Beiträge von Schmitter

    Danke für das detaillierte Foto des Bodenfundes. Es sieht für mich gut aus. Daher sollte es also die Ätzung gegeben haben, auch wenn das Messer eine andere Form hat. Zum Trägerfoto ist nur zu sagen, dass es lediglich beweist, dass dieser Messertypus in Verwendung war, was wir schon vorher wussten, mehr aber nicht. Mehr noch: Ich finde das Messer angesichts des Fotos mit dem Koppelschloss noch verwirrender, da der HJ-Jüngling ein SA-KS, Insignien der HJ und eine geätzte Devise von der SS auf der Klinge trägt. Das mit dem "ss" bleibt für mich dennoch nicht nachvollziehbar. Mir ist kein Fall bekannt, wo etwaige offizielle/semi-offizielle Ausrüstungsgegenstände oder Orden/Abzeichen mit Bezug zur SS in der Form geschrieben worden wären.


    Für mich ist das zu viel, um es glauben zu können. Aber, jeder mag gerne tun und lassen, was er möchte.


    Ich schließe die Existenz nicht aus, aber ich sehe keine eindeutigen Belege. Ich habe schon gesehen, wie namhafte internationale Händler und Sammler ins Klo gegriffen haben und es nur durch die Pliestspuren entdeckt wurde als Fälschung. Bei Exoten gebe ich leider nicht viel auf Namen – aus Erfahrung.

    Hier ein Bodenfund zum Überzeugen,


    Gruß Emil

    Tut mit Leid, aber das ist ein anderer Messertypus. Die Proportionen stimmen nicht. Mehr kann man anhand dieser unscharfen Fotos nicht sagen. Das Foto könnte beweisen, dass es diese Devise gegeben haben könnte, mehr leider nicht. Schade, dass das "ss" nicht mehr erkennbar ist; ferner auch die Griffätzung, insofern überhaupt eine solche vorhanden war.


    dragoner08: Auch damals beherrschte man schon die Grammatik. Man kann die Regeln auch heute noch nachlesen und dass einige Analphabeten sich ungrammatische Banderolen fertigten, beweist gar nichts – außer dass sie der deutschen Sprache nicht mächtig waren. Wäre übrigens nicht der erste Fake, der wegen des langen s aufgeflogen wäre. Zum Thema "geballte Kernkompetenz": Argumente sind Trumpf und nicht Wunschdenken.


    Trägerfoto habe ich gelesen? Das würde doch helfen. Wo ist es? Wo ist jetzt genau der Beweis, dass es Original ist?


    restaurierte Rostnarben ....

    HJ und SS Devise auf einem Messer ....

    Messertypus des 1. Weltkrieges ....

    ungrammatische Devise (damals wusste man noch etwas mit Orthographie anzufangen) ...


    Mich interessieren Fakten und nur diese zählen. Im englischsprachigen Raum redet man häufig von Red Flags, hier haben wir ein Familientreffen dieser Fragezeichen.


    Es wird euch vollkommen egal sein, was ich denke, aber trotzdem würde ich um das Trägerfoto bitten. Gerne lasse ich mich eines Besseren belehren, aber bitte argumentativ und nicht rhetorisch.


    Ich habe kein Problem damit einzugestehen, dass ich falsch lag und wieder etwas dazugelernt habe, aber im Moment sehe ich keine Veranlassung dazu.

    Zu allem, was schon gesagt wurde, gebe ich noch Folgendes zu bedenken: "heisst" schrieb man auch damals schon "ſs". Glaubt ihr, dass die verschiedenen Hersteller dieses Messers Analphabeten waren? Es spricht alles gegen die Echtheit, aber wie gesagt, jeder kann glauben, woran er will. ich würde mir ein so zweifelhaftes Stück nicht in die Vitrine stellen.

    Oft habe ich mich in meinem 40-jährigen Sammlerdasein toller Dinge erfreut, die auch ein "Ron" und "Thomas" für echt hielten, sich dann aber als grandiose Fälschungen erwiesen. Niemand ist vor Irrungen gefeit. Es bleibt dabei, dass die Rostnarben und die mangelnde Vergleich der Ätzungen verschiedener Hersteller dieses Messer-Typus mich irritieren. Ich wäre nicht so sicher, wie du es zu sein scheinst.


    Wenn es dich nicht stört, dass an einer sonst super erhaltenen Klinge mutmaßliche Rückstände einst tieferer Rostnarben vorhanden sind, dann soll es mich auch nicht stören.

    Ich würde auch gerne detaillierte Fotografien der Ätzungen von Griff und Klinge anderer Hersteller dieses Messer-Typus sehen. Dann kommen wir ganz schnell dahinter, was es mit den Messern auf sich hat.

    Könnte ich bitte scharfe Detailfotos von den mutmaßlichen Rostnarben oberhalb von "Ehre" und unterhalb von "Treue" haben? Diese irritieren mich sehr an einer Klinge, die sonst fabelhaft erhalten ist. Vielleicht sind es auch keine verschliffenen Rostnarben, wie es auf dem ersten Blick erscheint. Gleiches gilt für die Klingenspitze der Rückseite. Dort sehe ich auch eine Anzahl solcher mutmaßlicher Rostnarben. Sollte es nämlich so sein, dass es Reste von einst tieferen Rostnarben sind, dann drängen sich einige Fragen bezüglich dieses Messers und der wunderbar erhaltenen Devise auf.


    Ich selbst habe ein solches Messer noch nicht gesehen, aber dafür kenne ich mich ein wenig mit Bearbeitungsspuren aus.

    Eine sehr schöne Interims-Attila, von der ich auch 2 Stück habe (+ Hosen, bei denen das Wort selten bei Weitem nicht ausreicht) und dazu noch eine Kinderausführung mitsamt passender Kavalleristen-Weste. Ich sammle seit jeher Braunschweig und da gibt es wirklich sehr schöne und seltene Stücke. Einige sind so selten, dass keine bis kaum Literatur dazu vorhanden ist: Bspw. Braunschweiger Landgendarmerie, Forst oder Jägerbataillone. Wunderschöne Uniformierungen um 1800 - 1830. Das sind wirklich irrsinnig seltene Sachen – würde man wohl in 5 Leben vielleicht ein Mal sehen. Für meinen Sanitäter um 1815 habe ich Jahrzehnte kämpfen müssen, bevor ich ihn haben konnte. ^^


    Oder die prächtigen Gala-Anzüge der Braunschweiger Staatsbeamten mit den silbernen Knöpfen mit Krone und W. Man mag mal versuchen, einen von diesen Knöpfen aufzutreiben. Leider hat vor Jahren ein werter Herr dieselben dazu benutzt, um Fantasie-Koppelschlösser herzustellen. So nebenbei gesagt.


    Braunschweig ist ein tolles Sammelgebiet.

    Für mich mag der Ring bis 1945 hergestellt worden sein, dafür spricht auch die geringe Legierung von 333, die typisch für die Zeit war. Oft zu sehen an zeitgenössischen Herrenringen mit teils Brillanten niedriger Qualität. Der Ex-Siegelring könnte zeitgenössisch sein, auch wenn das Design eher schon in die 50er-Jahre verweist.


    Meines Erachtens nach war da mal eine Onyx- oder Glasplatte drin oder dergleichen, die dann ausgebaut und dieser Eigenbau-TK eingesetzt wurde. Der TK entspricht nicht einmal der Mindestanforderung an eine Juwelierarbeit.