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Nervenklau 01.07.2013 12:37

Junkers Ju 88 A-4 in 20 m Wassertiefe vor Hemsby / Großbritannien
 
Nachdem die Dornier Do 17 vor Kent aus der Nordsee gezogen wurde, arbeiten wir an einer Junkers Ju 88. Eventuell auch für die Taucher von Interesse:

Weil er nicht schlafen konnte, verfolgte ein Mann am 30. Juli 1942 den letzten Flug einer Junkers Ju 88 A-4. Die Maschine flog mit brennendem Triebwerk vor dem Fenster des Engländers entlang. Vor dem Wohnort des Mannes, Hemsby / UK, ging der deutsche Flieger nieder. Gegen 1:47 Uhr morgens informiert der Mann die Behörden über einen Flugzeugabsturz. Seinen Angaben zufolge stürzte eine brennende Junkers Ju 88 bei Hemsby ab. Für das Rettungsboot ON 786 „Forester´s Centenary“ bedeutete der Absturzort einen Anmarschweg von knapp 40 km. Ab 3:42 Uhr suchte das Rettungsboot die ruhige See vor Nordnorfolk ab (Wind WSW, Stärke 2), und entdeckte ein Fischerboot, das eine deutsche Besatzung an Bord genommen hatte.

Im flachen Wasser entdeckte man ebenfalls dann Junkers Ju 88, die im Laufe der Nacht unterging. Auf dem Weg zurück Kurs Sheringham konnte noch ein treibender Toter geborgen werden. Dabei handelte es sich um einen RAF-Angehörigen. Nach meinen Unterlagen könnte es sich bei der Ju 88 um ein Flugzeug der 7. oder 9. Staffel / KG 26 gehört haben. Das KG 26 lag 1942 in der Finnmark und Norwegen; die III./KG26 war m. E. in Finnland eingefallen; während die I. Gruppe beispielsweise im Raum, Drontheim lag. Von dort wurden des öfteren Einsätze gegen den Küstenverkehr vor der britischen Ostküste geflogen. Die Maschine hatte nach Flaktreffern einen Motorbrand und machte ca 2 km vor Hembsby eine Notwasserung. Die Batterie lag bei Caister; die Ju 88 dürfte also in nördlicher Richtung entlang der Nordseeküste geflogen sein. Eventuell hatte sie vorher bei Great Yarmouth Schiffsziele angegriffen. Die Besatzung bestand aus Oberfhr G. Knobel und den drei Obergefreiten (?)E. Schiborr, U. Calaminus und H. Gronau.

Die Strömung vor Hemsby gilt als schwach; der Tidenhub ist mit 2,4 m ebenfalls schwach ausgeprägt. Die Wassertiefen dort betragen rund 16 – 20 m. Basierend auf den Einsatzprotokollen der RNLI, den Unterlagen der ON 786 (https://en.wikipedia.org/wiki/RNLB_F...tenary_(ON_786)) lassen sich zumindest die britischen Einsätze nachvollziehen. Aus englischen Quellen stammen auch die Dioenstgrade und die Namen der beteiligten deutschen Soldaten.

Meine Frage ist nun folgende: kennt jemand die Absturzstelle dieser wahrscheinlich vernünftig erhaltenen Ju 88 vor der englischen Küste bei Hemsby?

Dora9 01.08.2013 09:16

Ju88 A-4
 
Hallo Nervenklau,

ich habe mal nachgesucht. Anbei die Daten aus der Verlustliste.
Leider ist der Absturzort als Unbekannt angegeben.

30.7.1942
Ju88 A-4
Einheit: III/KG26
Werk Nummer: 3810
Kennung: LT+KT
100% Verlust / Alle Besatzungsmitglieder vorerst als vermisst gemeldet
Besatzung:
Ogfr. Günther Knobel, Flugzeugführer
Ogfr. Ulrich Calasinus, Bordfunker
Ogfr. Erwin Schiborr, Beobachter
Ogfr. Horst Gronau, Bordschütze
Absturzort: unbekannt

Grüße
Dora9


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