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Alt 13.12.2017, 04:26   #1
gerni1209
 
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Standard Ritterkreuz S&L B Typ

Hallo

Mal eine Frage!
Wie kann es sein, daß Ritterkreuze S&L B Typ mit Zinkkern und 935 und 4 gestempelt als originale anerkannt werden??? Nur weil die Amis sagen in Klessheim gefunden!
Die Kreuze haben die Fehlerreihe mit 12 Rippungsfehler oder 13!
Mein Kreuz hat einen Zinkkern und ebenfalls 12 oder 13 Rippungsfehler ist aber ohne Markierung!
Meines ist aber als nach 45 erkannt!
Ich befssse mich nun seit fast 2 Jahren mit dem Thema und ich komme zu der Feststellung, dass die Zeitschiene von März nicht stimmen kann. Ausserdem noch die Geschichte mit den Piloten dennen die Orden abgenommen wurden und angeblich ein Ritterkreuz S&L B Typ mit Zinkkern dabei war was mit Fotos bestätigt wurde.
Bitte mal um Euere Meinungen. Bis vor Erscheinung von März Buch waren alle B Typen original!!!
Gruß Gerhard
gerni1209 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.2017, 10:04   #2
grueni1208
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Ich glaub es macht auch einen Unterschied aus welchem Material der Kern ist, sprich Zink oder Buntmetall. Meine Nachkriegs RKs haben, soweit ich das als Laie beurteilen kann, alle Buntmetallkerne. Zink würde ich in die Kriegszeit hauptsächlich sehen, während Buntmetall eher in die Nachkriegszeit. Allerdings muss man ja logischerweise auch davon ausgehen, dass pünktlich zur Eroberung von Lüdenscheid nicht alle halbfertigen Produkte und Restmaterialien aufgebraucht waren, was für mich bedeutet, dass die erste Produktion nach 45 noch mit den gleichen Materialien etc. wie vor 45 hergestellt worden ist bzw. sein könnte. Ähnlich verhält es sich sicherlich auch bei Souval. Somit dürften einige vermeintlich gute Stücke von SuL und Souval in Sammlungen schlummern, die erst nach 45 zusammen gesetzt worden sind.

Ich denke mal, dass Dietrich seine Aussagen mit der Punzierungspflicht teilweise begründet, da ja alle an die PKZ gelieferten Orden und Ehrenzeichen Herstellerpunzen haben mussten und somit dürften dann in der Theorie RKs von SuL ohne Punzierung nicht aus der offiziellen Kriegsproduktion stammen. Ähnlich verhält es sich ja bei den bedingt anerkannten DKs von SuL, wo die 4er gepunzten Stücke als mögliche Originale gesehen werden könnten im Gegensatz zu den gleichen Stücken ohne Punze.

Vom Grundsatz würde ich da Dietrich Recht geben.

Um das Thema zu erweitern, ich hab von einem Sammler gehört, der in der Nähe von Idar-Oberstein wohnt, dass die dortigen Hersteller nach 45 alles noch aufgebraucht haben was da war für eine inoffizielle Nachkriegsproduktion. Jetzt kann man sich selber drüber Gedanken machen, was alles in Idar-Oberstein an Orden und Ehrenzeichen hergestellt worden ist.
__________________
MfG

Grüni


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Geändert von grueni1208 (13.12.2017 um 10:07 Uhr)
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Alt 13.12.2017, 12:29   #3
Sammler32
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Zitat:
Zitat von gerni1209 Beitrag anzeigen
Hallo

Mal eine Frage!
Wie kann es sein, daß Ritterkreuze S&L B Typ mit Zinkkern und 935 und 4 gestempelt als originale anerkannt werden??? Nur weil die Amis sagen in Klessheim gefunden!
Die Kreuze haben die Fehlerreihe mit 12 Rippungsfehler oder 13!
Mein Kreuz hat einen Zinkkern und ebenfalls 12 oder 13 Rippungsfehler ist aber ohne Markierung!
Meines ist aber als nach 45 erkannt!
Ich befssse mich nun seit fast 2 Jahren mit dem Thema und ich komme zu der Feststellung, dass die Zeitschiene von März nicht stimmen kann. Ausserdem noch die Geschichte mit den Piloten dennen die Orden abgenommen wurden und angeblich ein Ritterkreuz S&L B Typ mit Zinkkern dabei war was mit Fotos bestätigt wurde.
Bitte mal um Euere Meinungen. Bis vor Erscheinung von März Buch waren alle B Typen original!!!
Gruß Gerhard
Hallo,

bei S&L wird man eventuell nie eine 100% Aufklärung hinbekommen was ist vor und was nach Mai 1945 entstanden. Bis zum Fachbeitrag über die Fälschungen aus 2003/2004 konnten in der Tat alle Ritterkreuze von S&L als original an den Mann gebracht werden. Es war glaube garnicht bekannt was A und B-Typ war. Der erste der da Mitte der 2000er vorsichtiger wurde war D. Niemann.
Man sollte sich an das zur Zeit aktuellste halten und da sind die gepunzten B-Typen 935 und 4 ( 800 und 4 wohl auch ) nicht nur durch die Amis belegt sondern auch in Nachlässen. So zumindest mein Stand.


Gruß Sammler32
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Alt 13.12.2017, 13:15   #4
bomber75
 
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Beiträge: 176
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Moin,

ich denke dieses Thema wird man nie mehr aufklären können.
Nach Schätzung sollen sich 19.000 RK im Umlauf befinden die als Zeitgenössisch bezeichnet werden. Zumindest ist mir diese Zahl einmal genannt worden. Es mögen andere im Umlauf sein.

Wenn man sich jetzt überlegt wie viele Verliehen worden sind und dann die abzieht, die mit Ihren Trägern Untergegangen, Abgestürzt, Begraben, Verschollen oder als Beuteaustellung in Museen gelandet sind, kann sich jeder selber überlegen wie viel im Umlauf sein könnten.

Ich habe mal einen Händler aus mitteldeutschland kennen gelernt, für den die ganzen Stempel, Punzen und "Prägeunterschiede" nur ein Teilkriterium darstellen.
Er überprüft Gewicht und Dichte der Stücke. Denn nach seiner Auffassung sind durch die GOK so enge Vorgaben gemacht worden, dass man nur so noch halbwegs zeitgenössische Stücke erkennen kann.

Da natürlich Kreuze die aus Restbeständen gefertigt worden sind diese Kriterien auch erfüllen müssten.....

Am Ende muss halt jeder selbst Überlegen ob er so viel Geld ausgeben will....
__________________
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Ehrenkreuz Urkunden aus Schleswig-Holstein
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Alt 13.12.2017, 19:10   #5
gerni1209
 
Benutzerbild von gerni1209
 
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Beiträge: 233
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Hallo
Ich danke euch allen für euere Darstellungen und Meinungen! Ist für mich immer ein Interessantes Thema!
Evtl kommen noch andere Meinungen!
Gruß Gerhard
gerni1209 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.12.2017, 20:59   #6
gerni1209
 
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Evtl hat noch jemand andere oder neu Erkenntnisse oder Erfahrungen!
Wäre interessant wen noch andere Darstellungen folgen.
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