Beiträge von Ultor

    Hallo Pieper5, der Sattel sollte in Richtung Modell 89 gehen. Der Sattelgurt ist auch original, ein sog. Schnurengurt. Auch die Erhaltung ist nicht schlecht. Allerdings sind, wie schon erwähnt, Militärsättel nichts wirklich besonderes. Sie sind schwer, sperrig und speziell.

    Solltest Du ihn los werden wollen, die Größe 4 könnte ich brauchen...


    Gruß Ultor

    Hallo, schönes und interessantes Bild. Wenn man sich nur etwas in die damalige Zeit versetzt, wird man ganz schnell erkennen, wie wichtig der Fahnenschmied war. Sie hatten eine fachlich hohe Weisungsbefugnis und viel Verantwortung.

    Der alte Reiterspruch beschreibt es ganz gut: ,,Kein Huf - kein Pferd".


    Gruß Ultor

    Hallo, die Puppe sieht wirklich sehr ausdrucksstark aus!

    Die Sachen von 1944 / 45 haben einen besonderen Charme.


    Trotzdem ist es unrealistisch, dass der 1944 eingezogene Rekrut, mit fabrikneuer Ausrüstung ausgestattet wurde...

    Ich denke eher, dass es ein buntes Sammelsurium an Herstellungszeiten und -varianten ausgegeben wurde, das was auf Kammer war.

    Im übrigen kann ich mir auch vorstellen, dass die Begeisterung der Soldaten, in mäßiger Quallität produzierte Ausrüstung zu erhalten, überschaubar war. Klar gab es auch Verbesserungen mancher Konstruktionen und Änderungen des Austattungsolls, der Begriff ,,Friedensware" war den Landsern aber sicher auch nicht fremd. Da wurde bestimmt versucht an die ,,besseren" Stücke zu kommen, denn die Quallitäten waren ja wirklich sehr unterschiedlich. Auf der anderen Seite haben fabrikneue Sachen auch ihren Reiz für den Nutzer, da z.B. noch niemand in diese Feldflasche gesabbert hat... Ihr versteht mich!


    Wenn ich mir überlege, wie alt das Zeug wärend meines Wehrdienstes war, zum Produktionszeitpunkt meines Kochgeschirrs, war ich noch nicht geboren... Meine Reservistenausstattung hat auch alle möglichen Herstellungszeitpunkte.

    Ich will mich nicht mit der Situation 1944 /45 vergleichen, das wäre in meinen Augen auch die Realität damals gewesen, auch wenn Verschleiß und Verluste ungleich höher waren.


    Bitte versteht mich nicht falsch, als Beleg für die späten Ausrüstungsstücke ist die Puppe wirklich gelungen!


    Gruß Ultor

    Fällt mir grade noch ein, ein Freund von mir hatte ein MPi Gehäuse von seinem Onkel geschenkt bekommen, also irgendwie ne deaktivierte Kalaschnikow, dazu wurde in Ermangelung echter militärischer Kopfbedeckungen ein geblümter Beutel abgeschnitten und als ,,Tarnschiffchen" getragen. Das muss bei den Gefechten komisch ausgesehen haben... Ich hatte dann mal meinen großen Auftritt, als mein Vater von einer Übung der Kampfgruppe in Uniform, warum auch immer, nach Hause kam und ich den schweren Helm mit zum Spielen zu meinen Kumpels mitbrachte...

    Hallo, mit großem Vergnügen lese ich dieses Thema und stelle als Kind aus dem Osten fest, dass im Westen sehr viel ähnlich war...

    So rin Gummigewehr wie Reiter hat mir mein Vater auch gebaut.

    Da ich Heiligabend Geburtstag habe, hatte ich zu meinem 11. Geburtstag auch ein kleines, unscheinbares, schweres Päckchen auf dem Gabentisch. Meine liebe (Groß)Tante Ilse schenkte mir ein Schweizer Offiziersmesser von Victorinox mit Säge(!). Es war sogar mein Name eingraviert. Das Messer war unheimlich scharf und schon am nächten Tag tief in meinem Daumen. Die Blöße hab ich mir zu Hause aber nicht gegeben, Pflaster ganz fest drauf und dann noch eins und irgendwie ging es... Die Narbe habe ich, im Gegensatz zum Messer heute noch. Dieses verlor ich auf einem dunklen Feldweg nach einer Altstoffsammlung auf dem Heimweg. Ich habe es ewig gesucht und war tottraurig. Mein Opa hat mir dann ein neues geschenkt, trotzdem muss ich jedes mal, wenn ich diesen Weg benutze, an dieses Messer denken...

    Es gab im Osten diese komischen ,,Fahrtenmesser" mit dem Rehbein dran, das hatte ich natürlich auch.

    Schwerter wurden aus plattgeklopften Eisenstangen gebaut und mit ner Säge oder Feile angespitzt, die besten Pfeile für den Flitzebogen, waren die Raketenstöcker, welche Neujahr geborgen werden mussten, gerne auch mit nicht gezündeter Rakete... Schilde wurden aus Sperrholz ausgesägt und bemalt usw..

    Beim Luftgewehr und -pistole wußten wir, wo das ,,böse Ende" ist, auf die Sicherheitsregel wurde durch meinen Opa schon sehr geachtet. Wir schossen auf defekte Glühbirnen, die dafür extra aufgehoben wurden.

    Ich musste mit 7 Jahren alleine den Ofen an machen, wenn ich aus der Schule kam und für genügend Holz und Kohle im Flur sorgen. War abends nicht genug da, ging es mit dem Trainigsanzug über dem Schlafanzug und der Taschenlampe raus, das Zeug holen. Es hätte meinem Vater nichts ausgemacht, Holz und Kohle selbst zu holen, aber es war meine Aufgabe! Heute bin ich ihm für diese Erziehung dankbar!


    Trotz allem und auch mit dem Wissen als jahrelanger Jugendschöffe beim Amtsgericht, glaube ich, dass es damals auch schon genug Idioten-Kinder gab und auch ne Menge Mist passiert ist. Allerdings wurde es nicht so breit getragen, wie heute.

    Leider spielt sich das Leben der heutigen Jugend doch mehr in virtuellen Räumen ab und gewisse Fähigkeiten (Nagel in ein Stück Holz schlagen, ein Brett absägen, oder so) werden nicht erlernt. Das macht mir irgendwie Angst.


    Gruß Utor

    Ich war auf Grund meiner Mitgliedschaft im Landeskader und der daraus resultierenden Verpflichtungen heimatnah gezogen worden.

    Es war eine wilde aber tolle Zeit ! Wo hast Du gedient ?

    2.Transportbataillion in Strausberg Nord damals Struzberg-Kaserne, heute zum Teil die Von-Hardenberg-Kaserne, später in der Barnim-Kaserne.

    Die gesamte Veranstaltung fand noch in oliv statt.


    Interessanterweise war mein Großvater 1943 in dieser Kaserne zu einen Navigationslehrgang befohlen, auch in seinem Soldbuch eingetragen, der Beitrag über meinen Opa ist leider bei der großen Serverumstellung verloren gegangen.


    Achtmal33 Dafür mache ich jetzt meine Wehrübungen in Deiner direkten Nachbarschaft, in der Haveland-Kaserne, bei der RSU Brandenburg...


    Gruß Ultor


    P.S. Hier, wenn auch schlecht zu erkennen, da nur vom klassischen Fotoalbum abfotografiert, das NVA-Tarnnetz auf dem BW-Stahlhelm.

    Ergänzend möchte ich noch aufführen, dass auch mit Masse Tarnnetze für den NVA Stahlhelm, gerade an Standorten im Osten dienstlich ausgegeben wurden. Diese wurden sowohl auf dem BW-Stahlhelm (mit Metallhaken)

    Genau, das war bei mir 1994 auch der Fall. Die ,,Ostnetze" saßen aber anständig straff auf den Helmen und haben sich erst nach und nach gedehnt. Dadurch war das anbringen von Tarnmaterial manchmal etwas schwierig.

    Wir sind außerdem mit NVA Klappspaten, Kochgeschirr, Feldflasche, Besteck, Unterwäsche, Decken (NVA oder MdI eingewebt) und ehemaligen NVA Unteroffizieren ausgestattet worden...

    Hallo,


    dass hier keine falschen Annahmen entstehen, die Riemen sind richtig bestimmt, aber micht militärischem Ursprungs.


    Gruß Ultor

    Hallo, auch wenn ich mich in so einer Diskussion nur selten melde, stelle ich mir doch die Frage, was manche hier für Probleme haben...

    Der Themenstarter hat Glück gehabt, ein anscheinend originales, sehr seltenes Stück Geschichte für einen sehr geringen Preis zu bekommen.


    Er hat einen verhandelbaren Preis gefunden, da er, für mich vollkommen nachvollziehbar, sich so ein teuer gehandeltes Stück nicht hinlegen will.


    Macht dem Verkäufer ein für Euch realistisches Angebot (es ist ja ein VB-Preis!) und führt hier nicht solch sinnbefreiten ,,Gutmensch"-Diskussionen. Niemand hat was zu verschenken und des gibt, wie schon erwähnt, seit 1945 keine aktuelle verbindliche Preisliste für solche Stücke...

    Wer es haben möchte, sich aber nicht leisten will oder kann, der muss es lassen, aber hier nicht rumjammern.
    Den Themenstarter hier so anzuprangern, finde ich erbärmlich, zumal diese Diskussion letzendlich nicht mehr viel mit dem eigendlichen Thema zu tun hat. Ich fand die Bestimmung und die anfänglichen Meldungen hoch interessant.


    Ich würde, wenn das Stück verkauft wäre, den alten Mann in ein Restaurant einladen und mit ihm nochmal über sein langes Leben reden.

    Viele alte Menschen sind sehr dankbar für Interesse und Aufmerksamkeint an ihrem Leben, das letzte Hemd hat keine Taschen.


    So, das mußte raus!


    Gruß Ultor

    Hallo,

    ich bin hinsichtlich der Waffenfarbe der Radfahrtruppen überrascht. Ich bin davon ausgegangen, dass diese, zur Kavallerie gehörend, Goldgelb trugen. Die Radfahrschwadronen (schon der Begriff implitziert ja die Kavallerie) wurden aus berittenen Einheiten gebildet. Ein Freund meines Großvaters z.B. musste als Rittmeister ,,absitzen" und eine Radfahrschwadron übernehmen, welche aber weiterhin zur entsprechenden Kavallerieeinheit gehörte... Diese wurden dann natürlich auch in die jeweilige AA übernommen.


    Für eine Erklärung, hinsichtlich der Waffenfarbe, wäre ich ausgesprochen dankbar.


    Gruß Ultor

    Hallo,


    nicht zwangsläufig Luftwaffe, diese Bauart wurde im 1. Weltkrieg bei der Kavallerie eingeführt. Sie ist, meines Wissens nach, die Urform des Y-Riemens und wurde auch weiterhin bei der Reiterei verwandt.


    Gruß Ultor

    Ja, die meiste Zeit. Ich hatte mal lange vor der Serverumstellung seinen Nachlass vorgestellt, ich glaube, das Thema gibt es nicht mehr.

    Sind einige Sachen, wie Soldbuch, Flugbücher, Verleihungsurkunden, Fotos, sein Offiziersdolch, Orden (auch besagte FFS) und der Fliegerpokal erhalten geblieben...

    Hallo Fetti,


    anscheinend wurden am 10.11.1944 eine Menge Frontflugspangen 200 verliehen. Ich habe eine identische Urkunde von meinem Großvater, inklusive dem Zeichen unter dem Wort Kommodore...


    Ist schon erstaunlich!

    In seinem Soldbuch ist die Verleihung der FFS Gold 200 mit dem 15.03.1943 angegeben.

    Leider fehlen die Feindflüge ab 196 (12.08.1942) im Flugbuch meines Großvaters.


    Gruß Ultor

    Hallo, bei mir war es auch bei Ebay, ein Tropenrucksack für den Y-Riemen einhängbar.

    Auf den Bildern des Sofortkaufangebotes 40 Euro lugte der ,,Trageriemen" etwas hervor, ein Y-Riemen aus Stoff. Irgendwie hatte ich noch die Nerven, beim Anbieter ein Gegenangebot zu machen - 30 Euro mit Versand. Da das Rückenstück beim Tragen sicher störte, wurde es abgemacht, aber am Rucksack befestigt.

    Tropenrucksack mit Tropen-Y-Riemen vollständig in gutem Zustand für 30 Euro, kann man machen.


    Auch bei Ebay, 50 Euro Sofortkauf für einen ungebrauchten, ledernen Spätkrieg-Y-Riemen. Es waren 5 Stück da, sicher alter Herstellerbestand, ich hatte aber nicht den Mut alle zu nehmen...


    Nochmals Ebay, 2 mal ungebrauchtes Pferdegepäck der Packtasche 34, allerdings mit defekten Nähten, sowie 2 zusammengeschnürte Pakete Riemen 90 Euro. Ich hoffte auf die seltenen Umlaufriemen der Packtaschen, die waren es aber nicht.

    Die Riemen entpuppten sich als Trensenzügel für den Heereszaum 22, welche ja zweitilig sind. Alles natürlich Herrsteller und Abnahme gestempelt. Ich hatte neben den Packtaschen also 5 Paar ungebrauchte Zügel. Naja, 2 Paar habe ich dann für jeweils knapp 200 Euro weiter verkauft...


    Noch ne Story; mein Cousin hat 2 ungebrauchte, lederne Lanzenschuhe für 20 Euro auf nem größeren Floh-und Teilemarkt gekauft. Er war durch mich gebrieft und wußte, wie sowas aussieht. Wenn man weiß, wie selten die sind...


    Gruß Ultor

    Hallo Adrian, auch von mir das herzlichste Beileid.

    Ich habe die ganze Zeit still mitgelesen und mich sehr über Deinen Einsatz und Dein Engagement gefreut. Schön, dass Du Konrad bis zu seinem Lebensende begleiten und ihm noch einige wunderbare Momente bescheren konntest. Dass Ihr seine Erlebnisse vor dem Vergessen bewahrt habt, freut mich sehr.

    Durch meinen, mit 90 Jahren verstorbenen, Großvater (Jahrgang 1926), weiß ich wie wichtig und prägend diese Ereignisse im Kriege für sie waren. Zum Glück konnten wir die Erlebnisse unseres Großvaters auch festhalten. Ich spreche oft mit meiner Großmutter (gleicher Jahrgang wie Konrad) über die Erlebnisse, das Gefühl und das Denken in dieser Zeit. Dadurch läßt sich vieles leichter verstehen.


    Ich wünsche Dir für die kommende Zeit viel Kraft, da jemand gegangen ist, der Dir ganz sicher viel bedeutete.


    Es grüßt Ultor

    Wenn wir dabei sind, dann sind schon banale Dinge, wie die originalen Umlaufriemen der Packtaschen oder gar ein echter Woilach auch Raritäten...

    Ein Vorderzeug sollte dabei sein, wenn Säbeltasche und Karabinertragevorrichtung am Sattel ist.


    Gruß Ultor