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Alt 08.11.2012, 09:33   #1
Milon von Naila
 
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Beiträge: 38
Standard Gibt es einen Sammlerausweis für die Zeit des Nationalsozialismus ?

Wie der Titel schon sagt, stellt sich mir und auch einigen anderen die Frage, ob es einen Sammlerausweis für die Zeit des Nationalsozialismus gibt, was einem solch ein Ausweis nützt (z.B. Wenn man von Staatsseiten ein berechtigtes Interesse für den Erwerb von z.B. einer Fahne nachweisen soll) wo man diesen bekommt und was dieser kosten könnte.

Ich persönlich habe schon mal auf der Stadt nachgefragt und ein bisschen im Internet geforscht.
Auf der Stadt sagte man mir ungefähr das selbe wie ich es in einem anderen Forum gefunden habe:

Nach dem Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen (OrdenG) dürfen Orden und Ehrenzeichen - auch in verkleinerter Form - und die dazugehörigen Bänder gegen Endgelt nur nach Vorlegung eines ordnungsgemäßen Nachweises an Privatpersonen überlassen werden (§14 1 OrdenG).
Ein ordnungsgemäßer Nachweis ist die Verleihungsurkunde/Besitzzeugnis (§8 OrdenG) oder eine Ersatzurkunde (§9 OrdenG).
Dieses gilt nicht für Orden und Ehrenzeichen die vor dem 08.05.1945 verliehen worden sind (§14 2 i.V.m. §10 OrdenG).

Die zuständige Landesbehörde kann demjenigen, der ein berechtigtes Interesse nachweist, eine Genehmigung (sog. Sammlergenehmigung) zum Erwerb der übrigen Orden und Ehrenzeichen - nach 08.05.1945 - ohne Vorlegen eines nach §§8, 9 erforderlichen Besitznachweises erteilen.

Zusammenfassend kann man sagen, das Orden und Ehrenzeichen, die nach dem 08.05.1945 gestiftet wurden, nur an Personen verkauft werden darf, wenn diese eine Verleihungsurkunde besitzen.
Darüberhinaus gibt es die Möglichkeit eine Sammlergehnemigung zum Erwerb von Orden und Ehrenzeichen zu beantragen.

Das Tragen in der Öffentlichkeit wird hiermit aber nicht genehmigt.

Zuständig für die Erstellung einer solchen Genehmigung ist die zuständige Landesbehörde also i.d.R. die untere Landesbehörde oder der Landrat der Region.

Für die Erstellung der Genehmigung muss allerdings ein berechtigtes Interesse vorliegen.
Dazu gehört z.B. der Aufbau einer entsprechenden wissenschaftlichen Sammlung.
Der Antrag auf eine solche Sammlergenehmigung kann schriftlich gestellt werden.

Beispielhaft kann ein Schreiben so aussehen:Ich besitze eine ordenskundliche, nach wissenschftlichen Maßstäben geführte Sammlung zur Darstellung der kulturhistorischen Geschichte des Auszeichnungswesens der Deutschen Staaten seit 1800.
Zukünftig möchte ich diese Sammlung um den Bereich der gültigen Orden und Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland ergänzen, um so die Auszeichnungsgeschichte komplett darzustellen.
Daher beantrage ich eine Genehmigung zum Erwerb von Orden und Ehrenzeichen ohne Vorlegen eines Besitznachweises gem. $14 abs. 2 Des Gesetzes über Titel, Orden und Ehrenzeichen (OrdenG).

Kann mir daher jemand zu denen von mir gestellten Fragen Antworten geben ?
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Alt 08.11.2012, 10:39   #2
noisemaker
 
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Also so ganz verstehe ich deine Frage nicht... du gibst dir die Antwort doch schon selbst. Für O&E vor 1945 gibt es keinen Ausweis und es wird auch keiner benötigt. Zumindestens glaube ich das aus deinem Post herauszulesen.

Persönlich halte ich von so einem Ausweis nicht viel, klingt für mich nur nach Geldmacherei.
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Alt 08.11.2012, 11:05   #3
Ullix88
 
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also ich Persönlich würde solch einem Pass begrüßen um Unannehmlichkeiten zu vermeiden !!!
wie z.b. sachen aus dem Ausland zu kaufen und beim zoll vorzulegen !!!

es giebt doch für alles ein Dokument in Deutschland wieso nicht auch für unser Hobby ???

mich würde es sehr interessieren ob da jemand mehr zu weiss ???

mfg Ullix88
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Alt 08.11.2012, 11:11   #4
disher
 
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so ein Schein/Pass wäre mir neu.
Wnn sowas schon auflage wäre so einen haben zu müssen,weil man WkII sachen sammelt,wie sieht es dann mit zb. Briefmarkensammlern aus?-Jeder Briefmarkensammler hat auch Briefmarken aus dem deutschen Reich...
Sehe ich auch für Geldmacherei an,so einen Schein.
Entweder ist man leidenschaftlicher Sammler oder nicht.
Der Schein bringt gar nix,außer das die Preise in die höhe schießsen.
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Alt 08.11.2012, 13:35   #5
Milon von Naila
 
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Zitat:
Zitat von noisemaker Beitrag anzeigen
Also so ganz verstehe ich deine Frage nicht... du gibst dir die Antwort doch schon selbst. Für O&E vor 1945 gibt es keinen Ausweis und es wird auch keiner benötigt. Zumindestens glaube ich das aus deinem Post herauszulesen.

Persönlich halte ich von so einem Ausweis nicht viel, klingt für mich nur nach Geldmacherei.
Nicht ganz -> siehe in meinem Beitrag:
"z.B. Wenn man von Staatsseiten ein berechtigtes Interesse für den Erwerb von z.B. einer Fahne nachweisen soll"

Die Fahne habe ich als Beispiel genommen, weil es gerade bei mir darum geht.
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Alt 08.11.2012, 13:41   #6
Milon von Naila
 
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Zitat:
Zitat von disher Beitrag anzeigen
so ein Schein/Pass wäre mir neu.
Wnn sowas schon auflage wäre so einen haben zu müssen,weil man WkII sachen sammelt,wie sieht es dann mit zb. Briefmarkensammlern aus?-Jeder Briefmarkensammler hat auch Briefmarken aus dem deutschen Reich...
Sehe ich auch für Geldmacherei an,so einen Schein.
Entweder ist man leidenschaftlicher Sammler oder nicht.
Der Schein bringt gar nix,außer das die Preise in die höhe schießsen.
Es gibt einen Sammlerausweis für Briefmarkensammler.
Dieser berechtigt einen dazu z.B. Sondermarken, Kleinbögen, Blöcke, Dienstmarken usw. von einer Post zu beziehen.
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Alt 08.11.2012, 14:09   #7
noisemaker
 
Benutzerbild von noisemaker
 
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Überleg doch mal, wer soll denn bestimmen ob jemand sammelt weil er sich ernsthaft für die Materie interessiert oder nur weil er drauf steht nackt mit einer HK-Armbinde vorm Spiegel herumzutanzen?

Ich weiss schon, dass du ganz spitz auf irgendeine Fahne dieses Händlers bist... Aber wenns ums Eingemachte geht, reisst dich so ein lustiger Ausweis auch nicht raus.
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Alt 08.11.2012, 14:16   #8
ritterkreuzträger
 
Benutzerbild von ritterkreuzträger
 
Registriert seit: 27.07.2009
Beiträge: 837
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Wie wäre es wenn man einem Museum z.B. etwas spendet und im gegenzug von dem Museum ein Schreiben oä. dafür fordert wo steht das man für sie Militärisches aus der Zeit bis 1945 besorgt/ kauft oder dafür zuständig ist als Experte oder einen Nachweis das man mit dem Museum zusammen arbeitet.
Das könnte man dem Zoll dann vorlegen.
__________________
Gruß Sebastian
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Kontakt: eintracht1899@gmx.de
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Alt 08.11.2012, 14:46   #9
Auseklis
 
Registriert seit: 22.08.2010
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Zitat:
Zitat von Milon von Naila Beitrag anzeigen
Es gibt einen Sammlerausweis für Briefmarkensammler.
Dieser berechtigt einen dazu z.B. Sondermarken, Kleinbögen, Blöcke, Dienstmarken usw. von einer Post zu beziehen.


Wer ist denn auf diesen Briefmarken drauf? Walter Ulbricht?
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Alt 08.11.2012, 14:51   #10
Auseklis
 
Registriert seit: 22.08.2010
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Zitat:
Zitat von Milon von Naila Beitrag anzeigen
Nicht ganz -> siehe in meinem Beitrag:
"z.B. Wenn man von Staatsseiten ein berechtigtes Interesse für den Erwerb von z.B. einer Fahne nachweisen soll"
Ist doch ganz einfach. Du schreibst ein par Fachartikel für ein Militariamagazin wie z.B. IMM und läßt dir das von der Redaktion schriftlich bestätigen. Dann nimmst Du Kopien der Artikel, das schreiben deiner Redaktion und am besten noch deinen Magister in Geschichte und gehst damit zum Zoll.
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