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Alt 08.07.2015, 19:12   #1
nilo85
 
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Hi ich habe diese 2 Schlösser, kann mir jemand etwas dazu sagen ? Welches ist älter ? Gruß Nilo
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Alt 08.07.2015, 19:13   #2
nilo85
 
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Und sie Rückseite
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Alt 09.07.2015, 06:21   #3
Homunculus
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Schau mal hier. -> http://www.das-koppelschloss.de/startseite1.htm
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Alt 09.07.2015, 10:28   #4
Sleepwalker
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Das eine mit dem Haken ist ein Eigentumsstück in Anlehnung an das M95... erkennt man ganz leicht an dem Kreuz über der Krone... Das Dienststück hat da ein "Tatzenkreuz" / "Eisernes Kreuz"... das Privatstück ein Lateinisches Kreuz oder Griechisches Kreuz.
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Alle von mir gezeigten zeitgeschichtlichen und militärhistorischen Berichte und Gegenstände aus der Zeit 1933 - 1945 und angesprochenen Themen dienen nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger und verfassungsfeindlicher Bestrebungen, der wissenschaftlichen und kunsthistorischen Forschung, der Aufklärung oder Berichterstattung über die Vorgänge des Zeitgeschehens oder der militärhistorischen und uniformkundlichen Forschung gemäß §§ 86 / 86a, Deutsches StGb.
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Alt 09.07.2015, 13:35   #5
nilo85
 
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Zitat:
Zitat von Sleepwalker Beitrag anzeigen
Das eine mit dem Haken ist ein Eigentumsstück in Anlehnung an das M95... erkennt man ganz leicht an dem Kreuz über der Krone... Das Dienststück hat da ein "Tatzenkreuz" / "Eisernes Kreuz"... das Privatstück ein Lateinisches Kreuz oder Griechisches Kreuz.
Ah ok gibt's da preisliche Unterschiede?
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Alt 09.07.2015, 20:18   #6
Kurt Dönch
 
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Zitat:
Zitat von Sleepwalker Beitrag anzeigen
Das eine mit dem Haken ist ein Eigentumsstück in Anlehnung an das M95... erkennt man ganz leicht an dem Kreuz über der Krone... Das Dienststück hat da ein "Tatzenkreuz" / "Eisernes Kreuz"... das Privatstück ein Lateinisches Kreuz oder Griechisches Kreuz.
Mit Verlaub, das mit der Form des Kreuzes auf der Krone kommt vielleicht bei den preußischen Armeeschlössern in der Ausführung ab 1895 hin. Proben der vorschriftsmäßigen Schlösser kenne ich da zwar auch nicht, aber bei diesen Schlössern erscheint das "Tatzenkreuz" regelmäßig bei Dienststücken, und das "lateinische" Kreuz bei Eigentumsstücken. Beim alten Modell 1847 taucht das lateinische Kreuz dagegen regelmäßig auch auf Dienststücken auf. Dass sich das auf die sächsische Armee so ohne weiteres übertragen lässt, wage ich zu bezweifeln. Das gezeigte Schloss mit lateinischem Kreuz lässt sich durch die "ausgebuchtete Öse" für den Hakenfang (unsere amerikanischen Sammlerfreunde sagen dazu "thumbnail catch") leicht als nicht vorschriftsmäßig und somit als Eigentumsstück qualifizieren. Der massive angelötete Haken auf dem anderen Schloss ist eine sächsische Eigenart (findet man bei den Koppelschlössern der anderen Kontingente eigentlich nicht).

Viele Grüße
Kurt
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Alt 13.07.2015, 17:08   #7
Sleepwalker
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Ja beim preußichen M47 und dann nimmer mehr.

Das einzigste sächsische Modell mit Haken anstelle Öse ist das M1866.

Und das ist es nicht...

Dagegen haben Privatstücke des M95, wie hier, oft so einen Haken.

Grüße
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Alt 13.07.2015, 20:01   #8
Kurt Dönch
 
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Hallo Sleepwalker,

ich hatte ja geschrieben, bei den preußischen M95 kommt - jedenfalls empirisch - die Aussage offenbar hin, dass "vorschriftsmäßige" Schlösser (im Sinne von Dienststücken) das Tatzenkreuz ("EK-förmig") hatten. Das deutet darauf hin, dass die Proben ein "EK-förmiges" Kreuz hatten. In den Vorschriften wird dieses Detail aber nicht erwähnt, und, wie gesagt, Proben kenne ich keine. Es gibt aber sehr wohl preußische Eigentumsstücke M95, die auch ein Tatzenkreuz haben. Also umgekehrt geht es jedenfalls nicht auf.

Bei den sächsischen Schlössern kommt der Schluss auf ein Dienststück rein anhand des Tatzenkreuzes jedenfalls nicht hin:

Wenn bei den beiden hier gezeigten Schlössern die Anordnung auf dem Rückseitenbild die gleiche wie bei dem Vorderseitenbild ist, dann hat das Stück mit dem EK-förmigen Kreuz den "thumbnail catch" und ist dadurch eindeutig als Eigentumsstück anzusprechen. Wenn, wie Du schreibst, der "sächsische" Haken bei den M95 nur auf Eigentumsstücken vorkommt, sind beide Schlösser Eigentumsstücke.

Insgesamt findet sich bei den sächsischen Armeeschlössern M95, und zwar bei vorschriftsmäßigen Stücken genauso wie bei Eigentumsstücken, das Kreuz in Form des EK (stark geschwungene Kreuzarme) nur verhältnismäßig selten, das lateinische dagegen häufig, entweder mit gleichschenkeligen Armen oder mit gestrecktem vertikalem Arm. Häufig findet sich auch eine Abwandlung mit zu den Enden hin leicht geschwungenen dünnen Armen. Diesen Typus rechne ich auch dem "lateinischen" Kreuz zu, er erinnert überhaupt nicht an das EK.

Auch bei den sächsischen M15 findet sich sowohl das EK-förmige Tatzenkreuz, als auch das lateinische Kreuz.

Viele Grüße
Kurt
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Alt 13.07.2015, 22:46   #9
Sleepwalker
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Hallo,

mit dem Kreuz gebe ich dir recht.

Das "lateinische" Kreuz findet man auf Dienstmustern.

Was für mich ein zweifelsfreier Hinweis auf ein Eigentumsstück ist, ist der Kasten des M95 in Verbindung mit dem Haken anstelle der Öse. Das war absolut entgegen der Vorschrift.

Aber wir müssen hier echt mal etwas Licht ins Dunkel bringen...

Hier zunächst mal die Vorschrift für die sächsichen M66, M71 oder M93 (?) (beides aus der Vorschrift von 1893) und M95 (von 1904).
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Alt 13.07.2015, 22:49   #10
Sleepwalker
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Hier ein M66, seit 1893 nur noch für Mannschaften der berittenen Einheiten zu Fuß usw...

Dieses Modell hatte noch einen Haken anstelle einer Öse... es war das letzte derartige Modell in Sachsen.

Die gabs mit Kasten aus Messing oder Neusilber.
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