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Alt 13.06.2018, 19:56   #1
bigdi12978
 
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Standard Stowa Wertbestimmung

Hallo
kann mir jemand was über diese uhr sagen
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Alt 14.06.2018, 09:33   #2
Fridspeed
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Leider lässt sich über die Uhr wenig sagen und damit nur schlecht ein Wert finden.
Nach der Bauart des Werkes PUW 500 handelt es sich meiner Meinung nach um eine Fertigung vor 45. In dieser Art = Formwerk in ein rundes Gehäuse und schwarzem Zifferblatt werden diese Uhren sehr oft der Luftwaffe zugeschrieben. Klare Indizien dafür fehlen hier leider. Uhren in dieser Art sind gefragt. Der Preis richtet sich aber sehr stark danach, was jemand persönlich in dieser Uhr sieht.
Für den einen ist es eine Uhr der RLW und für den anderen mangels eindeutiger Hinweise (keine Kennung, Werk ohne Stoßsicherung ) eben nicht. Es bleibt eine Glaubenssache!

Gruß
Fridspeed
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Alt 14.06.2018, 17:06   #3
bigdi12978
 
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Standard stowa

ok
vielen dank erstmal
auf dem deckel von der innenseite ist nummer
eingraviert aber das nutzt wahrscheinlich auch nicht weiter?
eine andere uhr hab ich auch noch
mit wh stempeln
muss ich mal bild machen
gruss
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Alt 14.06.2018, 17:25   #4
Fridspeed
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Wenn auf der Außenseite vom Deckel keine Nummer steht, dann war es doch wohl eine rein zivile Uhr. Die Uhr musste mit Nummer ins Soldbuch eingetragen werden. Dafür hat man nicht erst den Deckel abgenommen!
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Alt 27.06.2018, 21:15   #5
bigdi12978
 
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Standard stowa

hab nochmal genau nachgeschaut
da ist doch eine nummer dran
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Alt 19.07.2018, 07:02   #6
Dr.Dagger
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Ich hoffe es spricht nichts dagegen, möchte mich hier aber mal anhängen. Ich habe letztens auch eine Stowa aus einem Fliegernachlass bekommen.
Interessant finde ich, das diese etwas abweicht zu der vorgestellten Uhr.
Diese "Feder" unter dem Deckel wird dann eine Stoßsicherung sein!?
Kurz aufgezogen und das Werk rennt wie bei einer neuen.
Stowa selbst wirbt damit, das sie seit 1927 Fliegeruhren herstellen.
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Alt 19.07.2018, 16:39   #7
Fridspeed
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Zitat:
Zitat von Dr.Dagger Beitrag anzeigen
Ich hoffe es spricht nichts dagegen, möchte mich hier aber mal anhängen. Ich habe letztens auch eine Stowa aus einem Fliegernachlass bekommen.
Interessant finde ich, das diese etwas abweicht zu der vorgestellten Uhr.
Diese "Feder" unter dem Deckel wird dann eine Stoßsicherung sein!?
Kurz aufgezogen und das Werk rennt wie bei einer neuen.
Stowa selbst wirbt damit, das sie seit 1927 Fliegeruhren herstellen.
Ob man diese Uhr als typische Fliegeruhr bezeichnen darf, wage ich zu bezweifeln.
Eine dienstliche Verwendung würde ich hier nicht sehen! Möglich aber im zivilen Bereich?
Die "Feder" ist keine Stoßsicherung sondern vielmehr die Werkhalterung in Kombination mit einer teilweisen Werkabschirmung. Das Werk selber hat keine Stoßsicherung!
Technisch lässt sich die Uhr zeitlich und von der Ausführung sehr gut einstufen.
Es handelt sich um ein deutsches Werk der ZentRa Einkaufgenossenschaft deutscher Uhrmacher aus den 30ziger Jahren. Siehe Bildmarke = Z in der Raute. Kaliber 63 von ZentRa (die nicht wirklich selber Werke gebaut haben) stammt von Junghans. Hier haben wir es mit einem Werk in 10 1/2 Linien in dem Werkkaliber 680.70 (J80) von ca. 1936 zu tun. Deutlich erkennt man noch die alte Art der Zifferblattbefestung, die sich ca. ab 1940 verändert hat. Da der deutsche Werkhersteller Junghans hier die Rückerverstellung in Englisch und Französisch bezeichnet hat, darf man von einem Auftrag von außerhalb Deutschlands ausgehen.
Das Werk hat sichtlich schon einige Reparaturen nach Lagerschäden hinter sich und ist so nicht mehr im Originalzustand.
Über die Verwendung der Uhr lässt sich nur spekulieren! Aufgrund der technischen Fakten gehe ich von einem Sonderauftrag aus. Der Auftraggeber könnte auch eine Fluggesellschaft gewesen sein? Dies würde dann die Werkabschirmmung gegen Magnetismus im Funkbereich begründen.

Gruß

Fridspeed
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Alt 19.07.2018, 16:55   #8
Dr.Dagger
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Zitat:
Zitat von Fridspeed Beitrag anzeigen
Ob man diese Uhr als typische Fliegeruhr bezeichnen darf, wage ich zu bezweifeln.
Eine dienstliche Verwendung würde ich hier nicht sehen! Möglich aber im zivilen Bereich?
Die "Feder" ist keine Stoßsicherung sondern vielmehr die Werkhalterung in Kombination mit einer teilweisen Werkabschirmung. Das Werk selber hat keine Stoßsicherung!
Technisch lässt sich die Uhr zeitlich und von der Ausführung sehr gut einstufen.
Es handelt sich um ein deutsches Werk der ZentRa Einkaufgenossenschaft deutscher Uhrmacher aus den 30ziger Jahren. Siehe Bildmarke = Z in der Raute. Kaliber 63 von ZentRa (die nicht wirklich selber Werke gebaut haben) stammt von Junghans. Hier haben wir es mit einem Werk in 10 1/2 Linien in dem Werkkaliber 680.70 (J80) von ca. 1936 zu tun. Deutlich erkennt man noch die alte Art der Zifferblattbefestung, die sich ca. ab 1940 verändert hat. Da der deutsche Werkhersteller Junghans hier die Rückerverstellung in Englisch und Französisch bezeichnet hat, darf man von einem Auftrag von außerhalb Deutschlands ausgehen.
Das Werk hat sichtlich schon einige Reparaturen nach Lagerschäden hinter sich und ist so nicht mehr im Originalzustand.
Über die Verwendung der Uhr lässt sich nur spekulieren! Aufgrund der technischen Fakten gehe ich von einem Sonderauftrag aus. Der Auftraggeber könnte auch eine Fluggesellschaft gewesen sein? Dies würde dann die Werkabschirmmung gegen Magnetismus im Funkbereich begründen.

Gruß

Fridspeed
Danke für die Umfangreiche Info! Das es keine typische Fliegeruhr ist, meine ich auch. Zeitlich kommt auch super hin. Das dieses Stück in Deutschland von einem deutschen Flieger getragen wurde, ist fakt. Ob das Stück dienstlich eingetragen wurde, oder Privat beschafft, ist spekulativ. Da diese Uhren aber immer als Uhren der Luftwaffe angeboten werden, wäre ich ziemlich doof, wenn ich mit meinen Infos zur Herkunft vom Gegenteil ausgehen würde.
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Alt 19.07.2018, 17:08   #9
Fridspeed
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Zitat:
Zitat von Dr.Dagger Beitrag anzeigen
Danke für die Umfangreiche Info! Das es keine typische Fliegeruhr ist, meine ich auch. Zeitlich kommt auch super hin. Das dieses Stück in Deutschland von einem deutschen Flieger getragen wurde, ist fakt. Ob das Stück dienstlich eingetragen wurde, oder Privat beschafft, ist spekulativ. Da diese Uhren aber immer als Uhren der Luftwaffe angeboten werden, wäre ich ziemlich doof, wenn ich mit meinen Infos zur Herkunft vom Gegenteil ausgehen würde.
Zumindest sind einige Details bemerkenswert:

1.)Die internationale Beschriftung von Junghans in den 30ziger Jahren
2.)Die Werkhalterung als Werkabschirmung
3.) Die Registriernummer auf dem Rückdeckel
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Alt 19.07.2018, 18:27   #10
Dr.Dagger
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Preislich wird es hier aber recht schwer, wie bei der anderen Uhr.
Stowa ohne Registriernummer und Werksabschirmung gehen schlecht angeboten bei eBay auch mal für 150 Euro weg. Identische werden aber auch für über 1000 Euro angeboten.
Die Wahrheit wird wohl in der Mitte um 300-500 Euro liegen. Oder wie seht Ihr das?
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