Beiträge von vizenz

    Hallo Paul,


    die hochrote Waffenarbe wurde von mehreren Laufbahnen getragen.


    Am wahrscheinlichsten ist die Zugehörigkeit zur Wehrkreisverwaltung. Daneben trugen auch die Land- und Forstwirtschaftlichen Beamten oder alle Beamten des Artilleriewesens (Schallmess-, Messdienst etc.) diese Laufbahnfarbe. Ein Meteorologe ist es nicht, diese trugen karmesinrot.


    Interessant ist die differente Farbe an dem einen Paar Kragenspiegel. Das war so nicht vorgesehen.


    Besten Gruß,

    Andreas

    Hallo,


    ich wurde gebeten mich zu dem Thema zu äußern.


    Meiner Meinung nach ist das kein Originalstück. Die Qualität der Stickerei der langen Flügel, die Ausgestaltung der Eicheln und der verknotete Doppelfaden zur Akzentuierung sind wirkliche schlechte Qualität. Dazu gefällt mir noch nicht einmal das verwendete Bouillon-Material.


    Besten Gruß,

    Andreas

    Hallo Andi,


    das lässt sich so pauschal nicht sagen. Entweder er war Hilfskrankenträger, dann war er ganz normaler Angehöriger des Pionierbataillons und trug dessen schwarze Waffenfarbe. Darüber hinaus gab es noch das "richtige" Sanitätspersonal innerhalb des Bataillons. Das war in der Regel ein Stabsarzt, ein San-Unteroffizier und ein oder zwei Kraftfahrer im Stab, sowie jeweils ein San-Unteroffizier (manchmal mit eigenem Kraftfahrer) im Tross jeder Kompanie. Das waren eigentlich Angehörige einer Sanitätsabteilung (etc.) und trugen die kornblumenblaue Waffenfarbe ihrer Sanitätsabteilung weiter, auch wenn sie ihre Planstelle fest innerhalb des Bataillons hatten.

    Das Ärmelabzeichen (Dienststellungs- oder Tätigkeitsabzeichen) "Sanitätsunterpersonal" war eigentlich nur für Angehörige der Sanitätstruppe mit entsprechender Ausbildung vorgesehen. Obwohl es Fotos gibt die darauf hindeuten dass auch vereinzelt "hellere" Waffenfarben dieses Abzeichen trugen, konnte ich bisher keinen Beweis dafür finden dass auch Soldaten anderer Truppengattungen diese Lehrgänge besuchten (oder eine entsprechende Verwendung in Planstellen vorgesehen war). Denkbar ist dies aber im Einzelfall. Genau so gut kann es aber auch sein dass es sich dabei einfach um Soldaten handelt die aus der Sanitätstruppe versetzt wurden und ihr Abzeichen danach weitertrugen.


    Besten Gruß,

    Andreas

    Hallo,


    grundsätzlich kann das durchaus ein Originalstück sein. Der Spiegel scheint einmal als Erinnerungsstück irgendwo eingeklebt gewesen zu sein. Leider wurde dabei auch eine zweite Schwinge aufgeklebt.


    Besten Gruß,

    Andreas

    So, ich denke die Bestimmung hier ist abgeschlossen. Alles andere führt zu unendlichen Diskussionen die Erfahrungsgemäß in Beleidigungen oder Anfeindungen enden, deshalb mache ich hier dicht.



    PS: Interessanterweise wurde das Stück hier im MFF nur angezweifelt bis eine Bestimmung durch mehrere Händler etc. positiv ausgefallen ist. Danach schrieben gleich mehrere User dass sie (wie Herr Weitze) bereit gewesen wären sofort 5000 Euro und mehr dafür zu bezahlen. Ich würde diese User bitten sich vielleicht in der Zukunft mit an der Bestimmung zu beteiligen um so das MFF auch auf diesem heiklen Sammlergebiet zu bereichern und ein Stück weit nach vorne zu bringen.


    PPS: Ich finde es interessant dass ein Stück wenn es A verkauft mehr Wert sein soll als wenn es B verkauft, weil man in diesem Fall ja die Steuer, Lohn- und Nebenkosten abziehen müsse. Habe ich so noch nie gehört. Sehr kreativer Ansatz! ;)


    Besten Gruß,

    Andreas

    Hallo smaug,


    im Zweifelsfall ist das überhaupt nicht zu erkennen. Grundsätzlich wurden bei der Luftwaffe fast ausschließlich Schulterstücke mit glänzendem Geflecht getragen, dagegen beim Heer ab Kriegsbeginn vermehrt Stücke mit mattem Geflecht. Für beides gibt es natürlich unzählige Gegen-Belege. Ansonsten kann man manchmal an den Waffenfarben erkennen zu welcher Teilstreitkraft die Stücke gehören. Bei dem von dir gewählten Beispiel mit dem Leutnant der Flakartillerie ist das natürlich schwierig bis unmöglich wenn keine Truppenkennzeichen oder ähnliches vorhanden sind.


    Besten Gruß,

    Andreas

    Herzlichen Glückwunsch!


    Super Geschichte mit positiven Ausgang. Ich konnte letztes Jahr durch Zufall hier im MFF ein Bild meines Großvater (LAH) in einem Fotokonvolut entdecken. Der Ankauf hat leider nicht geklappt, aber ich habe freundlicherweise einen hochauflösenden Abzug bekommen - und das hat mich schon Wahnsinnig gefreut!


    Besten Gruß,

    Andreas

    Hallo,


    die allermeisten Teppiche die ich sehen durfte sind so aus der Zeit um 1910. Zwei oder drei Exemplare waren von den Schulterklappen her etwas älter, vielleicht so um 1895-1900. Es gibt aber auch einige wenige Stücke die nur mit Schulterklappen des 1.Weltkrieges angefertigt wurden und nicht vor 1915/16 stammen können, oder evtl. auch erst nach dem 1.WK zusammengenäht wurden.


    Besten Gruß,

    Andreas

    Hallo Saxnot,


    das kam bei sächsischen Eigentumsstücken gelegentlich vor. Hier hast du allerdings eine Schulterklappe die von einem Schulterklappenteppich stammt. Es gibt / gab Teppiche mit gesammelten "echten" Schulterklappen, die allermeisten Stücke für diese Teppiche wurden aber speziell nur für diesen Zweck angefertigt. Deswegen finden sich da viele Varianten die so in Wirklichkeit nie getragen wurden.


    Besten Gruß,

    Andreas