Beiträge von vizenz

    Hallo,


    so schlecht und ungleichmäßig wie diese Armbinde gearbeitet ist, entspricht sie dem was zeitgenössisch nachgewiesenermaßen lokal an Hilfskräfte ausgegeben wurde. Gerade bei den Kriegshilfsdienst-Armbinden und Ärmelstreifen gibt es unzählige Varianten, und die meisten davon sind sehr schlecht gearbeitet.

    Also meiner Meinung nach ist das ein Originalstück.


    Besten Gruß,

    Andreas

    Ich sehe eine Hauptmann der Reserve vom Wehrkreiskommando V.

    Stammfarbe weiß = Infanterie !

    Das ist sogar ein Hauptmann der Landwehr. Diese trugen die Schulterstücke der Offiziere der Reserve, allerdings mit silberfarbener Auflage des Wehrkreises dem sie zugeordnet waren.

    Hallo,


    das sind Schulterklappen (Achselklappen) für Militärbeamte zur feldgrauen Uniformierung. Die weißen ganz rechts sind zum Beispiel für einen Beamtenstellvertreter im Kassenwesen usw.


    Besten Gruß,
    Andreas

    Das seht doch wie eine Kranate! In meinen Büchern konnte ich das nicht finden

    Links das Abzeichen für die Feldwebeldienstgrade der Laufbahn der Marineartillerie (XIVa bzw. XIV) und rechts dazu zum Vergleich das Abzeichen für die Oberstückmeisterlaufbahn (Ic), bzw. Stückmeistergruppe (Ic) (umbenannt mit Neuordnung von 1938).


    Beide wurden eingeführt mit der Marineverordnung 32 Nr.51 vom 22.2.1932 und mussten spätestens am 31.3.1934 angelegt werden. Das Abzeichen der Marineartillerie wurde beschrieben als "geflügelte flammende Granate auf Anker". Das Abzeichen der Oberstückmeister als "Anker gekreuzt mit flammender Granate".


    Besten Gruß,
    Andreas

    Dateien

    • LB.jpg

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    Danke meine auch👍

    zu welcher Waffendarbe wurden die Auflagen "E"

    getragen?

    Vermutlich Orange wie beim Wehrersatzwesen?

    Hallo,


    das ist richtig. Bei der W-SS waren es die "Ergänzungsstellen", daher das "E". Die Waffenfarbe war "orangerot", unter dem E wurde die entsprechende römische Nummer getragen.


    Soviel zur Waffen-SS, allerdings wurden diese Auflagen in weitaus größerer Zahl beim Heer getragen. Ursprünglich als Kennzeichnung für all das militarisierte Eisenbahnpersonal, und schließlich von den Ergänzungs- und nur für die Dauer des Krieges aufgestellten Eisenbahnpionier-Einheiten.


    Besten Gruß,
    Andreas

    Hallo,


    dann will ich ein klein wenig ins Detail gehen ;)


    Cellon / Celleon wurde schon 1938 für die Kragenspiegel von Generalen eingeführt, und in der Folge waren z.B. in der Heereskleiderkasse auch keine anderen Effekten mehr zu beziehen. Also "späte" Stücke, im Sinne von aus der Kriegszeit stammend fallen sicher aus.

    Ursprünglich waren seit den Preußischen Mustern von 1900 und 1915 alle Stickereien aus echt feuervergoldeten Silbergespinsten. Die waren sehr teuer und sind sehr schnell nachgedunkelt und unansehnlich geworden, mussten also häufig getauscht werden.

    Ab Ende 1935 hat man im Heer alle bis dahin silbernen oder versilberten Effekte durch Stücke aus Aluminium ersetzt (auch die Stickereien).

    Das die damals auch Aluminiumgespinst sehr gut vergolden konnten, dafür gibt es viele Beispiele. Allerdings habe ich bisher keine glaubwürdigen Generalseffekten aus vergoldeter Aluminiumkantille oder -gespinst gesehen, und es gibt auch keine Herstellungsvorschriften dafür.

    Ich bin der Überzeugung dass bei den Abzeichen der Generalität dieser Schritt der Vereinfachung/Verbilligung ausgelassen wurde. Ein Indiz dafür sind z.B. die Herstellungsvorschriften aus 1938, wo für die glänzende Ausführung der Effekten zwar bereits Celleon - aber mit einer Seele aus versilberten Gespinst (auf Kupferbasis) verwendet wurde. Hätte man vorher bereits Aluminium verwendet wäre das ein unlogischer Rückschritt gewesen. Außerdem wird bei der Einführung auf die bisher verwendeten Abzeichen aus "Goldgespinst" verwiesen.

    Das ist aber nur meine Meinung, basierend auf meinen Recherchen und den Unterlagen die ich dazu auswerten konnte.

    Allerdings hat sicher nicht jeder General immer alle seine Effekten über die Kleiderkasse bezogen. Es gibt ein paar Fotos die durchaus Abweichungen (z.B. in der Form der Stickereien) zeigen, also ist auch eine Abweichung im Einzelfall beim Material denkbar.

    Ich persönlich halte mich aber für meine Sammlung an die "typischen Stücke" (das sind auch die die üblicherweise in Nachlässen auftauchen). Und da auf den Fotos deiner Kragenspiegel erkennbar ist dass zumindest die innere Kantille der Arabesken aus Aluminiumkantille (das Gespinst selbst ist auf Fotos kaum zu bestimmen, dazu müsste man sie wirklich in der Hand haben) gefertigt wurde wirst du meine Ablehnung verstehen.


    Besten Gruß,
    Andreas


    PS: Für Interessierte ist im Anhang ein Beispiel für die Herstellungsvorschriften (Materialliste) von Generalseffekten vom Juli 1938. Die Materialherstellungsvorschriften spare ich mir, da wird es dann wirklich kompliziert ;)

    Dateien

    • Generale 38.jpg

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    Hallo,

    also im Detail sind diese sehr einfach und ungleichmäßig.


    Als erstes wäre zu klären ob der Grundstoff aus Filz ist. Das ponceaurote Tuch der Generale wirkt auf Fotos manchmal so (und hier eben auch). Wenn es aber wirklich Filz ist sind sie sowieso raus.

    Wenn die Stücke aus Abzeichentuch sind, dann bleiben die Optionen "sehr einfache, von der Masse abweichende Originale" oder eben Kopie.


    Besten Gruß,

    Andreas

    Hallo,


    ich suche Einzelschulterklappen von Reichswehr und Wehrmacht (Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine).

    Alle Arten von Schulterklappen mit Stickereien (Nummern, Buchstaben, Symbole). Überschübe für Schulterklappen, einzeln und als Paar. Schulterklappen mit besonderen Bändern, Schlaufen, Kordeln. Schulterklappen für die Tropenbekleidungen, für die schwarze Panzerjacke, Stücke aus Moleskin-, Drillich oder HBT Stoffen. Auch einzelne feldgraue Mannschaftsschulterklappen werden immer gesucht. Im Zweifelsfall - einfach anbieten ;)


    Besten Gruß,

    Andreas

    Hallo Daniel,


    es gibt "alte" Abzeichen in Maschinenstickerei, dein Abzeichen ist aber eine Kopie die mit einem ziemlich modernen Stickautomaten hergestellt wurde.

    Ich persönlich kenne zeitgenössische Exemplare nur als gewebte Ausführung.


    Besten Gruß,
    Andreas

    Ist solch ein Modell noch öfter zu finden oder schon eher selten ?!

    Das kann ich leider nicht beantworten. Die Frage neben der Seltenheit ist dann auch noch wer denn solche nicht militärischen Knöpfe überhaupt sammelt.

    Besten Gruß,

    Andreas