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Alt 30.03.2016, 12:16   #21
jokkmokk
 
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Zitat:
Zitat von nilo85 Beitrag anzeigen
Ok war scho ewig nicht mehr da...ach das jetzt gezeigte wurde dazumal von der DEFA nachgebaut, bin da etwas durcheinander gekommen.
Genau, bei dem ausgestellten Stüch handelt es sich um einen Nachbau!
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Alt 30.03.2016, 14:21   #22
lucius
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Zitat:
Zitat von jokkmokk Beitrag anzeigen
Einer der schlimmsten Wachen war Martin Sommer. Dazu Wiki:

Im Arrestgebäude, welches sich links vom Haupttor befand, war Sommer uneingeschränkter Herrscher, er folterte und tötete inhaftierte Insassen mit besonders qualvollen Methoden. So sollen ihm unter anderem Paul Schneider, Ernst Heilmann sowie unzählige weitere Häftlinge zum Opfer gefallen sein. Zu seinen bevorzugten Mordmethoden zählten diese: er ließ Häftlinge verhungern, erhängte sie in ihrer Zelle, vergiftete das wenige Essen oder erschlug sie einfach mit einem Stück Eisen. Auch versuchte er sich gern darin, Häftlingen Phenol, Evipan oder Luft in die Venen zu spritzen. Die Leichen schob er zum Teil nachts unter sein Bett im Dienstzimmer des Arrestbaus, wo sie die Leichenträger am nächsten Morgen wegschaffen mussten. In einem Fall soll Sommer den Schädel eines Häftlings mit einer Schraubzwinge zerquetscht haben, ein anderes Mal hat er einen Pfarrer außen an das Arrestgebäude gekettet, mit kaltem Wasser übergossen und ihn bei eisiger Kälte erfrieren lassen. Zu Sommers Gräueltaten gibt es viele Zeugenberichte, insbesondere von ehemaligen Kalfaktoren, d.h. Häftlingen, die im Bunker arbeiten mussten.
Den hat doch Apitz in "Nackt unter Wölfen" als Romanfigur einfließen lassen. Das Buch beschreibt ja trotz politischer Ausrichtung recht gut den Lageralltag.
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Kennt ihr schon die neue Zeitschrift für Schatzsuche, Sondengehen und Heimatforschung?

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Alt 31.03.2016, 10:03   #23
Herr_der_Luftwaffe
 
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Abseits des Lagers sieht man im übrigen noch die Reste der Unterkünfte der
3. SS Totenkopfstandarte.
Später das 3.Regiment der Div. Totenkopf
bestehend aus:
Einheit Feldpostnummer
Stab 00099
Stab I. Bataillon 13130
1. Kompanie 15261
2. Kompanie 17204
3. Kompanie 18316
4. Kompanie 22341
Stab II. Bataillon 27070
5. Kompanie 27912
6. Kompanie 28003
7. Kompanie 28406
8. Kompanie 29136
Stab III. Bataillon 29754
9. Kompanie 30343
10. Kompanie 31151
11. Kompanie 31756
12. Kompanie 31994
Stab IV. Bataillon 32331
13. Kompanie 32801
14. Kompanie 33743
15. Kompanie 34153
16. Kompanie 35125
Nachrichten-Hundertschaft 35632

Zusätzlich war eine komplette Fahrschule untergebracht, die auch die Fahrausbildung von kommandierten Soldaten durchführten. (Garagenkomplex ist noch zu erahnen).

Bis 1939 war Dienst als Bewachungspersonal normal. Die spätere Ausbildung erfolgte vor allem für das 3. Regiment der TK Division.

Ich wollte mit den aufgeführten nur verdeutlichen, dass bis zu 1.500 Soldaten dort oben Dienst getan haben.

Im übrigen wurde ein Großteil des KL Personals später aus Zwanggezogenen Siebenbürgen gestellt .( ab ca. 1943 )

Den Bewachungspersonal stand es übrigens jederzeit frei sich zum Regiment versetzen zu lassen und an die Front zu gehen.

Heute sieht man von dieser Struktur nur noch sehr wenig, sowohl die Kasernen, der Wirtschaftshof mit eigenen Stallungen etc. pp, noch das Lazarett oder das große Casino sind noch vorhanden.
Es gab ein *russisches Dorf* in dem Orts- und Häuserkampf geübt wurde ebenso wie einen eigenen Übungsplatz.

Bevor im übrigen die *Führer*- und *Unterführer*siedlungen fertig gebaut waren, war das Stammpersonal auf den umliegenden Dörfern verteilt.

Noch etwas zur Geschichte, der Lagerkommandant Koch, sowie die Hexe von Buchenwald Ilse Koch wurden 1943 wegen Unterschlagung und Tötung von Gefangenen festgenommen. Koch landete selbst im KL Buchenwald und wurde im März 1945 hingerichtet.

Die Geschichte von Buchenwald ist sehr facettenreich.
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"Immer doch schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten.
Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge.
Aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge."
BERTOLD BRECHT
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Alt 18.04.2016, 06:02   #24
jokkmokk
 
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Vonn den eigentlichen Häftlingsbaracken sieht man nichts mehr. Hier mal ein Originalfoto vom April 1945 und jetzt...
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Alt 18.04.2016, 06:14   #25
jokkmokk
 
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Gut erhalten sind das Bärengehege zur Unterhaltung der Wachmannschaften sowie das Krematorium. Ein zeitgenössisches Foto zeigt die Leichenberge vor dem Gebäude...
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Alt 23.04.2016, 20:56   #26
moritz.
 
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[QUOTE=nilo85;3802416]Wurde nicht auch die gezeigte Genickschussanlage von den russen installiert? Gruß nilo[/QUOTE


Wo erkennt ihr da ne Genickschussanlage

Interessantes Thema hier
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Suche Kornschutz für G33/40 (Gebirgskarabiner)
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Alt 23.04.2016, 21:09   #27
Herr_der_Luftwaffe
 
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Die Genickschussanlage befand sich im ehemaligen Pferdestall. Dieser wurde abgerissen und in einem Nebengebäude des Krematoriums veranschaulicht ein Modell die Funktion der Genickschussanlage.
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Alt 08.05.2016, 10:58   #28
jokkmokk
 
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[QUOTE=moritz.;3822086]
Zitat:
Zitat von nilo85 Beitrag anzeigen
Wurde nicht auch die gezeigte Genickschussanlage von den russen installiert? Gruß nilo[/QUOTE


Wo erkennt ihr da ne Genickschussanlage

Interessantes Thema hier
Das war keine besonders komplizierte Geschichte. Der Delinquent musste sich zur angeblichen Größenbestimmung seines Körpers mit dem Rücken an eine metrische Skala stellen, die an einer Wand verschraubt war. Hinter der Wand stand der Todesschütze, der durch die Skala schiessen konnte und so den Mord ausübte...

https://de.wikipedia.org/wiki/Genickschussanlage
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