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Alt 14.07.2013, 12:00   #1
Loibacher
 
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Beiträge: 160
Frage Versand von "freien" Waffen in die BRD

Hallo zusammen,

Ich bekomm manchmal anfragen (Egun) ob ich auch in die BRD schicken würde, nebenbei werden noch gebote von deutschen Mitgliedern abgegeben obwohl ausdrücklich kein Internationaler versand angekreuzt ist.
Dabei handelt es sich meistens um Artikel die in Österreich frei ab 18 sind(Karabiner,LP usw) aber in Dtl WBK pflichtig sind.

Würde ich mich da Strafbar machen oder kann es mir egal sein? Eigentlich müsste ja der Bieter wissen was in seinem Land erlaubt ist und was nicht

Und wie siehts umgekehrt aus? Ich kaufe in Dtl eine Lafette die in Österreich unter das Kriegswaffengesetz fällt. Würde da auser mir der Händler in Dtl auch ärger bekommen?
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Alt 14.07.2013, 12:09   #2
Mooslahner
 
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Beiträge: 809
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Zitat:
Zitat von Loibacher Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

Ich bekomm manchmal anfragen (Egun) ob ich auch in die BRD schicken würde, nebenbei werden noch gebote von deutschen Mitgliedern abgegeben obwohl ausdrücklich kein Internationaler versand angekreuzt ist.
Dabei handelt es sich meistens um Artikel die in Österreich frei ab 18 sind(Karabiner,LP usw) aber in Dtl WBK pflichtig sind.

Würde ich mich da Strafbar machen oder kann es mir egal sein? Eigentlich müsste ja der Bieter wissen was in seinem Land erlaubt ist und was nicht

Und wie siehts umgekehrt aus? Ich kaufe in Dtl eine Lafette die in Österreich unter das Kriegswaffengesetz fällt. Würde da auser mir der Händler in Dtl auch ärger bekommen?
Denke schon - Du solltest keine W. oder W-Teile, die hier verboten sind, hier hinschicken...

Gruss
Mooslahner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2013, 14:42   #3
grabenkunst
 
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wenn sie in deutschland wbk pflichtig sind,würde ich sie an deiner stelle auf keinen fall dorthin verschicken! da ist der ärger vorprogrammiert! die müssen dann bei dir vom büchsenmacher nach deutschem waffengesetz geändert werden erst,zum beispiel bei deko-pistolen muß noch das griffstück unbrauchbar gemacht werden.

gruß!
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Alt 15.07.2013, 11:21   #4
kimbel
 
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Also soweit ich informiert bin (bin aber kein Jurist oder so) gelten Vorschriften immer nur für den jeweiligen Rechtsraum. D.h. wenn in D einer eine MG-Lafette verkauft dann macht er sich, da ja erlaubt, nicht strafbar. Er kann sie auch sonstwohin schicken. Die Verantwortung geht mit Grenzübertritt jedoch an den Käufer / Empfänger über, der ja dann die Lafette z.B. in den österreichischen Rechtsraum einführt, und genau ab dann unterliegt sie dem lokalen Recht, mit allen Konsequenzen für den Empfänger.

Umgekehrt muß es von A nach D eigentlich genauso sein. Wenn hier kein Versand ist sondern jemand direkt kauft, ist der Verkäufer allenfalls verpflichtet, nach den Gesetzen, denen er unterliegt, nachzufragen, z.B. Altersnachweis. Wenn der Käufer dann den Gegenstand selbst in ein anderes Land einführt, ist er für die Legalität selbst verantwortlich. Warum sollte es also beim Versand anders sein?

Wobei man sich schon die Frage stellen muß, ob man sich sowas antut. Weiterhin weiß ich auch nicht, ob es spezielle Außenhandelsabkommen gibt, bei denen das Recht des einen Staates bei speziellen Tatbeständen auf den anderen durchgreift, Stichwort Waffenexport.
kimbel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.07.2013, 19:55   #5
Loibacher
 
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Zitat:
Zitat von kimbel Beitrag anzeigen
Also soweit ich informiert bin (bin aber kein Jurist oder so) gelten Vorschriften immer nur für den jeweiligen Rechtsraum. D.h. wenn in D einer eine MG-Lafette verkauft dann macht er sich, da ja erlaubt, nicht strafbar. Er kann sie auch sonstwohin schicken. Die Verantwortung geht mit Grenzübertritt jedoch an den Käufer / Empfänger über, der ja dann die Lafette z.B. in den österreichischen Rechtsraum einführt, und genau ab dann unterliegt sie dem lokalen Recht, mit allen Konsequenzen für den Empfänger.

Umgekehrt muß es von A nach D eigentlich genauso sein. Wenn hier kein Versand ist sondern jemand direkt kauft, ist der Verkäufer allenfalls verpflichtet, nach den Gesetzen, denen er unterliegt, nachzufragen, z.B. Altersnachweis. Wenn der Käufer dann den Gegenstand selbst in ein anderes Land einführt, ist er für die Legalität selbst verantwortlich. Warum sollte es also beim Versand anders sein?

Wobei man sich schon die Frage stellen muß, ob man sich sowas antut. Weiterhin weiß ich auch nicht, ob es spezielle Außenhandelsabkommen gibt, bei denen das Recht des einen Staates bei speziellen Tatbeständen auf den anderen durchgreift, Stichwort Waffenexport.
Servus,

Genau so hab ich mir das auch vorgestellt, aber obs laut Gesetz auch so ist ist wieder eine andere frage. Verschickt hab ich bis jetzt noch nichts und werde es auch nicht, gerade bei Egun muss man da sehr vorsichtig sein. Auserdem möcht ich nicht meine WBK aufs spiel setzen.
Aber es geht a nicht nur um Deutschland, was ist wenn jemand aus Ungarn,Tschechien oder Italien drauf bietet? Ich kenn die Gesetze dort nicht, würd mich echt intressieren wie das ist, im prinzip wärs mir ja egal, ich verkaufe ja "legales zeug", aber ärger will ich mir ersparen daher frag ich vorher

Grüße

Loibacher
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Alt 18.07.2013, 10:02   #6
USCOB
 
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Es wird sich viel geändert haben. In der Wendezeit war es mir als deutschem Händler z.B. untersagt, Gasmasken nach Frankreich zu schicken, da diese dort wohl verboten waren.
Es hieß damals immer, man müsse sich als Versender auch davon überzeugen, ob das im Empfängerland verboten ist oder nicht, also das berühmte "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht". Hierzu gab es damals viele Lustige Heftchen mit Richtlinien, die teilweise heute noch gelten. Nach dem Produkthaftungsgesetz muss ich z.B. Eine Schutzweste als Sammlerartikel ohne Schutzwirkung verkaufen. Wenn ich das nicht mache, bin ich Schadensersatzpflichtig wenn der Träger zu Schaden kommt, egal wo er wohnt.
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Alt 19.07.2013, 18:39   #7
Loibacher
 
Benutzerbild von Loibacher
 
Registriert seit: 07.09.2012
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Besten dank für eure meinungen, auf sicherster seite steht man jedenfalls wenn man relevante teile nur im eigenen Land versendet/verkauft. Also legales was im jeweiligen Land erlaubt ist.

beste grüße

L.
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