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Alt 26.08.2010, 23:20   #1
Micha466
 
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Beiträge: 47
Standard "Triton"MD-5002/Seben,s "Tiefensonde"

Chinamüll...Spielzeug..Plastikschrott..die Aussagen sind ja bekannt.
Wer trotzdem noch eine der beiden fast baugleichen Sonden in der Ecke rumstehen hat
kann mit wenigen Modifikationen die Kleinteilempfindlichkeit und Suchtiefe deutlich verbessern und Fehlanzeigen erheblich verringern.Der Aufwand ist relativ gering und das Ergebnis nicht übel.

Umbau an der Suchspule:

Die ohnehin schlecht verklebte Suchspule am Boden öffnen..ist recht leicht einfach aufzuhebeln.
Die äussere Spule ist die Sendespule und die mittige die Empfangsspule.
Der erste Blick zeigt,das Heisskleber sehr billig ist..beim 2. Blick findet man eine "merkwürdige" Cu.L.Drahtschlaufe die fast wahllos im Gehäuse festgeklebt wurde
und nirgendwo angeschlossen ist...

Diese wurde vermutlich deswegen eingeklebt um einen leichteren Bodenabgleich durchführen zu können bzw auf stark mineralisierten Böden das Gerät überhaupt ruhig zu bekommen.Dieser "Trick" bzw Pfusch taugt nichts da ab einer gewissen Empfindlichkeitseinstellung eben diese Drahtschlaufe mitdetektiert wird bis die Empfindlichkeit so niedrig eingestellt wird das dieser Draht nicht mehr angezeigt wird.

So geht die Suchtiefe den Bach runter und da die Drahtschlaufe die Grösse gesuchter Gegenstände übersteigt(Münzen o.ä) werden diese nur noch schlecht detektiert.

Diese Drahtschlaufe ist zu Entfernen.

Zur Empfangsspule...oft (nicht immer) ist diese schlecht zur aussenliegenden Sendespule schlecht zentriert..d.h nicht mittig...sollte aber....der weiteste Abstand zur Sendespule bedeutet max. Suchleistung weil der Abstand Sende/Empfangsspule die beeinflussung untereinander definiert und der grösste Abstand beider Spulen in dieser Anordnung eben exakt die Mitte ist.

Bedeutet...Heisskleber entfernen und die Empfangsspule mittig Justieren.
Im Gegensatz zum Triton hat die Sebensonde zur Fixierung zusätzlich 4 Metallschrauben...auch so ein Blödsinn der immer "Mitgefunden" wird und Leistung klaut..
Diese 4 Schrauben entfernen..sind eh überflüssig.

Der Triton besitzt diese nicht und hat sauberer verlötete Platinen samt besser abgeglichener Elektronik...stammt scheinbar trotz identischer Technik aus einem anderen China Werk...im Vergleich zum Seben ist der "Triton" eine bessere Fertigung.

Gut...nachdem die Empfangsspule wieder mit Heisskleber oder Silikon fixiert wurde
kann der Deckel mit großzügig Sanitärsilikon wieder aufgeklebt werden..sollte aber bis zur Trocknung mit 2 Brettchen und z.B Schraubzwinge leicht zusammengedrückt werden.
Nach dem Trocknen des Silikons haben wir sogar zum ersten Mal eine wasserdichte Spule

Wer jetzt noch möchte,kann das Gehäuse mit der Elektronik öffnen und die LED abklemmen die zwischen 15 und 20mA nutzlos Strom verbrät.
Den L7809 Festspannungsregler kann man durch eine "Low Drop" Version austauschen
was die Suchdauer mit einer Batterieladung LR6 um ca. 30% und mehr verlängert...
noch besser siehts beim Einsatz mit NiMh Akkus aus.

Nach den kleineren Modifikationen am Triton hab ich folgende Werte(Allmetallmodus) in Luft gemessen:

1ct in 22,5cm Abstand
5ct 26 cm
50ct 27,5 cm
1 und 2 Euro beide bei 32cm

Das kann sich absolut sehen lassen...der "Compadre SE" den ich zum Vergleich genommen habe konnte dem nichts entgegensetzen.
Die Bodenwerte lagen ca. 3-4cm unter den Luftwerten...sind aber nicht so Vergleichskräftig
weil die Bodenbeschaffenheit immer so ne Sache ist.
Fehlanzeigen waren erstaunlich gering...waren auch durch wiederholtes Übersondeln gut auszumachen.

Brauchbare Disk,s findet man nur in den oberen Preisregionen...deshalb sind solche Geräte
immer "Allmetalldetektoren"...ist beim Compadre auch nicht anders.

Gehäuse,Verarbeitung und Gewicht...eher schlecht....mein Vallon Magnetometer lässt sich bequemer über längeren Zeitraum schleppen als der MD-5002.

Den umgebauten MD-5002 benutze ich übrigens schon länger zur direkten Oberflächensuche. Abhängig von der Suchspulengrösse und der Arbeitsfrequenz,Suchprinzip,findet der nicht weniger als andere Vlf Detektoren...bringt jedoch bessere Suchleistung als ein Vlf Gerät mit kleineren Suchspulen..z.B den "Compadre SE".....Vorteilhaft empfinde ich beim billigen Triton das "Non Motion" Prinzip..Geschmacksache..

Zerbröselt ist der Triton bisher nicht..abgesoffen auch nicht...

Passt gut in die Lücke zwischen meinem 39cm PI Detektor und der alten Vallon.
Sollte der China MD5002 mal hinüber sein,hol ich mir wieder einen...

"Out of the Box" würd ich den nicht benutzen..Das Ding hatte ich mal als "Versuchskaninchen" angeschafft..und durfte bleiben...im Gegensatz zum Tesoro..

Als Kaufempfehlung hab ich dieses hier nicht geschrieben...nur als Tip das man den mit wenig Aufwand durchaus Verwendbar machen kann.

Micha
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