Beiträge von Esbitmännchen

    Hier noch ein weiß lackierter Stahlhelm M 53, mit Lüftungslöchern, aus Schleswig-Holstein.
    Diese weiß lackierten Helme wurden 1968 anläßlich eines Demo-Einsatzes in Flensburg aus normalen grünen Helmen hergestellt. Zu diesem Zeitpunkt verfügte man noch nicht über den "Plastik-Demohelm" aber ein Schutz, aufgrund immer gewalttätiger werdenden Demo-Teilnehmern, war von Nöten. So lackierte man die Stahlhelme weiß und klebte vorn den an den Polizeifahrzeugen geführten Stern auf.
    Dieses war meiner Kenntnis nach der einzige "Einsatz" dieser Helme. Später wurden nahezu alle wieder in dunkelgrün lackiert, wobei die weiße Farbe drunter blieb.
    Ansonsten verwendete die Schleswig-Holsteinische Polizei die 53er Modelle (keine M 40 Nachbauten) in verschiedenen dunkelgrün Tönen.

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    als Nachsatz folgt unter anderem dieser Stahlhelm (M 40 Nachbau) der Bayerischen Bereitschaftspolizei, links der Bayerische Polizeistern. Es gab zwei frühere Abzeichen: erstens simples Bayerisches Wappen, zweitens silberfarbener Polizeistern, etwas kleiner als die hier abgebildete letzte Form.
    Der Helm ist hell-polizeigrün lackiert und hat in der Glocke noch den früheren dunkelgrünen Lack. Das Innenfutter ist wieder ein vereinfachtes M 31-ähnliches.

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    Hier ein M 53 aus Niedersachsen mit der ersten Form der Innenaussattung 53. Im Innenleder der Eigentumsstempel "LP.N" (Landespolizei Niedersachsen).


    Letztlich noch ein echtes Kuriosum:
    Ein Stahlhelm M 18 aus dem 1.WK, mit einem ähnlichen Innenfutter wie die ersten BGS-Helme. Die ursprünglichen drei Löcher für die Nieten sind -offenbar werkmäßig- verschweißt, das "neue" Innenleben mittels zentraler Verschraubung (wie bei der Innenausstattung 53) befestigt. Der Helm soll aus dem Bestand der Polizeireserve Niedersachsen stammen und ist -im Gegensatz zu dem normalen 53er- grau gestrichen -genau wie die frühere Niedersächsische Uniform.

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    Die erste Generation von Berliner Helmen waren M 40 Nachbauten, deren Glocke nicht gestempelt war. Sie ähnelten aber den Wehrmachts M 40 Glocken von Quist, Esslingen, (insbesondere auch die Form der Lüftungslöcher) sehr. Die Helme waren oliv-grün lackiert und hatten ein vereinfachtes Innenfutter 31, welches durch drei Nieten gehalten wurde. Der Kinnriemen war direkt am Innenfutter angebracht.
    Die zweite Genaration bestand aus grauen M 53ern, wie sie bundesweit Verwendung fanden.
    Die Berliner Helme hatten im Innenfutter den Eigentumsstempel des "P.P. Berlin" (Polizeipräsident von Berlin).

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    Dieser Polizeihelm hat die zweite Form des Saarländischen Wappens auf der linken Seite. Die erste ist um einiges größer, sieht aber genauso aus.
    Es gab im Saarland auch Stahlhelme, die von der Landespolizei Baden-Württemberg geliefert wurden und noch das BW-Abzeichen hatten. Hier setzte man einfach das Saarländische Abzeichen drüber, so dass sozusagen noch beide Abzeichen vorhanden waren, nur das alte verdeckt !!

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    Hier ein 53er aus Baden Württemberg, Abzeichen des Landes nur links. Gerade in BW gab es diverse Farbabweichungen bei der Lackierung des Helmes -wohl im Laufe der Jahre entstanden- und es waren diverse Modelle im Einsatz (M 53/M 40-Nachbau). Dieser Helm ist nur als Beispiel herausgegriffen. Interessant die für die Helme der Nachkriegsproduktion "M 53" typischen superbreiten Ränder der Lüftungslöcher.

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    einen besonderen Stahlhelm setzte die Hessische Bereitschaftspolizei ein ! Er war aus vergütetem Stahl, hergestellt von den Vereinigten Deutschen Nickelwerken, Schwerte (VDNS) und hatte die Lüftungssiebe der Feuerwehrhelme. Das Innenfutter ähnelte dem ersten BGS-Innenleder (hatte aber Gummipolster zwischen Glocke und Innenfutter) und einen Kinnriemen, ebenfalls ähnlich der Ausführungen bei Feuerwehrhelmen der 40er bis 70er Jahre.

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    Bei den Bereitschaftspolizeien wurden oft Nachfertigungen im Stile des Wehrmachtshelmes M 40 eingesetzt. Es gab hier KEINE Weiterverwendung alter Wehrmachtsglocken, wie beim BGS !! Alle Polizei-Stahlhelme waren Nachkriegsfertigungen !! Die Glocken waren meist nicht gestempelt und hatten ein vereinfachtes Innenfutter 31 (ähnlich den Luftschutzhelmen im III.Reich) mit drei Nieten. Ausführungen mit 4 Haltenieten (wie etwa bei Feuerwehrhelmen) gab es offenbar bei den Polizeien nicht. Die Kinnriemen waren fest am Innenleder angenietet und mit einem Rolldornverschluss versehen.
    Einige Bundesländer verwendeten Abzeichen an ihren Helmen (Bayern, Bremen, Hamburg, Saarland und Baden-Württemberg), einige mit einem Schwarz-rot-goldenen Wappenabzeichen rechts und dem Landeswappen links (Bremen, Hamburg), die anderen nur das Landeswappen links.
    Die Hamburger Wappen gab es mit einer elfenbeinfarbenen "Hammaburg" und einer weißen Burg. Hier ist die elfenbeinfarbene abgebildet. Ich besitze noch einen M 53, ohne Lüftungslöcher, der das Abzeichen mit der weißen Burg trägt.

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    Dieser 53er von Linnemann und Schnetzer hat Lüftungslöcher, die den Lüftungsbuchsen des Stahlhelms 35 ähnlich sind. Sie sind aber gestanzt.
    Die Farbe ist noch das alte "BGS-Dunkelgrün".

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    Hier ein M 53 (ich nenne den mal so, da ich keinen speziellen Namen weiß, die Innenausstattung aber "I 53 " heißt). Die Glocke ist eine Fertigung der Fa. Linnemann und Schnetzer (L+S im Kreis) Größe 66. Die Innenausstattung I 53 ist eine sehr frühe. Im Unterschied zu den späteren Modellen haben diese noch die runden Nieten zum Halten des Leders am Stahlblechring (wie Wehrmacht letzte Form) und keine Lüftungslöcher im Stirnbereich des Leders. Auch ist das Leder selbst "pappig" und fühlt sich irgendwie "billig" an. Der Kinnriemen ist gestempelt "Wunderlich, Berlin, 1964".
    Der Anstrich der Glocke ist innen dunkelgrün, außen polizeigrün mit Sand rauh gemacht.

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    Nun ein M 40 mit einem BGS-Tarnbezug. Die Glocke stammt von Quist (Q 66) und die drei Nietlöcher wurden industriell zugeschweißt. Dieses ist von außen nicht zu sehen. Das Innenfutter ist ein 53er (zentrale Befestigung) der späteren Form (Haltenieten für's Leder oval und vorn im Stirnbereich Lüftungslöcher im Leder).
    Die Bügel für den Kinnriemen sind hier sehr weit auf dem Seitenschirm angebracht (spätere "Fabrikanbringung" bei den M 53ern erfolgte weiter im Glockenbereich).
    Die Umarbeitung der Wehrmachtsglocke von der "Dreipunktbefestigung" auf die Ausstattung mit der "53er Innenausstattung mit Zentralschraube" erfolgte offenbar werkmäßig.


    Der Tarnbezug war nie ein standartmäßiges Ausrüstungsteil des BGS. Alle bekannten Überzüge sind Fertigungen einzelner Kasernenschneider und wurden aus der tarnfarben/weißen BGS-Zeltbahn hergestellt.


    Der Helm wurde bis 1995 beim BGS verwendet !! Also dienten die Wehrmachtsglocken hier seeehr lange.......

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    Hier ein M 42 mit BGS-Manöverband und BGS-Tarnnetz. Die Glocke ist von unbekanntem Hersteller (nicht zu lesen) im Nacken gestempelt (?)64 und Losnummer. Außen besitzt der Helm einen hellgrünen Anstrich, innen die dunkelgrüne Ursprungsfarbe. Das Innenfutter ist wieder eines der ersten Generation, hier ist jedoch die Kinnriemenbefestigung -bestehend aus zwei "D-Ringen" mit Blechschlaufen vom Wehrmachtsinnenfutter 31, letzte Form- direkt an die Glocke genietet.


    Das Tarnnetz und das Manöverband werden gern als Wehrmachtsteile angeboten, sind aber eindeutig NUR im BGS verwendet worden!! Im Gegensatz zum gelb-roten Manöverband 32 (ein Haken, für M16/17/18 Modelle) oder 36 (für M 35 /40 Modelle, drei Haken zum Befestigen am Helm) der Wehrmacht, besitzt das BGS-Stück nur einen Gummizug zur Größenveränderung. Die WH-Teile hatten alle eine Metall-Klemmschlaufe.
    Das Bild 4 zeigt oben das BGS-Helmband und unten ein Wehrmachts-Manöverband 36 im Vergleich.

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    hier ein Wehrmachtshelm M 35, bei dem die Lüftungsbuchsen entfernt wurden (warum auch immer). Hersteller sind die Sächsischen Emaillier und Stanzwerke, Lauter/Sachsen (SE 62). Der Helm hat noch seine ersten dunkelgrüne Farbe und besitzt ein einfaches Innenfutter der ersten BGS-Generation, Größe 53/54. Der Kinnriemen ist von schlechter Qualität und fühlt sich "pappig" an, keine Stempel. Die Halterungen für den Kinnriemen bestehen aus einfachen Bügeln, die direkt an der Glocke angebracht sind.

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    Hallo Sammlerkollegen,


    da es immer wieder Unsicherheiten im Erkennen von BGS- und Polizei-Stahlhelmen (insbesondere auch im Vergleich zu Wehrmachtshelmen) gibt, habe ich mir die Mühe gemacht und einen Beitrag zu dem Thema verfasst.
    Etwas Geschichtliches:
    Unmittelbar nach dem Kriege gab es wohl vereinzelt Wehrmachts- und Feuerwehrmodelle im Polizeigebrauch. Diese Helme waren vorn mit dem Wort "POLIZEI" (mittels Schablone aufgebracht) gekennzeichnet.
    Erst als sich im Jahre 1951 der BGS und die Bereitschaftspolizeien der Länder bildeten, wurde der Bedarf an Stahlhelmen schlagartig größer. Genau wie im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands wurde auch im Westen eine Polizeitruppe mit Kombatantenstatus (BGS) die "Deutsche Ersatzarmee" mit Granatwerfern, MG, Spähpanzern (engl. Saladin), usw. .
    Zunächst griff man auf alte Wehrmachtshelme zurück, die man zum Teil von Schrottplätzen zurückholte. Diese wurden "runderneuert" und bildeten den Grundstock. Die Modelle reichten von M 35, über M 35/40 bis M 42. Helme des ersten Weltkrieges (Hörnerhelme) wurden BEIM BGS offenbar nicht verwendet. Auch gab es beim BGS KEINE Nachkriegsferigungen des M 40 ähnlichen Stahlhelmes mit drei Nieten ! Die waren eigenartiger Weise nur bei den Länderpolizeien im Einsatz.
    Die Stahlhelme fanden Verwendung bei Übungsschießen, Sprengübungen, Suchen nach bewaffneten "Störern", bei offiziellen Zeremonien, usw. . Etwa Mitte der 90er Jahre schaffte man die Helme im großen Stil ab. Viele wurden verkauft, verschrottet oder verschwanden in Sammlerhände. Nur einige wenige verblieben in den BGS- und Polizeikasernen für Sprengübungen und technische Dienste.


    Aufgrund er Übersichtlichkeit werde ich jedem "Helmmodell" einen Beitrag widmen. Man mag mir das nachsehen, aber ich denke so wird die Sache "runder"......


    So, dann geht's los:

    .....ist doch leider nix Neues, dass wir in Deutschland für derartiges "nichts übrig" haben...... Da wird lieber Geld für Kunst und Kultur 'rausgeschmissen (.....die sowieso kein normaler Mensch versteht). Abriss von militärischen "Altlasten" ist eben immer noch beliebter und einfacher, als sich damit -geschichtlich und wissenschaftlich- auseinanderzusetzen.


    Grüsse, Esbitmännchen