Beiträge von RoterJaeger25

    Grüß Euch, habe die 20€ überwiesen kurz bevor der Beitrag erhöht wurde, soll ich jetzt die 5€ nochmal zusätzlich überweisen oder wird das dann erst beim nächsten Mal fällig?


    Gruß Jakob

    Also, das Etikett ist schlecht lesbar, aber ich lese da eher Riedl Gf (für Gefreiter, die Uniform dürfte mitbefördert sein, wäre nicht unüblich) und nach dem Gf 48 also Konfektionsgröße. Nachdem die Leute damals etwas kleiner waren könnte das gut hinkommen. Friedl und Riedl sind 2 häufige Namen, Friedl gibts aber keinen Leutnant bei einem FJB, Riedl würde es 3 geben die in Frage kommen würden:

    Riedl Eduard FJB25

    Riedl Rupert 4 TKJR

    Riedl Friedrich FJB8


    Es ist und bleibt halt so, dass auch die Kaiserjäger kein Edelweiß trugen, auch wenn theoretisch ein Kaiserjäger in Betracht kommen könnte. Die Uniform passt du den TKJR bzw. FJB mit den goldenen Knöpfen, Landwehr-Infanterie hatte silberne, allein darum finde ich scheidet das Edelweiß aus. Wenn ich mir die beiden Edelweiß genau ansehe sind sie auch vom Design unterschiedlich, Unterlegstoff hat einen anderen Farbton etc. Also die Uniform halte ich für gut, die Edelweiß übrigens auch, aber ich denke, dass sie mit den Edelweiß aufgewertet wurde und dass die ursprünglich nicht dran gehören. Wenn wurden schon paarige Edelweiß verwendet.


    Man kann ja sagen was man will, aber es gab im Reich verteilt genügend Ausstatter, ich bezweifle dass sich ein Kaiserjäger eine Uniform in Wien kaufen musste. Das FJB8 war in Villach was auch weiter weg ist (und ein lustiger Zufall weils meine Heimatstadt ist), das FJB25 hingegen hatte die Garnison in Wien, was sehr gut passen würde. Insofern wäre der Lt. Eduard Riedl meiner Recherche nach der wahrscheinlichste Träger.


    Gruß Jakob

    Übrigens, der Schematismus 1918 wurde im Frühjahr 1918 herausgegeben und behandelt also die Zeit bis zu diesem Zeitpunkt, da ist Matzenauer noch mit Militärverdienstmedaille bronze m.S., silberner Tapferkeitsmedaille 2.Klasse und Karl-Truppenkreuz geführt. Also muss er quasi in einem guten halben Jahr die MVM silber m.S., EKO Ritter 3.Klasse mit S. und Verwundetenmedaille für 3-fache Verwundung verdient haben. Für eine Leutnant hochdekoriert der Herr. Das EK2 müsste am Bilder aber hinter den anderen Orden hängen da er den Rest da schon bekam, dass er ganz zu Kriegsende noch EK2 und EK1 bekam finde ich eher unwahrscheinlich. Eventuell gehören die nicht zum Nachlass und und wurden nur zum aufwerten dazugelegt.

    Informationen dazu bekommt man eventuell im Staatsarchiv.


    Gruß Jakob

    Meiner bescheiden Meinung nach kann das Etui durchaus Matzenauer gehört haben. Diese haben sich die "Unterschreiber" tlw. gegenseitig zur Erinnerung geschenkt.

    Ich rede nicht vom anfangs vorgestellten Etui (Wobei ich es auch hier eher unwahrscheinlich finde, dass es Matzenauer gehört), sondern von dem Etui, welches in dem Restnachlassdabei ist, das mit gekröntem Monogramm OM.


    Gruß Jakob

    Habe jetzt bisschen den Schematismus durchforstet, ich bezweifle, dass man viel zu der Batterie findet.

    3 der Namen konnte ich eindeutig zuordnen:

    Otto Matzenauer als Leutnant beim Festungsartillerie Regiment Nr.2

    Hermann Larisch als Hauptmann bei der Autotruppe (dürfte befördert worden sein)

    Karl Bein als Oberleutnant der Reserve beim Festungsartillerie Bataillon Nr.5


    Die Daten stammen aus dem Schematismus 1918 der das Jahr 1917 behandelt bis Frühling 1918 glaube ich.

    Anscheinend dürften Offiziere von verschiedenen Einheiten zur Batterie abkommandiert worden sein wie es nicht unüblich war, hauptsächlich logischerweise FAR.


    Gruß Jakob

    Habe mich nicht persönlich angegriffen gefühlt, keine Sorge! Genau meine Meinung, kann dir da voll und ganz zustimmen. Finde es einfach wichtig möglichst alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, ein eindeutig passendes Set gefällt mir zumindest am Besten. Wenn ich die Stück jetzt nicht direkt aus einem geschlossenen Nachlass erwerbe, wo natürlich nichts geändert wird, dann versuche ich immer Sets zu bekommen wo z.B. Hersteller im Etui und Hersteller der Auszeichnung zusammen passen, etc. Wenn man die beiden Stücken getrennt Erwerben würde würden vermutlich die meisten sagen, dass das Kreuz vielleicht in dem Etui gelagert worden sein könnte, aber eigentlich nicht zum Etui passt.


    Das schöne ist ja, dass wir alle eine freie Meinungen haben und es anders sehen, ich respektiere da jeden und will auch niemandem meine Ansichten aufdrängen.


    Gruß Jakob

    Wenn mich nicht alles täuscht ist das FR für Gebrüder Friedländer, Berlin. Schönes EK.


    Übrigens, mit gebogen habe ich auch nicht gemeint, dass es nachträglich gemacht wurde...


    Ich meine auch nicht, dass man es ersetzen muss, wollte nur seine Frage beantworten welches EK ins Etui passen würde. Und wenn er es ohne Trägerbezug bekam kanns genau irgendwann rein gekommen sein....


    Gruß Jakob

    War gängig wenn die Einzelspange zu lange war. Es handelt sich um einen hochdekorierten ehemaligen österreichischen Offizier, müsste adelig gewesen sein. Hast du einen Namen dazu?


    Gruß Jakob

    Den Rangsternen nach ist es ein Leutnant, da gibts nichts dran zu rütteln. Die Sache ist die: meines Wissens nach trug das Edelweiß nur die LW-Gebirgstruppe, nicht aber die regulären Jägerregimenter, zu denen ja auch die Kaiserjäger zählten. Und die Uniformen der LW-Gebirgstruppe hatten einen ganz anderen Schnitt. Meine Vermutung wäre gewesen, dass jemand mit den Edelweiß einen Jägerrock aufwerten wollte. Deshalb frage ich nach dem Namen, dann könnte ich im Schematismus nachsehen wo der betreffende gedient hat...Eventuell bekommst du ein scharfes Foto des Etiketts hin, und man kann versuchen es zu entziffern. Ich kann ja nach mehreren Möglichkeiten suchen...


    Gruß Jakob

    Zu Scheide und Tasche: Die Tasche ist mMn auch kein Stück aus der Monarchie, mit der Form kenne ich sie eigentlich nicht. Dürfte eventuell auch aus der Zwischenkriegszeit sein. Der Haken ist schwierig durch das zerkratzte, aber nachdem die Stempel recht deutlich und tief geschlagen wurden würde ich mal behaupten, dass sie eventuell unmarkiert war, zumindest erkenne ich unter den Kratzern nichts was auf einen Stempel hindeuten könnte. Am Besten sieht man das natürlich wenn man das Stück in der Hand hat.

    Mal die Abnahme außen vor gelassen, da ich zu der nicht viel beitragen kann, wäre es aber ein glaubhaftes Set aus der Zwischenkriegszeit für mich wo ich keine Zweifel an der Originalität habe und mir eine Weiterverwendung durchaus gut vorstellen kann.


    Gruß Jakob

    Zu Scheide und Tasche kann ich nichts sagen, die sieht man nämlich auf den Bildern nicht. Scheiden von OEWG sind aber in der Regel auch dementsprechend markiert. Soweit ich weiß wurden die M95 auch ach dem Anschluss weiterverwendet. Das Logo kenne ich so eigentlich nur von Stücken aus der Zwischenkriegszeit, die nicht sichtbaren Nieten der Parierstange sprechen auch für eine spätere Produktion oder eine Überarbeitung. Ich weiß nicht ob und wie die Stücke dann abgenommen wurden und ob das so korrekt ist, aber prinzipiell würde die Möglichkeit schon bestehen würde ich sagen.

    Auf alle Fälle eine interessante Variante die man nicht alle Tage sieht.


    Gruß Jakob