Beiträge von vizenz

    Hallo Norman,


    solche Abzeichen gibt es mit typischer HJ RZM-Marke, also sollte die Zuordnung zur HJ passen. Leider bin ich nicht tief genug in der Materie um dir zu sagen was es genau ist, ich tippe aber auf eine Form des Seesportabzeichens bevor die Abzeichen zu den kleinen runden Scheiben mit Kordelumrandung geändert wurden.


    Besten Gruß,
    Andreas

    Ein sehr schöner Rock, gratuliere!


    Ursprünglich gab es sogar sieben Jäger-Bataillone in der Reichswehr, jede Division hatte eines. Die Tradition der "Jäger" bezog sich dabei auf Truppenteile der Alten Armee. Obwohl die "Tradition" bestimmter Truppenteile zur Alten Armee aber weiterhin bestehen blieb, verschwand die hellgrüne Waffenfarbe nach und nach bei den aktiven Einheiten. Ich konnte leider bis jetzt keine (kaum) offizielle Dokumente zum Thema finden, allerdings war das Jägerbataillon beim IR 7 wohl das erste, welches noch zu Reichswehrzeiten die grüne Waffenfarbe ablegte.

    Für die verbliebenen war es nach der Heeresvermehrung von 1934/35 soweit dass nur noch die Soldaten die aus den ursprünglichen Jägerformationen kamen das Recht bekamen außer Dienst (Offiziere auch zu bestimmten dienstlichen Anlässen) an privat beschaffter Kleidung die hellgrüne Waffenfarbe weiterhin zutragen. Das galt zeitweise auch nach Versetzung zu einem anderen Infanterie-Truppenteil oder zum Wachbataillon/-Regiment. Dafür stellte die Wehrmacht einige wenige neue Jägerbataillone auf.


    Besten Gruß,
    Andreas

    Das Preisschild ist aber am Band in Sütterlin-Schrift ;)


    Beide Bänder sind Kaufware. Das "Gotische" hat leider schon etwas gelitten, da sich die Randstreifen lösen, trotzdem ein schönes Stück. Das andere, völlig ungetragene Band mit Preisschild ist auch interessant. Einmal schon wegen dem Filzmaterial und der untypischen Schriftart, und dann natürlich wegen dem für die Randstreifen gewählten Material. Das fand normalerweise an Offiziersschiffchen oder an Tätigkeitsabzeichen Verwendung.


    Mein persönlicher Favorit (als "Schulterklappenfanatiker" ) ist aber die schön geschleppte Feldgraue in der Mitte. Alles in allem ein wirklich schönes Großdeutschland Sammelsurium!


    Besten Gruß,

    Andreas

    Hallo,


    die Kraftfahrtruppen der Reichswehr bildeten ab 1932, und dann vor allem während der getarnten Heeresvergrößerung 1934 den Stamm diverser Truppenteile. Neben den ersten Panzerabwehr-Abteilungen (die noch die Tarnbezeichnungen "Kraftfahrabteilung" trugen), wurden die beiden Kampfwagenregimenter, und daraus dann schließlich die ersten sechs Panzer-Regimenter vor allem durch die Kraftfahrabteilungen aufgestellt. Daher kommt letztendlich auch die Tradition der rosa Waffenfarbe.


    Bis zur "Enttarnung" der Wehrmacht im Oktober 1935 wurden dabei nur die Truppenkennzeichen der vorher bestehenden Einheiten der Reichswehr getragen (einzige Ausnahmen waren die neu aufgestellten Truppenschulen). Es war auch innerhalb neu aufgestellter Einheiten keine Einheitlichkeit vorhanden, da grundsätzlich die Waffenfarben und Effekten der Wirtschaftstruppenteile der abgebenden Einheiten weitergetragen wurden.


    D.h., Soldaten die aus den vorherigen Kraftfahrabteilungen stammten trugen Schulterklappen mit den rosafarbenen Nummern 1 bis 7 (je nach Herkunft). Es wurden in jedem Fall Kragenspiegel (M1927) getragen, die Patten aus feldgrauem Abzeichentuch (resedagrün), die Litze mit rosa Waffenfarbe. Als Schulterklappen kommen die Feldblusenschulterklappen-Modelle M33 (feldgraues Grundtuch) und M34 (feldgraues Abzeichentuch = resedagrün) in Frage. Zusätzlich wurde in der Allgemeinen Heeresmitteilung Nr.136 vom 10.Dezember 1934 das einnähen von Schulterklappen aus feldgrauem Abzeichentuch mit waffenfarbigen Vorstößen an eigenen Feldblusen von Unteroffizieren und Mannschaften gestattet, wenn diese zum Ausgehanzug getragen wurden.

    Ich gehe davon aus dass dein Rock-Umbau (?) zeitgenössisch wie eine Feldbluse behandelt wurde. Die Kraftfahrtruppe, genauso wie die Fahrtruppe hörte übrigens mit der Enttarnung der Wehrmacht für zwei Jahre komplett auf zu existieren. Erst Ende 1937 wurde ein kleiner Stamm an Einheiten - jetzt mit der hellblauen Waffenfarbe der vorherigen Fahrtruppen als Grundstock der zukünftigen Versorgungs- und Nachschubtruppe neu aufgestellt.


    Anbei einige Beispiele von den oben beschriebenen Effekten aus meiner Sammlung.


    Besten Gruß,
    Andreas

    Hallo Raphael,


    deine Liste stimmt teilweise. Schirmmütze, Tuchhose mit Vorstößen und Halbschuhe kannst du allerdings streichen.


    Zum Paradeanzug wurde immer Helm getragen, Offiziere trugen immer Stiefelhose und Stiefel (Berittene Reithose, Reitstiefel und Sporen) und wie winston232 schon schrieb gehört zum kompletten Paradeanzug auch die Seitenwaffe mit Faustriemen.


    Besten Gruß,

    Andreas

    Hallo Raphael,


    das kommt ganz darauf an was du darstellen möchtest.


    Der Waffenrock wurde von Offizieren zum kleinem Dienstanzug, zum Parade-, Melde-, Ausgeh-, oder kleinem und großem Gesellschaftsanzug getragen. Je nachdem war dann das entsprechende Beiwerk (Orden, Kopfbedeckung, Hosen, Schuhwerk, Koppel, Seitenwaffe etc. ) vorgeschrieben. Wobei die von dir erwähnte lange Tuchhose mit Vorstößen nur zum kleinen Dienstanzug, zum Melde- und Ausgehanzug gestattet war.


    Besten Gruß,

    Andreas

    Dann ist es ein Überschub vom Infanterie (später Grenadier) Regiment 328.


    Fritz von Scotti hat den Stern aus seinem Familienwappen genommen und für seine ganze Division (!) solche Überschübe anfertigen lassen.

    Die Sterne waren jeweils in der Waffenfarbe gehalten (also hochrot Artillerie, goldgelb Aufklärer etc.). Die Infanterie bekam dazu zusätzlich farbige Randstreifen.

    Ich habe nach der Farbe gefragt weil ich schon einmal auf verblichene gelbe Streifen hereingefallen bin.


    Hier ist ein Vergleichsstück vom IR 412 aus meiner Sammlung. Ich habe ebenfalls das Trägerportrait dazu.


    Besten Gruß,

    Andreas


    PS: Sollte dein Stück einmal abzugeben sein... ;)

    Hallo,


    der Waffenrock gehört zum I.Bataillon des Infanterie Regiments 10. An privat beschaffter Bekleidung durfte die Traditionswaffenfarbe der Jäger auch nach 1935 weitergetragen werden.


    Schönes, nicht alltägliches Stück!


    Besten Gruß,
    Andreas

    Mich würde noch die Quelle für das Datum interessieren.


    Ansonsten war das "Th" für die Standarte Thüringen (in der Realität) ganz sicher nur ein "T". Von einem "M" habe ich noch nie etwas gehört oder gesehen. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt die Standarte Ostmark erst im Aufbau.


    Ich kenne allerdings Fotos von der Standarte Thüringen mit eingenähter runder (Silber/schwarz) paspelierter Schulterklappe und aufgesticktem "T". Wenn ich deine Darstellung richtig verstehe passt das auch nicht in den Zeitablauf, bzw. sollte es gar nicht gegeben haben.


    Hast du Informationen zu der Totenkopf-Auflage der Standarte Oberbayern oder den gotischen "TV" Auflagen?


    Besten Gruß,

    Andreas