Beiträge von Einzelfigur

    Die RBNr habe ich zwar schon in meiner Liste, aber trotzdem Dankeschön. Zu dem Betrieb habe ich, außer dass er in Möckernstraße 111 ansässig war und im April 1944 99 Beschäftigte hatte, leider auch keine weiteren Infos.


    Gruß,

    Marco

    Mit einer Zeltbahn hast du da schlechte Karten.

    Es gibt zwar das sogenannte Einerzelt welches aus einer Zeltbahn besteht, die mit der Unterseite am Boden verpflockt und an der Spitze an einem Baum, einer Wand oder ähnlichem befestigt wird.

    Dies dient jedoch lediglich als Wind- und Wetterschutz und ist kein geschlossenes Zelt.


    Gruß,

    Marco

    Hallo,

    schönes Stück bei dem ich die Hände auch aufhalten würde wenn sie vom Himmel fällt. :)

    Sie wurde hergestellt von J. C. Runken & Co im Zweigwerk in Görnau bei Litzmannstadt.

    Diese Variante mit der abwechselnden Knopflochstellung wurde nur von Mai bis Juli 1944 hergestellt.


    Gruß und guten Rutsch,

    Marco

    Hallo,

    die Kochgeschirre haben zwar die gleiche Form, aber baugleich sind sie nicht.
    An den Henkelhalterungen und der Befestigung des Griffs gibt es da schon eindeutige Unterschiede.
    Auf dem Bild sieht es tatsächlich aus als wäre das linke ein deutsches Kochgeschirr. Bei den anderen kann ich es nicht erkennen.


    Gruß,

    Marco

    Hallo,


    herzlich willkommen im Forum.

    Leider ist in den mir bekannten Karten kein Bunker in oder um Trippstadt eingezeichnet.

    In der Westpfalz gab es aber viele Bauten der Luftverteidigungszone die in keinem erhaltenen Kartenmaterial zu finden sind.

    In der Gegend um Trippstadt habe ich mich selbst auch noch nicht umgeschaut.


    Gruß,

    Marco

    Hallo,

    danke für das Lob.

    Leider kann ich auch dir nicht weiterhelfen. Obwohl ich meine Datenbank gerade im Bereich der Lederverarbeitenden Industrie deutlich erweitern konnte, ist mir diese RBNr nicht bekannt.

    Die Kreiskennzahl 0076 steht für den Kreis Rößel, der sich wie von dir richtig vermutet in Ostpreußen befand.


    Gruß,

    Marco

    Schöne Sachen hast du da gefunden. Die blauen Taschen und Rucksäcke sind alle von der Luftwaffe.

    Ein regulärer Luftwaffenrucksack mit schönem Hersteller aus Alzey.

    Ein Luftwaffenrucksack mit Web-Beriemung, hat der auch einen Hersteller oder RBNr gestempelt?

    Der kleinere ist ein Gefechtsrucksack der Luftwaffe, leider scheinen beide Mantelriemen zu fehlen.

    Zu guter Letzt Kleidersack für fiegendes Personal, die ganz große Tasche.


    Gruß,

    Marco

    Ich wäre da sehr vorsichtig. Im Bereich Ausrüstung hat er sehr viel nachgestempeltes im Angebot.

    Keine Ahnung ob das in anderen Bereichen auch so ist.

    Für mich ist das ein Händler dem ich um ihm keinen Vorsatz unterstellen zu müssen, leider jede fachliche Kompetenz in Frage stellen muss.

    Wenn man sich auskennt und den aufgehübschten Rotz sicher erkennen kann, findet man vielleicht was. Aber will man da wirklich was kaufen?


    Gruß,

    Marco

    Das Thema hatten wir doch vor nicht all zu langer Zeit schonmal.

    Für mich ist das ein typischer Sani Tornister aus später Genschow Produktion. Die Nahtspuren des Kreuzes sind ja eindeutig.

    Ob Tornister aus dieser Fertigung die nie ein Kreuz hatten auch als Sani Tornister durchgehen, darüber lässt sich streiten.

    Aber dieser ist einwandfrei, bis auf das leider verloren gegangene Kreuz.


    Weitere Ausführungen im alten Thread.


    Tornister vom Floh


    Gruß,

    Marco

    Hallo,


    du hast recht, die 0 steht für die Reichsgruppe Industrie. Die 0915 ist die Kreiskennziffer und steht für den Kreis Lichtenfels. Die Kreise mit Kreiskennziffern beginnend mit der 09 befinden sich in der Ober-Pfalz, Ober-, und Mittelfranken, sowie einem Teil von Main-Franken. Siehe angehängte Grafik.

    Eine komplette RBNr Datenbank gibt es nicht und wird es wahrscheinlich auch nie geben.

    Ich arbeite jedoch seit geraumer Zeit an einem Projekt das weit über bisherige im Internet kursierende Listen hinaus geht.

    Leider ist das ganze sehr zeitintensiv und ich hinke meinem Zeitplan weit hinterher. Wann es etwas meiner Arbeit zu sehen geben wird kann ich im Moment nicht sagen.


    Gruß,

    Marco


    rbnr_karte_09.jpg

    Hallo,

    entschuldigt bitte die späte Antwort. Letzte Woche fand ich keine Zeit mir das Thema nochmal genauer anzusehen.


    Aus der Herstellungsvorschrift für das Brotbeutelband geht hervor, dass das gesamte Brotbeutelband 120cm lang ist. Davon fallen 20cm auf das kurze und 100cm auf das lange Ende.

    Ich habe selbst mal bei einigen regulären frühen und späten Riemen nachgemessen und komme da +- ein paar Zentimenter auch immer hin.

    Die 105 gemessenen cm am langen Ende von Christian sehe ich da auch noch völlig in der Toleranz.

    Also ist klar, dass der gezeigte vereinfachte Brotbeutelriemen kürzer ist als vorgesehen.

    Da das kurze Band 20cm lang und 3cm breit war und vorschriftsmäßig 4 lagig gefertigt wurde hatte man dadurch ein Stück Brotbeutelstoff von etwa 12cm x 20cm eingespart.

    Nun gehen wir mal zur Anordnung der Oberkommandos der Wehrmacht zur Änderung des Brotbeutels aus dem Jahr 1944.

    Dort steht geschrieben:


    "Um Rohstoffe zu sparen und die Fertigung zu vereinfachen, wird der Brotbeutel wie folgt geändert:.........."

    Die Änderungen die vorgenommen wurden sind uns allen bekannt. Kurz nochmal zusammengefasst:

    - Tragestrippen als feste Schlaufen ohne Knöpfe

    - Hakenstrippe als Schlaufe in halber Breite

    - Tasche für Gewehrreinigungsgerät gefertigt aus Stoffabfällen


    Zu dieser Anordnung hatte der Unternehmer Gustav Schiele aus Loburg gegenüber dem Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion zusammengefasst folgendes anzumerken:


    Zu den geänderten Strippen:


    - Materialeinsparung an Stoff durch Veränderung der Strippen nicht vorhanden

    - Eingespartes Garn der Knopflöcher wird für andere Verarbeitung gebraucht

    - Keine nennenswerte Arbeitserleichterung

    - Vernähung der Strippen nur noch mit schweren Maschinen möglich, kann nicht mehr in Heimarbeit erledigt werden

    - Einsparung von 2 Knöpfen, einem Niet mit Unterlage und einem Brotbeutelhaken.


    Zu der Tasche für das RG34:


    - Kann nicht aus Stoffabfällen gefertigt werden, es werden gesonderte Stoffzuteilungen benötigt


    Vom Oberkommando der Wehrmacht kam darauf die kurze aber eindeutige Antwort, dass auf die Tasche nicht verzichtet werden kann und wenn nicht genügend Stoffabfälle vorhanden sind, Mehrverbrauch an Stoff in Kauf genommen werden muss.



    Dieser im Bundesarchiv nur Bruchstückhaft erhaltene Schriftverkehr bietet uns nur einen klitzekleinen Einblick in die damaligen Abläufe.


    Man wollte etwas zum Wohle der Truppe verbessern (Tasche für RG34), musste aber gleichzeitig versuchen möglichst Material zu sparen (Vereinfachung der Schlaufen). Dabei heraus kommt etwas was zwar auf der einen Seite dem Truppenwunsch nach der separaten Tasche entspricht, auf der anderen Seite die Verwendung des Brotbeutels aber stark erschwert, da er vom Koppel nur noch nach Abnahme der Patronentaschen entfernt werden kann.

    Eine gewünschte Rohstoffeinsparung ist nicht wirklich vorhanden und die Fertigung wird eher erschwert denn vereinfacht.

    Nichts desto Trotz muss das so gemacht werden.


    Es ist anzunehmen dass im Nachhinein tatsächlich noch versucht wurde den Materialmehrbedarf zu minimieren.

    Eine Kürzung des Brotbeutelriemens, die eben den benötigten Stoff für die Tasche einspart halte ich da gar nicht für unwahrscheinlich.

    Auffällig ist auch, dass diese vereinfachten Brotbeutelriemen scheinbar gar nicht mehr aus Brotbeutelstoff gefertigt wurden, sondern auf andere Materialen zurückgegriffen wurde. Das heist es wurde sogar noch mehr Stoff eingespart als benötigt wurde.


    Dies kann nicht als Beleg für die Fertigung des sogenannten M44 Brotbeutelriemen gelten, aber rückt meiner Meinung nach, dessen Existenz durchaus in den Bereich des möglichen.


    Gruß,

    Marco

    Das sogenannte Hauszelt aus 16 Zeltbahnen ist das größte in der Dienstvorschrift beschriebene Zelt aus Zeltbahnen. Dort ist auch beschrieben, dass um dieses Zelt zu bauen eine etwa 3 Meter lange Zeltstange aus Behelfsmaterial zu verwenden ist.


    Die Zelte konnten aber auch noch bedeutend größer gebaut werden. Die Möglichkeiten mit weiteren Zeltbahnen anzuknüpfen waren theoretisch unbegrenzt. Ich habe schon öfter Konstruktionen aus 36 Zeltbahnen gesehen. Das größte Zelt das ich bisher kenne wurde aus 60 Zeltbahnen gebaut.


    Gruß,

    Marco

    Das sind schon merkwürdige Teile. Die Erklärung mit, das wurde so gefunden, wie so bei vielen anderen Dingen auch alles andere als ein wirklicher Beleg.

    Lasst uns doch mal weiter analysieren. Angenommen die wurden tatsächlich so zusammen mit dem 44er Brotbeutel Modell ausgegeben, was erreicht man damit?

    Man spart bei der Herstellung des Riemens keine Metallteile. Beide Haken, beide Nieten, die Schnalle und die Schlaufe werden weiterhin benötigt.

    Auch eine Lederersparnis gibt es nicht.

    Das einzige was wegzufallen scheint ist der Stoff für das 20cm lange kurze Stück des Riemens.

    Damit werden aber auch die Riemen 20cm kürzer, war das so gewollt?

    Oder wurde etwa das lange Stück dafür verlängert?

    Kannst du mal nachmessen wie lange er insgesamt ist?


    Gruß,

    Marco