Beiträge von Juan

    Weil ich es so entschied. Die frei liegende, der Witterung ausgesetzte Füllung.....

    Entschuldige das ich wieder blöde frage....freiliegend??? Heißt das, es lag seit ende des WW2 frei und niemand hat das jemals bemerkt?

    Kommt das bei euch öfters vor oder ist das jetzt ein Ausnahmefall?

    Beste Grüße

    Das sieht mir wie ein weiterer Abnahmestempel aus, die Krone ist gut erkennbar.

    Nur auf dem Griffholz gehört die definitiv nicht.

    Lässt sich jetzt spekulieren warum.

    Beste Grüße

    Ist für mich ein schöner Grabendolch.

    Die Abnahmepunze ist ein gekröntes "D" es gab auch ein gothisches gekröntes "C".

    Die Grabendolche waren zur Verendung im Heer.

    Beste Grüße

    Erst einmal vielen, vielen Dank für die konstruktiven Beiträge.

    AndyB, ich stimme Dir zu deinen oben genannten Vorschläge absolut zu. Die Recherche in Bulgarien wird sich schwierig gestallten durch die Sprachbariere aber einen Versuch wäre es wert.

    Bleibt alle gesund!

    Beste Grüße

    Andi

    Hallo AndyB,

    ein sehr interessantes Thema, nicht?

    vielen Dank für deine Ausführungen, die interessant sind. Natürlich ist die von Dir oben gezeigte "Gravur" absoluter Blödsinn, da stimme ich Dir zu 1000% zu. Solch einen Blödsinn findest Du sehr häufig bei original Bajonetten uns so weiter, wo versucht wird Geld zu machen.

    Gerne teile ich meine Gedanken mit Dir:

    -ist es kein hochgradiges messer, in ausfuehrung schlampig gemacht wie zu Bulgarien stimmt, sehe deine Bilder von Knauf


    Sehe ich anders, siehe Nr. 1. Die aufgeschweißten Blechprägeteile sind sehr sauber aufgeschweißt und verputzt, ebenso sitzen die Griffschalen absolut plan und bündig im Heft. Genauso ist die Klinge sauber gearbeitet. Bei Nr. 2 ist das Alter anzusehen und die schwarze Brünierung ist durch Verschleiß vergangen, da ist es natürlich, das man die einzelnen Teile sehr gut erkennen kann (auch bei einer deutschen Fertigung). Mit der schlampigen Verarbeitung, die Du als für Bulgarien typisch beschreibst, stimme ich Dir im Allgemeinen gefühlsmäßig zu. Und spricht es eher für mich für eine deutsche Fertigung zumal, mit allem Respekt Bulgarien, am Vorabend des Krieges zu den rückständigsten Ländern ohne nennenswerte Industrie in Europa gezählt hat (Quelle Internet)


    -sollte man irgendwelche prototypen oder archiv dokumente verstecken, was ist das bitte ein V2 projekt?


    V2 Projekt ist mir persönlich unbekannt. Auf welche belegbaren Quellen stützen sich die Autoren der Bücher? Welche amtlichen oder Fabrikdokumente gibt es, die man Vorlegen kann? Bislang ist kein einziges Dokument vorgelegt worden. Auch nicht vom bulgarischen Militärhistorischen Museum in Sofia, das auch bulgarische Messer zeigt.


    -keine raritaet am bulgar oder balkan forumen haufig aufzutreffen, viele sammler Freunde aus Russland haben solche ist kein raritaet, wo moeglich nur auf west market? ist eine nachkriegs Sache also total uninteressant fuer viele sammler


    Was ist häufig? Ich habe international 39 Angebote im Internet recherchiert. Die Aussage mit Rarität bezieht sich auf den deutschen Sammlermarkt. Wenn es häufig vorkommt, welches war die gesamtproduzierte Stückzahl? Man sollte doch dann davon ausgehen, das es irgendeinen offiziellen Beleg gibt, leider ist nichts darüber bekannt.


    - dazu gibt es bestimmt archiv dokumente und Buecher wie ich gezeigt habe,Bogdanovic, weitere autoren, Kazazjan ist experte in balkan sachen, darum hat es auch buecher geschrieben, das ist nicht Halasz oder Lubbe, wenn Du diese deutsche Buecher durchliest da sind grobe fehler dabei


    Das sollte man bei einer bulgarischen Fertigung wohl annehmen aber wie schon geschrieben liegt nichts offizielles von bulgarischer Seite vor. Wenn nun in einem osteuropäischen Buch ohne offiziellen Beleg dafür behauptet wird es ist eine bulgarische Fertigung, ist es damit auf dem selben Sachstand wie Lubbe oder Halász und damit steht Aussage gegen Aussage.


    -es ist kein Kampfmesser sondern ein Kadetten oder Dienst messer in dem Sinne zu uniform


    Dem muss ich leider widersprechen. Zuerst macht eine komplett schwarze Brünierung nur Sinn für ein Kampfmesser für Landtruppen zur Vermeidung von Reflexionen. Die Klingenform ist hervorragend zum Stich und "zum Hals durchschneiden" geeignet. Durch den ergonomischen Griff lässt sich das Messer mit der linken und rechten Hand ebenso hervorragend als Stich-, Stoß- und Hiebwaffe gebrauchen. Man dürfte wohl für ein Kadettenmesser mMn eher eine Schmuckwaffe voraussetzen und dieses Messer ist es nicht.


    -alle bulgarien messer haben nummer die von font her klar nach dem krieg typisch ist, leder tasche ist typisch fuer Bulgarien von 1WK, wie auch die SVT40 oder AK47 oesen anbringung von scheiden


    Wie Du bekanntlich weißt, hatten auch deutsche Blankwaffen eine eingeschlagene Nummerierung, daher ist es als solche nicht zwingend bulgarisch. Wenn dies eine bulgarische Massenfertigung ist, wie Du schreibst, warum gibt es dann keine offiziellen Belege für das Messer bislang? Gehen wir mal zu deiner Aussage als Kadettenmesser zurück, die kleinste bekannte Nummerierung ist 106, die größte 40788 macht Gesamt 40894. Die Bedeutung der Nummerierung ist bislang unbekannt aber gehen wir mal von einer Seriennummer aus. Gehen wir weiterhin davon aus, das dieses Messer 10 Jahre in Bulgarien produziert wurde, dann kommen wir auf eine jährliche Produktion von 4.089 Messer, was bedeutet das monatlich 340 davon hergestellt wurden. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das Bulgarien monatlich 340 neue Kadetten auf ihren Militärschulen aufgenommen hat, wenn man voraussetzt das die Abgänger ihre Messer behalten durften. Weiterhin ist bekannt, das spätestens ab 1954 Bulgarien seine Rüstung von der UDSSR bezog und auch daher wäre es logisch für die Kadetten das Kalaschnikow Messer zu nehmen. Die Anbringung der Trageschlaufen an den gekürzten SG84/98III Scheiden analog zu dem Ak47 Bajonett kann als Angleichung gesehen werden und müsste zeitlich daher VOR 1954 oder 2-3 Jahre später erfolgt sein, da dann die Rüstungsgüter der UDSSR überwogen. Eine spätere Lederscheide ist für mich ebenso unlogisch für ein Kadettenmesser, da diese Messer im Grunde nach Schmuckwaffen sind.


    - verchromte versionen sind bestimmt von normalen reihe bekannt,


    MMn wurden diese Messer später zu Paradezwecken oder Schmuckwaffen vernickelt, da alle vorhandenen Rüstungsgüter ab 1954 durch sowjetische ausgetauscht wurden.


    -unmoeglich sowas in kompleten bunch an Bulgaren in 1945 zu liefern, USSR hat in Berlin gestanden in mai 1945 nicht die Bulgaren, dabei war die industrie von Deutschland total vernichtet in fruehling 1945, ist bekannt das die lieferung von S42 wurde mindestens mehrere Kisten von tschechen aus wagonen erbeutet und diente spaeter als Scout messer beim tschechischem Scout organisation. Also wenn man solche Kampfmesser gehabt hat in 1945 mussten diese irgendwo bei leuten in Poland, DDR uebrig sein, diese sind aber da nicht vorhanden!!


    Im Oktober wechselte Bulgarien die Seiten und kämpfte aktiv mit der Roten Armee gegen die Wehrmacht um der Heeresgruppe E den Rückzug aus Griechenland und dem Balkan zu verlegen. Anders als Finnland und Rumänien war die bulgarische Armee am Ende des Krieges an oder über der österreichischen Grenze auf deutschem Territorium. Bekanntlich hat Stalin schon immer den Balkan unter russische Vorherrschaft bringen wollen, was spricht also dagegen die Bulgaren mit einer aus sowjetischer Sicht nicht wertvollen Kriegsbeute für den aktiven Kampf gegen Deutschland zu belohnen?

    Die deutsche Industrie wurde im Spätverlauf der Krieges auf kleingewerbliche Betriebe dezentralisiert und hatte z.B. im Jahr 1944 den höchsten Ausstoß an Rüstungsgüter im gesamten Kriegsverlauf. Selbst im Jahr 1945 war die Produktion sehr hoch, nur konnte aufgrund der kritischen Brennstofflage, zerstörten Verkehrswege, Verkehrsmittel und der absoluten alliierten Lufthoheit nichts mehr aus den Produktionsstätten ausgeliefert werden. Viele Güter wurden in solchen dezentralen Produktionsstätten als Kriegsbeute aufgefunden. Die dezentrale Fertigung war überwiegend im Deutschen Reich angesiedelt und nicht in Polen. Für das Gebiet der DDR und in Österreich ist es bekannt, das dort die dezentralen Produktionsstätten den Alliierten überlassen wurde und am Ende des Krieges und danach hat jeder Deutsche die Finger von Rüstungsgüter gelassen. Es ist bekannt, was mit Menschen passiert ist bei denen man solche Güter aufgefunden hat.


    - und ich nehme an die schrauben koepfe sind nicht deutsch, wenn auch kopiert

    Warum etwas kopieren, wenn man ein komplett neues Messer herstellt, zumal es vom "verhassten" Kriegsgegner ist. Auch die Griffschalen kopieren? Sehr unwahrscheinlich.


    Du siehst, es gibt genau so viele Gegenargumente und solange es keinen offiziellen Beweis für eine deutsche oder bulgarische Fertigung gibt wird es immer eine Glaubensfrage und Diskussion bleiben.

    Diese wird erst beendet sein, wenn offizielle deutsche oder bulgarische Dokumente in irgend einem Archiv aufgefunden werden die das eine oder andere Beweisen.

    Ich danke Dir für deine rege Diskussionsteilnahme und wünsche Dir einen schönen Ostermontag :)

    Beste Grüße

    Andi

    Vielen Dank AndyB, ich sehe das hier noch viel Recherchearbeit geleistet geleistet werden muss, da es auch nur Aussagen sind, die nicht mit irgendetwas schriftlichen von "amtlicher" Stelle belegt wird. Falls es bulgarischen Ursprungs ist, kann ich mir bei der qualitativen Machart nicht vorstellen, dass es auf mündlicher Anweisung erfolgte zumal Bulgarien es zum Ende des Krieges oder danach nötig hatte Produktionsunterlagen vor dem Feind zu vernichten.

    Zur Zeit sehe ich das so wie "Aussage gegen Aussage" und es bleibt eine Glaubensfrage. Ich hoffe sehr das zu meinen Lebzeiten etwas in irgendeinem Archiv gefunden wird, was die Herkunft eindeutig belegen wird.

    Vielen Dank für Deine Kommentare.

    Beste Grüße

    Andi

    Selbstverstaendlich ist Lubbe und Hallasz in diesem total falsch....

    Hallo AndyB,

    klasse, das Du geschrieben hast.

    Die ganze Thematik wird sehr kontrovers diskutiert. International wird das Messer als überarbeitetes Mauser SG (SG84/98III?), in Bulgarien als M53 Kampfmesser oder Offiziersmesser und als drittes bulgarisches Kadetten Messer für die Marine (zuerst in der Marinebasis Varna hegestellt) bezeichnet. Was ist es nun von bulgarischer Seite????

    Wie ich in meinem Beitrag schon geschrieben habe, wurden bis Heute keine Unterlagen aufgefunden die eine deutsche oder bulgarische Fertigung stützen.

    Ich würde gerne dazu lernen, kannst Du Quellen nennen die eine bulgarische Fertigung stützen oder sogar Unterlagen wie bulgarische Produktionsanweisung, Stücklisten, Zeichnungen, etc...? Wenn das Messer in Bulgarien und so qualitativ hochwertig gefertigt wurde, MUSS es irgendetwas amtliches geben, zumal es für die bulgarischen Streitkräfte war.

    Vielen Dank für eine Hilfe und einen schönen Ostersonntag

    Beste Grüße

    Andi