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Alt 12.01.2018, 13:21   #31
Holzi
 
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Hallo,

So, jetz kann ich euch von meinem Feiertagsfrust schreiben...

Eigentlich wolte ich anfangen das Zubehör für die Pak bzw fürs Dio ansich zu gestalten.

Dazu wollte ich die Leeren Hülsen der Granatpatronen von AFV Club aufbohren. Das wäre ja eigentlich kein Problem, hab ich mir gedacht. Die hülse ist oben 2,3mm breit und 7,5cm sind im 35er Maßstab 2,14mm also hab ich mir nen 2,1mm Bohrer besorgt. (Gibts nur im 3erPack für sauteuer) Dann die Hülsen in meinen Minischraubstock gespannt und natürlich auch genau drauf geachtet, dass sie senkrecht stehen. Bohrer in die Standbohrmaschine gespannt und angefangen...(zuerst mit nem kleinen vorgebohrt). Tja, was soll ich sagen, die 0,2mm Übermaß verteilen sich bei einem Ring auf 0,1mm Wandstärke und das ist ohne genaue Zentriermöglichkeit einfach zu wenig. Kurz gesagt, wenn man nur ein bissi ausmittig ist, dann passiert das, was ihr auf dem Foto sehen könnt...

Nach vier gescheiterten Versuchen war dann meine Bastellaune dahin und ich mußte mir eine Alternative einfallen lassen. Die war schnell gefunden in Form von gedrehten Messinghülsen der Firma PanzerArt. Super, dachte ich mir, Granaten brauch ich eh nicht und günstig waren sie auch. Dann beim genaueren Betrachten kam mir das Grausen. Bis auf die Länge stimmt kein einziges Maß. Der Hülsenboden ist zu breit (statt 2,8mm mehr als 3,2mm Durchmesser) und die Einschnürung, welche die Granate in der Hülse hält und auch auf leeren Hülsen noch sichtbar ist, befindet sich deutlich zu weit weg von der Öffnung... Hoffe man sieht das auf dem Detailbild.

Also dann doch die Messingteile von AFV Club. Die sind von den Maßen her exakt gleich wie die Kunstoffteile, was nach meiner Recherche sehr stimmig ist. Einzig die Bohrung für die Granaten ist zu eng, wenn man, so wie ich, nur die leere Hülse braucht, weil sie mittels eines kleinen Steckzapfens in die Hülse gsteckt werden. Dafür sitzen die Granaten stramm und halten ohne Klebstoff. Mal sehen, ob ich die Bohrung um einen Halben mm erweitern kann... ansonsten is mir jetzt schon alles Wurscht, denn jetzt kommt der witzige Teil:

Wie ich so am Herumräumen bin in meinen verteilten Lagerräumen um weiteres Gerödel fürs Dio zu suchen, fällt mir mein Dragon RSO mit Pak40 in die Hände. Ein Blick in die Schachtel und ich fand einen Spritzling mit Munition und Hülsen, deren Öffnung offen gespritzt wurden...Murphys Law in Vollendung...

Naja, Ich werd jetzt trotzdem die AFV Messinghülsen nehmen, wenn ich sie schon extra besorgt hab und die PanzerArt Hülsen werden mal gelagert und irgendwo schon mal verbaut.

Gruß Christoph
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Alt 13.01.2018, 14:29   #32
PK-Mann
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Hallo Christoph

Ich denke mir mal, daß das Hauptproblem an deinem Fiasko mit dem Aufbohren der Hülsen, von der zu hohen Drehzahl deiner
Bohrmaschine resultiert. Ein guter Handtriebling mit passenden Bohrern oder Reibahle ... wäre zielführender gewesen. Wichtig
wäre noch ein Körner-Pünktchen, nur damit kannst du wirkich eine zentrische Bohrung setzen

Egal ... im Unterschied zu Messing, ist für unsere Zwecke, das Kunststoffmaterial viel besser und einfacher zu bearbeiten

Schöne Grüsse
Roland
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Alt 15.01.2018, 18:09   #33
Holzi
 
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Hallo,

Das Problem war nicht die Drehzahl, sondern das von dir angesprochene Ankörnern. Ich brings einfach nicht zusammen einen mittigen Punkt zu setzen

Aber mit den Messinghülsen hab ich schon eine Idee...

Gruß Christoph
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Alt 01.02.2018, 09:26   #34
Holzi
 
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Hallo,

Da mr Roland einen virtuellen Tritt in den A.. gegeben hat, hab ich mich aufgerafft und mal ein bisschen weiter gemacht...

Jetz ist durch die Streuarten ungefähr zu erkennen, wie das Gelände aufgeteilt ist...

Der Weg ist aus Eisenbahnschotter, die Straße aus gesiebtem Bausand und die Erde ist Rolands feine Mischung. Fixiert hab ich mit einem Wasser-Leimgemisch, wobei ich, durch den saugenden Gipsuntergrund, zuerst das Material streuen und das dann vorsichtig begießen mußte. Die noch weißen Stellen sollen hoffentlich mal Schlaglöcher bzw. Pfützen werden...

Um außerdem die leeren Ecken zu füllen, hab ich mich mal künstlerisch mit Green Stuff betätigt. Hinter der Mauer soll ein alter Baumstumpf sein und für vorne hab ich einen Kilometerstein o.ä. gestaltet, wobei ich den wohl noch mit einer Feile bearbeiten werde um ihm ein paar Ecken und Kanten zu geben...

Gruß Christoph
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Alt 01.02.2018, 16:27   #35
walhall3000
 
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Hallo,

Da mr Roland einen virtuellen Tritt in den A.. gegeben hat, hab ich mich aufgerafft und mal ein bisschen weiter gemacht...

Jetz ist durch die Streuarten ungefähr zu erkennen, wie das Gelände aufgeteilt ist...

Der Weg ist aus Eisenbahnschotter, die Straße aus gesiebtem Bausand und die Erde ist Rolands feine Mischung. Fixiert hab ich mit einem Wasser-Leimgemisch, wobei ich, durch den saugenden Gipsuntergrund, zuerst das Material streuen und das dann vorsichtig begießen mußte. Die noch weißen Stellen sollen hoffentlich mal Schlaglöcher bzw. Pfützen werden...

Um außerdem die leeren Ecken zu füllen, hab ich mich mal künstlerisch mit Green Stuff betätigt. Hinter der Mauer soll ein alter Baumstumpf sein und für vorne hab ich einen Kilometerstein o.ä. gestaltet, wobei ich den wohl noch mit einer Feile bearbeiten werde um ihm ein paar Ecken und Kanten zu geben...

Gruß Christoph
Wenn du das Green Stuff nachdem du es verknetet hast etwas liegen lässt...lassen sich Kanten und Ecken klasse modelieren...
__________________
Suche alles von der HJ..........besonders Bann 252 VEST!!
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Alt 02.02.2018, 12:38   #36
PK-Mann
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Hallo Christoph

... sieht aus, als würdest du bald mal Land sehen ... hoffentlich !

Diorama als Hauptprojekt wäre mir eigentlich etwas zu langweilig. So nebenher, neben 5 - 6 Fahrzeugprojekten, quasi als 'slow down'
Sache, könnte ich mir das vielleicht mal auch vorstellen, aber maximal ne Vignette, denn sonst wird das ja zum Fegefeuer ... oder drei
Stunden sitzen im Wartezimmer eines Zahnarztes. Da beginnt man ja fast 'Bild der Frau' oder '7 Tage' zu lesen ...

Schöne Grüsse
Roland
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Alt 05.02.2018, 16:18   #37
Holzi
 
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Hallo,

@Wallhall3000: Danke für den Tipp. Mein erster Versuch war ja ein eckiger Quader-Stein, dann dachte ich, dass eine abgrundete Oberseite vlt besser zum Gesamtbild passen täte, wegen der rundungen in der Mauer. Und nach ca 1,5h hin und herkneten ist das rausgekommen...

@Roland: Ja aufwendig ist es schon. Vor allem die ganzen Kleinigkeiten für die Details sind Zeitfresser...

Am WE hab ich mich mal mit Stacheldrahtproduktion beschäftigt. Man findet im Netz genügend Anleitungsvideos die sehr hilfreich sind. Einzig deren eingesätzte Drähte sind für den Maßstab sowas von überdimensioniert. 0,5mm Draht in 1:35 sind 7mm Drahtstärke im Original!!!..Baustahlgitter hatten nur 5mm Drähte....

Die Lösung für mich sind mehrlitzige dünne Elektrokabel (zB von nem USB-Kabel), von denen man dann einzelne Litzen verwenden kann. Meine haben ca. 0,1mm DM.
Das einzig schwierige an meiner Methode war das Abisolieren von längeren Kabelstücken von 40-50cm. Mit dem Feuerzeug gings leider nicht, da moderne Isolierungen zwar kokeln und stinken, aber nicht verbrennen. Also musste ich mit der Abisolierzange immer kleine Stücke abziehen. Dabei ist es unvermeidlich, dass man manchmal das Kabel zu stark quetscht oder gar knickt. Diese Stellen sind im nächsten schritt nämlich sehr probelmatisch. Dieser Schritt ist das Verdrillen der Litzen. Dafür spannt man einen Wandhaken o.ä. in nen Akkuschrauber fädelt die Litze durch und hält beide Enden mit einer Flachzange fest. Dann vorsichtig den Schrauber betätigen und das Kabel mit der Zange immer aus Spannung halten. Dabei führen leider die Knicke bzw Quetschungen zum Bruch der Litze und das verdrillte Stück ist zum Schmeißen.
Hat man das aber geschafft, ist der Rest ein Spaziergang. Man spannt ein verdrilltes Stück zB zwischen zwei Nägeln. Dann wickelt man ein zweites Stück zwei bis dreimal um das gespannte, schneidet es ab und wiederholt das ganze ca. alle 3mm. Dabei sind Pinzetten unversichtbar um das Drahtstück auch wirklich festanliegend herumwickeln zu können. Bewährt hat sichs ein Ende mit der Pinzette zu halten und das andere Ende um den gespannten Teil zu wickeln und mit einer zweiten Pinzette festzuziehen bevor man die nächste Wicklung macht... Ganz wichtig ist die Spannung im Kabel, da man sonst die Wicklung nicht festziehen kann, da sich das Kabel sofort mitbiegt (ein Nachteil vom weichen Kupfer). Wenn der "Stacheldraht" endgültig verbaut ist, werden die Enden der Wicklung noch gekürzt und aufgedrillt, damit er stachelig wird..

Ich hoffe, man erkennt was auf den Fotos..

Gruß Christoph
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Alt 05.02.2018, 20:01   #38
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Hallo Christoph

... das war ein Souvenier aus Moson 2017 ... ungarischer Stacheldraht um 750,- Forint = EUR 2,42 ...
... man könnt's ja irgendwann vielleicht mal gebrauchen. Hab' deshalb schon mal zwei Rollen gekauft

Aber dein Eigenbau sieht auch nicht schlecht aus

Schöne Grüsse
Roland


PS: ... wenn du auch heuer nicht nach Moson fährst, notiere dir das gleich mal auf der Wunschliste
.
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Alt 06.02.2018, 09:59   #39
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Hallo,

Der sieht gut aus, der gekaufte Draht. Und der Preis is unschlagbar. Und nach Moson komm ich heuer...
Bleibt nur die Frage der Dicke des Materials... da bin ich pingelig... auch wenns im Ergebnis kaum auffällt
Zum Glück hat noch niemand meinen Rechen-/Tippfehler bemerkt. 0,5mm x 35 sind natürlich 17,5mm ; 0,2 x 35 = 7!! (In Mathe war ich halt schon immer gegen den herrschnden Mainstream )

Gruß Christoph
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Alt 17.04.2018, 16:19   #40
Holzi
 
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Hallo,

Weiß jemand wie die deutschen Tarnnetze im Krieg aussahen?
Ich hab bisher viele Fotos im Netz gefunden, aber keines war so richtig aussagekräftig für mich. Es scheint, als gab es da verschiedene Tarnnetze, welche mit textiler Struktur, welche ohne...

Hoffe, irgendwer kann mir da weiterhelfen, sonst muß ich halt bei der Tarnung der Pak meine Phantasie spielen lassen..

Gruß Christoph
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