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Alt 29.05.2013, 17:44   #1
sauerfan
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Standard Deutsche Jagdscheine 1806 - 1990

Moin,

„Fronti“ animierte mich kürzlich dazu, mein alten Beitrag über Jagdscheine wieder aufleben zu lassen, der „in die ewigen (?) Jagdgründe“ des MFF-Archivs eingegangen ist:

http://www.militaria-archiv.com/showthread.php?t=91378

Eine – wie ich finde - gute Idee von Fronti, aber diesmal gehe ich es systematischer an.

Also: neben allem was schön ist von J. P. Sauer Sohn, Suhl (bis 1945) sammle ich Waffenscheine:
http://www.militaria-fundforum.de/sh...d.php?t=136030

und alte deutsche Jagdscheine aus der Zeit 1806 – 1990. Klingt komisch, is’ aber so. Es gibt ja nichts, was nicht gesammelt wird, außer Mahnbescheiden vom Finanzamt vielleicht (obwohl....wer weiß). Nun, ich würde mich freuen, wenn jemand auch einen Jagdschein besitzt und ihn hier mal zeigen würde, zumal ich eine Publikation zu diesem Thema plane.

Diesmal fange ich mit dem an, was viele am meisten interessieren dürfte:

Jagdscheine aus der Zeit des III. Reichs.

Interessiert mich (bis auf Ausnahmen) am wenigsten, da zumindest die Jahresjagdscheine der Zeit 1937 bis 1945 die weitaus häufigsten zu findenden sind. Diese weißen, gelb umrandeten Jahresjagdscheine sind so häufig, dass man sie fast als Landplage auffassen kann – sie sind sogar häufiger zu finden, als die ca. 1968 eingeführten bundesdeutschen Jagdscheine im noch heute gültigen Format (das „grüne Büchlein“).

Deswegen: nichts für ungut, aber Jahresjagdscheine aus der Zeit 1937 – 1945 brauchen hier nicht gezeigt zu werden, außer sie weisen Besonderheiten auf.

Doch der Reihe nach:

Das Reichsjagdgesetz (RJG) trat am 1. 4. 1935 in Kraft. Bis dahin galten in jedem deutschen Staat eigene Jagdgesetze mit eigenen Regelungen zu Jagdscheinen (die je nach Staat Jagdschein, Jagdkarte, Jagdpaß, Waffenschein oder Jagdwaffenpaß hießen). Mit extrem unterschiedlichen Regelungen, mit einer schier unüberschaubarer Fülle an verschiedensten Erscheinungsformen (was die Jagdscheine so interessant macht).

Am 1. 4. 1935 galt nun der Jagdschein für ganz Deutschland – vorher war er jeweils nur in dem ausstellenden Land gültig. Diese Regelung des RJG wurde nach dem Krieg übernommen, so das auch heute ein deutscher Jagdschein in ganz Deutschland gültig ist. Wer also beispielsweise in Hildesheim (Preußen) zuhause ist, eine Einladung nach Wolfenbüttel (Braunschweig) erhält und im selben Jahr zur Treibjagd in die Gegend von Bückeburg (Schaumburg-Lippe) eingeladen wird, der brauchte ab 1935 nur einen Jagdschein und nicht derer drei (drei Staaten = drei zu bezahlende Jagdscheine). Die vor 1935 geltenden einzelstaatlichen Regelungen erklären aber auch den eigentlichen Zweck von Tagesjagdscheinen (je nach Land zwischen einem Tag und sieben Tage gültig): wer nur mal über’s Wochenende bei einem guten Freund zur Jagd eingeladen war, der brauchte dann nur einen deutlich kostengünstigeren Tagesjagdschein zu lösen.

Das RJG baut auf dem preußischen Jagdgesetz 1934 auf, dass nur ein Jahr gültig war und sozusagen ein Testballon für ganz Deutschland war. Dieses preußische Jagdgesetz (von Heinrich Scherping maßgeblich gestaltet) wiederum baute bezüglich der Jagdscheine auf dem alten preußischen Jagdschein-Gesetz von 1895 auf, das grundsätzlich drei Arten von Jagdscheinen kannte, die sich (unabhängig vom Jahr der Ausstellung) farblich unterschieden:

GELB: Jahresjagdschein, d. h. Jagdschein gültig auf ein Jahr
ROT: Tagesjagdschein, gültig auf drei aufeinander folgende Tage
WEISS: gebührenfreier Jahresjagdschein, i. d. R. ausgestellt auf Förster, Forststudenten oder sonst wie die Jagd im Staatsauftrag ausübende Personen.

Diesem Farbkanon fügte das preußische Jagdgesetz 1934 und dann das RJG 1935 weitere Farben hinzu:

BLAU: Jahresjagdschein für Jugendliche
GRÜN: Bezirks-Jahresjagdscheine für Angehörige des (ehem.) Landes Österreich bzw. der Ostmark (ab 1938; Bezirks-Jahresjagdscheine waren eine Eigenheit des österreichischen Jagdrechtes und wurden – nur dort! – ausgegeben)
GRÜN: Jahresjagdscheine für Falkner.

Bezüglich des Designs der Jagdscheine bauten sowohl das preußische Jagdgesetz, als auch das RJG 1935 auf Mustern auf, die in Preußen 1930 – 1933 ausgegebenen wurden.

Was die Häufigkeitsverteilung der gelben – roten –weißen Jagdscheine betrifft, sprechen preußische statistische Jahrbücher eine klare Sprache:

Jahresjagdscheine (gelb): ca. 80%
Tagesjagdscheine (rot): ca. 10 %
Gebührenfreie Jagdscheine (weiß): ca. 10%

(die Jahres- bzw. Tagesjagdscheine für Ausländer rechne ich hier mal nicht mit, da diese statistisch praktisch keine Rolle spielen)

So, nun die Gretchenfrage: welche Jagscheine des III. Reiches sind selten – und welche nicht? Und wie erkennt man diese?

Grundsätzlich gilt natürlich: schon aus der Statistik ergibt sich, dass die „weißen“ und „roten“ deutlich seltener sind, als die „gelben“. Von den „blauen“ und „grünen“ ganz zu schweigen.

Aber selbst bei den „gelben“ gibt es deutliche Unterschiede. Dies liegt daran, dass man in Preußen 1930 – 1933, Preußen 1934 und im III. Reich 1935, 1936, sowie 1937 – 1945 fünf verschiedene Varianten gab, die auf den ersten Blick alle gleich aussehen, sich aber bei näherer Betrachtung doch unterscheiden. Die Vergleichbilder zu Jahres- bzw. Tagesjagdscheinen dürften weitere Worte überflüssig machen.

Zu betonen ist nochmals, dass die preußischen Varianten 1930-1933 bzw. 1934 NUR in Preußen gültig waren, während alle nachfolgenden drei Varianten in ganz Deutschland gültig waren. Schon von daher ergibt sich, dass ein „gelber“ Preuße von 1934 seltener sein muss, als ein „gelber“ Jagdschein von 1935.

Gruß

sauerfan
P.S: über das Zeigen weiterer deutscher Jagdscheine und über die Jagd betreffende Dokumente/Ausweise würde ich mich freuen. Und natürlich gibt es auch höchst seltene und interessante Jagdscheine/Jagddokumente aus der Zeit des III. Reiches – ich wollte einfach mal hier mit einer Übersicht der am häufigsten vorkommenden Varianten anfangen. Dabei will ich betonen, dass Tagesjagdscheine (auch 1937 – bis 1945) zu den nicht ganz so häufigen Jagdscheinen gehören.
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Alt 30.05.2013, 17:20   #2
sauerfan
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Standard Andere Jagdscheine/-karten aus dem Jahr 1934

Apropos 1934: um mal einen kleinen Einblick zu geben, wie Jagdscheine/Jagdkarten in den anderen Staaten aussahen, eine kleine, auf das Jahr 1934 begrenzte Auswahl:


1. Jagdkarte Bayern 1934 (interessant: eine ganz normale Jagdkarte für einen Förster, der in Bayern einen ganz normale Jagdkarte lösen und bezahlen musste, wenn er nicht auf staatlichem Forstgrund jagte)

2. Jagdschein Braunschweig 1934 (ein unentgeltlicher; im Gegensatz zu Preußen wurden unentgeltliche auch für Grundeigentümer ausgestellt)

3. Jagdschein Lippe-Detmold 1934

4. Jagdkarte Lübeck 1934

5. Jagdkarte Oldenburg 1934 (eine unentgeltliche Jagdkarte für Grundeigentümer)

6. Jagdkarte Sachsen 1934

7. Jagdschein Thüringen 1934

8. Jagdkarte Württemberg 1934

Gruß

sauerfan
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Alt 30.05.2013, 19:54   #3
Frontalschaden
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Hallo

Vorab: Ich hab mir gerade einen Wolf gesucht... Hatten wir nicht mal einen seperaten Thread, nur über Jagdscheine, oder verwechsele ich das mit dem Waffenbesitzkartenthread?

Naja, sei es drum....

Beim Aufräumen ist mir dieser Nachlass mal wieder in die Hände gekommen. Die Fotos fanden sich dann auch noch auf der Festplatte.

Zu sehen sind:
2 Inländer Jahres Jagdscheine,
2 Jahresfischereischeine,
Ausweis für Jagdausübungsberechtigte
1 Wildursprungsschein,
Werksausweis,
Nachkriegs-Mitgliedsausweis Österreichischer Jagdverband
Führerschein


Bemerkenswert finde ich die Eintragungen (Verlängerungen).


Aus meiner Sicht zwar nix besonderes, aber schön anzuschauen allemale. Mir gefällt das Set.


Gruss, Fronti

P.S.: So, hab das jetzt mal editiert und meinen thread hier reinverschoben.
Da er zeitlich dann ganz oben auftaucht, also vor Sauerfans Eröffnungsposting, muss ich ihn jetzt noch mal neu erstellen. (Hiermit gemacht)
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Alt 31.05.2013, 20:29   #4
Klute0007
 
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Na dann möchte ich auch mal....
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Alt 31.05.2013, 20:31   #5
Klute0007
 
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Teil 2
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Alt 25.09.2014, 18:44   #6
sauerfan
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Moin,

obwohl ich eigentlich keine Inländer-Jahresjagdscheine, dritte Ausführung, mehr sehen will (geschweige denn kaufen), alldieweil diese die fast einer Landplage gleich häufig auftauchen, habe ich mal eine Ausnahme gemacht. Es gab aber gleich mehrere gute Gründe für den Kauf des hier vorgestellten, schwer geschleppten und entnazifizierten Scheins:

1. ausgestellt 21. Juli 1944 in Warschau (für einen Luftwaffen-Major d. R.). Mir war bis dato nicht bekannt, dass man in Warschau (Generalgouvernement) auch einen normalen reichsdeutschen Jagdschein bekommen konnte.

2. die zugehörige, prall gefüllte Munitionskarte. Diese ist an sich schon ungewöhnlich, da völlig provisorisch erstellt (normale Munitionskarten waren professionell gedruckt). Der Inhaber hat fleißig 16er Schrotpatronen bei zwei Waffenhandlungen in Litzmannstadt (Łódź) gekauft – der letzte Kauf datiert vom 4. 1. 1945 (Besetzung von Łódź durch sowjetische Truppen: 19. 1. 1945).

3. Die Verlängerung des Jagdscheins – nun durch den Landkreis Waldmünchen/Bayern, in der Nähe von Cham und direkt an der tschechischen Grenze gelegen am ….. man glaubt es kaum….. 18. April 1945! Und damit ist der Jagdschein mein diesbezüglicher Rekordhalter (bisher: Verlängerung am 12. April 1945).

4. Die weiteren Verlängerungen, diesmal im Landkreis Verden (Niedersachsen) 1950 und 1951 (7. Mai). Für mich der kaufentscheidende Knaller. Denn eine so (!) späte Verlängerung eines Jagdscheins des III. Reichs ist mir noch nicht untergekommen. Zumal in Niedersachsen schon längst neue Jagdschein-Formulare vorhanden waren – zufällig habe ich einen in Verden ausgestellten Jagdschein (17. Mai 1951), den ich auch befüge (letztes Bild).

Gruß

sauerfan
P.S. Es wär's mir recht, wenn hier außergewöhnliche Jagdscheine, insbesondere deutlich vor 1933 ausgestellte Jagdscheine vorgestellt werden würden...
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Alt 14.11.2014, 07:35   #7
farmertom
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Moin,
hier der Jagdschein meines Großvaters, ausgestellt von den Besatzungsbehörden, und der zugehörige Waffenschein.
Gruß

PS: ob man dieses Teil jetzt unbedingt als Jagdschein bezeichnen kann? Aber es bestätigte sein Jagdrecht.
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Alt 14.11.2014, 09:54   #8
sauerfan
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Zitat:
Zitat von farmertom Beitrag anzeigen
Moin,
hier der Jagdschein meines Großvaters, ausgestellt von den Besatzungsbehörden, und der zugehörige Waffenschein.
Gruß

PS: ob man dieses Teil jetzt unbedingt als Jagdschein bezeichnen kann? Aber es bestätigte sein Jagdrecht.
Hallo Tom,

herzlichen Dank für’s Zeigen! Doch, doch, den Schein kann man als Jagdschein bezeichnen. Ist ein Standard-Teil der US-Truppen der 50er. Aber auf einen Deutschen ausgestellt hab’ ich diesen Schein noch nicht gesehen. Wenn er nicht von Deinem Großvater wäre, würde ich versuchen …. Aber das verbietet sich natürlich.

Mal zum Vergleich zwei ganz frühe Scheine der US-Behörden für US-Truppen-Angehörige von 1945 und ein „Sonder-Jagdschein“ Hessen 1949.

Gruß

sauerfan
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Alt 14.11.2014, 11:23   #9
farmertom
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Moin,
interessanterweise ist auf dem US-Dokument der Familienname falsch geschrieben. Hat aber scheinbar niemanden wirklich interessiert.
Die Flinte, die im Waffenschein eingetragen ist, hab ich noch. Eine Büchse, die er ja auch hätte erwerben dürfen, hatte er nie. Vermutlich aus Geldmangel. Auf seinem Bauernhof waren zwei "Flüchtlingsfamilien" mit untergebracht. Leider hab' ich ihn nicht mehr kennengelernt.
Da er schon vor dem Krieg das Jagdrecht in seiner Gemeinde innehatte, waren auch entsprechend Waffen vorhanden, die aber von den Besatzern konfisziert und vernichtet wurden.
Alle im Dorf eingesammelten Waffen wurden auf einen großen Haufen geschmissen. Dann fuhr ein Panzer drüber. Die Reste wurden dann in einen Brunnen geworfen und der Brunnen zugeschüttet.
Die Überreste des Brunnens gibt es noch heute.
Gruß

PS: Es verbietet sich gar nix!
Da es in meiner Familie niemanden gibt, der sich für das alte "Zeugs" interessiert, kannst Du die beiden Teile haben. Dann sind sie zumindest bei einem Sammler, der darauf aufpasst.
Was glaubst Du wie oft ich mich schon geärgert habe, nicht gefragt zu haben. Wenn ich dann hinterher erfahren hab' was mit den Sachen passiert ist.

Geändert von farmertom (14.11.2014 um 11:36 Uhr)
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Alt 15.11.2014, 19:08   #10
Karaya1
 
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Sehr interessante Stücke zeigt ihr da!
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