Beiträge von friedrichheinrich

    Ich habe mal Goldbronze/Silberbronze mit stinknormalem Verdünner und feiner Stahlwolle gut runterbekommen. Für die Fischhaut kann man eine alte Zahnbürste nehmen, die man auf 3 mm gekürzt hat, dann ist die auch hart genug, aber sie tut dem Leder (nichts anderes ist das ja) nichts. Das Leder ist dann natürlich super entfettet, so daß man gut dran tut, es schlicht wieder etwas mit einzuölen. Ging recht unkompliziert.

    Diese z.B.:
    https://www.chrono24.de/rolex/explorer--id13717604.htm

    Die kleinen Explorer sind nicht sooo gesucht und daher auch nicht so völlig abgedreht im Preis. Sieht nicht so typisch aus wie ne Rolette und ist ohne weiteres alltagstauglich. Aber Achtung: Bei gebrauchten Rolexen wird mindestens so viel gepfuscht wie bei Dolchen, dasselbe gilt für Omega. Daher gilt: nur von vertrauenswürdigen Händlern kaufen, Finger weg von ebay Kleinanzeigen als Anfänger. ansonsten vielleicht noch eine 20 Jahre alte Omega Speedmaster Professionel oder wenn du eine ergattern kannst (musst aber echt suchen) eine Omega Railmaster in 36 mm.

    Wenns vielleicht doch ne Militäruhr sein soll: eine Tutima-BUND oder ein Junghans Fliegerchrono (letzterer ist aber eher begrenzt was für alle Tage); ist beides noch so halbwegs bezahlbar.

    Ansonsten noch eine Seiko Marinemaster, die muss man aber mögen. Dürfte für meine Begriffe auch recht wertstabil sein.

    Für meine Begriffe ein preussischer Ari-Extrasäbel, späte Tragevorrichtung mit 1 Ring. Die "Truppenstempel" stören nicht, gibt es öfters. Auf dem Klingenrücken findet sich wahrscheinlich keine offizielle Abnahme, oder?
    Ob das Portepee dazugehörig ist, überlasse ich den berufenen.


    VG


    Andreas

    Hallo,

    ich glaube, daß man das Stück zeitlich (Anfang oder Ende 19 Jh.) nur hinsichtlich der Fertigungsmethoden einordnen können wird. Die Originalstücke sind so selten und für meine Begriffe auch nicht homogene "Massenfertigung", daß der Vergleich mit einem nachgewiesenen Original Erfolg bringen kann, aber nicht muss, da es sicherlich auch individuelle Anfertigungen gab. Da wird man schauen müssen, ob das Garn und das Wachstuch eher von 1800 oder von 1900 sind. Vielleicht kann da beim Deutschen Hutmuseum in Lindenberg/Allgäu jemand weiterhelfen oder beim Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik in Mönchengladbach (dort kann man wohl auch auf "Textilrestaurator" studieren).

    Moin,

    beim 2. Paar dachte ich erst an Marine-Seestiefel (Mod. 2000), die sind aber zwiegenäht und die Sohlen sind ähnlich, aber nicht genauso. Habe ich sogar noch dienstlich geliefert zu Hause, quasi unzerstörbar.
    Ich erinnere mich aber noch gut an meinen Wehrdienst 1979. Ich hatte ein Paar niegelnagelneue Knobelbecher Mod. 57 und musste schmerzhaft lernen, daß die "Hartgummisohlen" in Verbindung mit den Stoßbeschlägen auf gebohnerten Fluren oder auch auf nassem Asphalt verflixt glitschig waren. Diese Probleme hatten meine Kameraden, die die neueren Gummisohlen hatten, nicht. So wie ich es sehe, sind das solche, d.h. 57er mit Gummisohlen als Bordstiefel für die Marine. Wir hatten noch zusätzlich die braunen geschnürten Kampfstiefel und für den Borddienst noch die braunen Segeltuchschuhe
    https://www.mbertram.de/archiv/detail/index/sArticle/9772 (das sind KEINE KM-Schuhe!!!). Ich habe mich schon so oft geärget, daß ich die wieder abgegeben habe (damals musste Schuhwerk noch abgegeben werden)...
    VG
    Andreas

    1. Bayern oder süddeutsch, bin mir aber nicht sicher

    2. IOD neue Form

    3. WH Einheitssäbel

    4. Rest eines Kavalleriesäbels M1889


    zu 1 wage ich keine Einschätzung, 2-4 würden mich jetzt nicht sooo vom Hocker hauen.

    Oooch, den Tschako nehm ich gerne8)8)8)
    im Ernst: Glückwunsch!
    auf die schnelle: grundsätzlich ab 1813 möglich, wobei ich gelesen habe, daß das Kreuz eigentlich weiß war und eine Nationale (die Pflaume obendrauf) oder eine Kokarde gehört eigentlich auch noch dran, aber wer weiß das schon genau, ob das zu der Zeit alles sooo einheitlich war. Die hohe Form scheint es aber bei den Landwehreinheiten auch gegeben zu haben. Von der Zeit her wahrscheinlich das erste viertel des 19. Jh, später wurden die Kopfbedeckungen doch deutlich zierlicher.



    VG


    Andreas

    Ist für meine Begriffe eine Art Ullr mit Tiroler Adler. Eher sondern ein Glücksbringer für Bergsteiger, der aber auch in der Gebirgstruppe weit verbreitet war. Die Gams könnte auf die 5. Gebirgsdivision hinweisen, vielleicht wurden diese Anhänger in Eigenregie bestellt.

    Die Öse für die Fingerschlaufe scheint nicht drehbar zu sein, ist eher bei den früheren Stücken so (hab ich mir sagen lassen).

    Wie sieht das untere (zur Spitze hin) Drittel der Klinge aus? Schneide noch jungfräulich?
    Ich frage, weil die Offizierswaffen durch aus bei einer Kampagne zu Einsatz gekommen sind, während beim normalen Dienst wohl eher

    die Interimssäbel (Löwenkopf) getragen wurden.
    Nicht daß wir uns falsch verstehen: ich bin in Punkto Blankwaffen auch nicht der Super-Fachmann, aber ich habe neulich quasi den Zwilling
    "geschossen" und diesen im Blankwaffenforum vorgestellt, die Info´s sind von dort.
    Zur Reinigung: Auch wenn ich gesteinigt werde: Wasser und Seife hat noch niemand geschadet (blos vielleicht das Griffleder abkleben), wobei

    natürlich danach eine gründliche Trocknung erfogen sollte. Danach die Reste mit Waffenöl und einer alten Zahnbürste, deren Borsten auf 3-4 mm gekürzt wurden entfernen und schauen, wie es dann aussieht.
    Klar würd ich das mit einem superseltenen preussischen Husarensäbel von vor 1800 eher nicht machen (nur abstauben), aber sooo selten siend die 1852er ja nun auch nicht.

    Hallo,

    ich vermute, daß der Säbel etwas älter ist. Die sog. Solinger Rose auf dem Klingenrücken ist vermutlich eher gegen 1800 im Gebrauch gewesen. Die Klingenverzierung (gold ist noch etwas zu sehen, blau eher nicht, muss auch nicht, da gab es alles. Was der Kunde bestellt, wird gemacht) weist auf einen Offizier hin. Messingscheiden sind auch eher ein Hinweis auf das 18. Jahrhundert.

    P.S.: vielleicht in den Blankwaffenbereich verschieben?

    Guten Abend,

    die Scheide sieht sehr nach eine für einen englischen 1796 light cavalry aus, die wurden teils auch gestempelt. Für einen 1811 "Blücher" ist sie nicht, da passt die Stempelung und das Schleppblech nicht.
    Die Waffe gehört da sicher nicht dazu. Die Stempel sind definitiv arabisch oder persisch, aber weiteres....?

    Wie schon gesagt: das Zerlegen allein reicht nicht, die Klinge muss getrennt vom Griff und beide Gegenstände jeweils zugriffsgesichert aufbewahrt werden. Etwas anderes hat das BKA bislang nicht ausgeführt. Für einen anderslautenden Nachweis wäre ich natürlich dankbar.

    Es war damals Bestandteil in unserer Waffensachkundeprüfung und stand auch so mein ich im Blankwaffengesetz! Ob und wie es geändert/gelockert wurde entzieht sich meiner Kenntniss. Streng genommen Ja ! Du nimmst ein Nunchaku auseinander und leg es auseinander auf den Tisch:verboten. Du nimmst baugleiche Teile:erlaubt. Ich nenn mal 2 Beispiele. Luftgewehr mit ca. 8,9 Joule laut Waffenliste. Also knapp über erlaubte 7,5. Das Ding war uralt und mehr als Seifenblasen ging wohl auch nicht mehr.Tatsächlich sicher unter 5 Joule. Der es sich an die Wand gehängt hat ist er aufgrund einer Vorstrafe eingefahren. Es kam nicht darauf an was man damit machen konnte oder nicht sondern streng nach möglicher Vorgabe! Oder ein Waidbesteck neben einem fast gleichmaßigem Bajonett. Das eine ist eine Waffe und auf den meisten Börsen verboten und das andere ist einfach Werkzeug.

    BW Mun. z.B.die spezifisch nur für den Bund hergestellt wurde, gehört dem Bund. Egal in welcher Form und strengenommen ist auch der Besitz abgeschossener Patronen speziell die Üb.Mun. verboten ! Kommt mal davon runter das was uns als Sammler nicht logisch erscheint auch nicht logisch ist oder sogar durch unsere Einschätzung gar wieder erlaubt! Es ist sowohl logisch! Für den bestimmenden Gesetzgeber! Der will einfach das Zeug weg haben! Egal wie und mit welchen fadenscheinigen Argumenten und Mitteln. Es ist einfach ein Politikum ! Irgend Jemand läuft mit einer Waffe vom Vater( ob angemeldet oder tatsächlich schwarz egal) amok! In Jahren darauf werden mehrfach die Waffengesetze für Gesetzestreue bis ins Unsinnige verschärft/verändert. Jeden Tag aktuell seit Jahren irgendwo Vergewaltigungen, Morde, Körperverletzungen durch nachweislich Immigranten. Was passiert:nichts ! Sollte nicht politisch werden aber das Beispiel ist einfach zu treffend. Es geht schon lange nicht mehr um Recht und Gesetz sondern nur noch um mögliche Handhabung und Durchsetzung von kleinhaltenden Maßnahmen. Natürlich ist viel auch eine Auslegungssache und Verhältnissmäßigkeit der Mittel. Denkt mal drüber nach. Mich kotzt es genauso an aber ein bisschen Umsicht beim zeigen von zweifelhaften Stücken kann nicht schaden. Mit freundlichem Sammlergruß TD

    Guten Abend.

    Auwei, da geht ja vieles durcheinander:

    -Es gibt kein Blankwaffengesetz in Deutschland, nur ein Waffengesetz.

    -wenn man ein Nunchako auseinandergenommen auf dem Tisch liegen hat, kann es in der Tat Ärger geben, wenn es sich ohne Wezeuge wieder zusammensetzen läßt. Deshalb sind ein Fallmesser und die Klinge auch separat aufzubewahren.

    -Ein altes Luftgewehr (ohne F im Fünfeck) mit mehr als 8,5 J ist frei ab 18, die alten Waffen haben Bestandsschutz, aber eine neues mit mehr als 7,5 J bedarf gnadenlos einer WBK, d.h. er hätte sich ebenso einen scharfen Simomov Selbstlader an die Wand hängen können, den kann man auch nur auf einer grünen WBK besitzen und der muss auch in den Schrank und darf keinesfalls an die Wand.

    Waidblatt oder gleich langes Bajonett ist klar: das eine ist ein Werkzeug und führbar für Jäger, das andere ist eine Waffe und führbar nur mit besonderer Erlaubnis.

    Das mit der BwMun ist ein alter Hut und kann so nicht stehen gelassen werden. Der Bund verkauft wie alle anderen Armeen auch seine Altbestände als Surplus-Munition in z.B. .308win, die früher im G3 verschossen wurde. Diese Munition kann man (auch in Deutschland) kaufen, auf dem Stand schießen und eben auch eigentumsmäßig erwerben.

    Ab da bin ich völlig Ihrer Meinung.

    Schönen Abend

    Andreas

    deshalb 50 Grad im Backofen. Das macht nichts.

    Wer mal in Sekundenschnelle ein Stück Leder ruinieren will, der trägt Leder fett auf und packt es in die Mikrowelle. Ich hab das mal mit einem schon ziemlich fertigen Gürtel gemacht, das Ergebnis war überwältigend: von jetzt auf gleich um 200 Jahre gealtert, Knochenmark und verkrumpelt.;(