite des Riemchens am Flaschenhals einen Herstellerstempel finden kannst.

    Habe schon öfters solche Exemplare gesehen die HRE 45 gestempelt waren.


    Gruß,

    Marco

    Hallo Marco

    Warum und wann wurde eine RF nr eingeführt

    Habe das bei Bekleidung so noch nicht gesehen !
    ist der Stempel mit der RF nr eher selten ?
    Gruß

    Christian

    Verschiedene Hersteller haben mit einer RFNr statt RBNr gestempelt. Dabei handelt es sich jedoch eher um eine Ausnahme, dementsprechend seltener sind solche Stempelungen. Meine Recherche zu diesem Thema ist noch nicht abgeschlossen. Da die RFNr dem Aufbau einer RBNr gleicht und ich bisher noch keine Dokumente einsehen konnte in dem die RFNr als etwas eigenständiges dokumentiert wird, gehe ich zur Zeit davon aus dass es sich lediglich um eine andere Bezeichnung für ein und das selbe handelt. Ob diese Bezeichnung jemals offiziell eingeführt wurde kann ich nicht sagen.


    Gruß,

    Marco

    Klasse Arbeit.

    Frag doch wegen des Nebelwerfers mal bei der Wehrtechnischen Studiensammlung in Koblenz an.

    Dort stand vor wenigen Jahren noch ein komplett erhaltenes Stück.


    Gruß,

    Marco

    Traumhafte Handschuhe. Sehr schöner Material Mix. Eine RFNr ist nichts anderes als eine RBNr.
    Hinter deiner versteckt sich ein Hersteller aus Wuppertal. Welcher genau kann ich dir leider nicht sagen.


    Gruß,

    Marco

    Schön, jetzt ist alles wieder sichtbar.

    Aber wie schon gesagt, würde ich auch von der festen Breite in Pixeln weggehen und ggf. die Schriftgröße etwas verkleinern.

    Im Moment hat es gerade bei der Ansicht auf Mobilgeräten unschöne Auswirkungen weil nicht die gesamte zur Verfügung stehende Breite genutzt wird.

    Dadurch entsteht mehrzeiliger Text und das Element mit den Benutzerinfos wird ziemlich aufgebläht.


    Gruß,

    Marco