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Alt 27.07.2018, 20:25   #1
MeFISToh
 
Registriert seit: 24.07.2018
Beiträge: 3
Standard Backstein Kriegsverbrechergefängnis Spandau

Hallo,
ich bin neu hier und habe mich angemeldet, weil ich mal eine Expertenmeinung bräuchte. Ich habe hier einen in einem Acryl- oder Plexiglaskasten deponierten Backstein auf einem kleinen Holzregal, der mit so einem "Dymo"-Beschriftungsstreifen mit "Gefängnis Spandau 1983" beschriftet ist. Ich habe mich natürlich eingelesen. Damit aus den Resten des Gefängnisses, aufgrund seines letzten Insassen (Albert Speer), keine Devotionalien werden, wurden diese 1987 teilweise gemahlen und auf See verklappt. Dass der Stein also von 1983 sein soll, ergibt also zeitlich Sinn. Da nun dieser Stein extra in einem Kasten drapiert wurde, scheint er auch (zumindest für manche) von Bedeutung zu sein.
Daraus ergeben sich mehrere Fragen:

a) Gibt es immer noch Interessierte daran?
b) Sind die Interessenten privater Natur oder hat das Ding bei vorausgesetzter Echtheit auch museale Bedeutung?
c) Gibt es dafür ggf. einen Markt?
d) Wie finde ich ggf. Echtheit heraus?
e) Gab es so etwas mal (vielleicht auch zu Hauf?) auf dem Markt oder ist das ein privat erstelltes Einzelstück?

Ihr hört wahrscheinlich schon heraus, für mich hat er keine große Bedeutung - was nicht heißt, dass ich mich über das Ohr hauen lassen möchte, ich habe keinen Goldesel.

Dass heißt auch nicht, dass ich auf das zwingend Geld angewiesen bin, wenn bei nur geringem Wert ein Museum daran Interesse hat, bitte. Dann haben mehr etwas davon.

Ich versuche gleich mal, ein Foto hochzuladen, ich blicke hier mit den Berechtigungen noch nicht ganz durch.

Bin für jede Hilfe, Erfahrung, Meinung dankbar

mfG MeFISToh
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Alt 27.07.2018, 20:55   #2
MeFISToh
 
Registriert seit: 24.07.2018
Beiträge: 3
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So sieht er aus, der Stein im Kasten...
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Spandau.jpg (261.6 KB, 171x aufgerufen)
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Alt 28.07.2018, 07:28   #3
Reiter
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Vorausgesetzt der Stein war einmal Teil des besagten Gefängnisses, dann mag er für ein gewisses Klientel sicherlich einen Sammlerwert haben.

Nur weil er in einem Plexiglaskasten mit entsprechender Beschriftung liegt, macht ihn das aber nicht zu einem nachweislichen Original und da sehe ich das Problem.
Das kann ebenso ein x-beliebiger Backstein sein wie es ihn unzählige Male gibt.
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Alt 28.07.2018, 09:07   #4
Coloneldutrain
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... hier ist bestimmt Rudolf Heß gemeint ...

Sorry für die Schlaumeierei

CdT
__________________
Wir Sterbliche sind nur Staub und Schatten (Proximus)
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Alt 29.07.2018, 08:12   #5
MeFISToh
 
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Vollkommen richtig! Danke für den Hinweis Coloneldutrain.
Somit suche ich also einen Bausachverständigen, der die Echtheit bestätigen kann. Gibt es denn irgendwo Reste der Bausubstanz, mit denen man vergleichen könnte? Oder wurden z.b. gestempelte Ziegel verbaut oder hatten diese ein spezielles Maß oder sonst irgendeine Spezifikation? Wer hat Informationen zum Mauerwerk?

Grüße MeFISToh
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Alt 29.07.2018, 13:13   #6
lucius
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Beiträge: 1,558
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Dafür einen Echtheitsbeweis zu erstellen ist genauso schwierig, wie bei den kursierenden "Original"stücken der Berliner Mauer (die zusammengesetzt eher die Chinesische Mauer ergeben würden...)

Letztendlich bleibt es eine Glaubensfrage. Oder eine Marktlücke.
__________________
Kennt ihr schon die neue Zeitschrift für Schatzsuche, Sondengehen und Heimatforschung?

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Alt 06.08.2018, 14:42   #7
Enigma0815
 
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Beiträge: 41
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Moin,
es stehen noch Verwaltungsgebäude. Aber das zu vergleichen, sprengt so schon den Rahmen des ideellen Wertes. Vom Farbton passt es auf jeden Fall.
Nur das die Steine pulverisiert worden sein sollen, spricht gegen die einfache Erklärung, das die Steine damals einem abgesperrten und britisch kontrolliertem Bereich abgekippt wurden. Warum sollen die sich mehr Arbeit gemacht haben, als Notwendig?
__________________
Suche alles zu Spandau, sämtliche Einheiten die hier mal waren (bevorzugt 1920-1945) IR 67, 203 und deren Kasernen, Fort Hahneberg etc.
Enigma0815 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2018, 17:14   #8
Karabiner98
Sammelschwerpunkt Dienstdolche der SA/SS
 
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Registriert seit: 13.04.2009
Ort: Landkreis Regensburg
Beiträge: 4,813
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Als Maurer kann ich dir sagen, dass diese Steine deutschlandweit sowohl für Einfamilienhäuser, Garagen, Knastzellen und alle anderen Gebäude verwendet wurden.
__________________
!!! SUCHE !!!
--> Nachlässe und Co. aus Regensburg und Umgebung <--
Meine Beiträge, Themen und Fotos dienen zur historischen Aufklärung und Forschung und werden nach § 86 u. 86a nicht zu propagandistischen Zwecken genutzt !
Karabiner98 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.08.2018, 14:25   #9
Zünderfreak
 
Registriert seit: 10.03.2011
Ort: mal hier, mal da, aber immer Brandenburg
Beiträge: 711
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Den will ich sehen, der diesen Ziegel einem Gebäude zuordnen kann. Selbst eine Analyse der Bestandteile könnte keinen Hinweis geben, denn womit will man das vergleichen?! Große Baustellen wurden häufig von mehreren Werken beliefert, dann haben diese auch noch andere Baustellen beliefert. Nach viel verpulvertem Geld würde sicher nur herauskommen, dass es eventuell möglich gewesen wäre.
Die Maße der Steine waren damals schon genormt, sog. Reichsformat.
Wenn keine einmaligen und eineindeutig zuweisbaren Merkmale an diesem Stein zu finden sind, ist es zwecklos. Zumal, warum sollen sich die Steine dieses Bauwerks von anderen unterscheiden, damals wusste ja keiner das Hess oder wer auch immer mal in diesem Bauwerk sein wird.

Zumal die Preise für so etwas sehr gering sind. Ich habe mal auf einem Waldweg in Bogensee einige große grüne Stücke Marmor aus Goebells's Villa gefunden. Die wurden dort nach einem Umbau der Heizung "verklappt", die Teile sind eindeutig zuweisbar, 10€ war das höchste aller Gefühle, was mir geboten wurde.
Zünderfreak ist offline   Mit Zitat antworten
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